Pete (Michael Vartan) ist Reporter und nimmt an einer Flussrundfahrt in Australien teil. Bootsführerin Kate (Radha Mitchell) ist sympathisch, die Gäste allesamt ganz okay und freundlich und alles ist in Ordnung. Als auf der Rückfahrt plötzlich ein Notsignale ausgesandt wird und Kate sich gegen den Wunsch ihrer Gäste entschließt, dem Notsignal nachzugehen macht sie damit den größten und vielleicht letzten Fehler ihres Lebens.
Die Bootsfahrt führt genau in das Revier eines großen Krokodils, das sich durch die ungebetenen Gäste sichtlich bedroht fühlt. Gestrandet auf einer sehr kleinen Insel und mit der Flut zeitlich nicht weit entfernt dreht sich bald alles ums reine Überleben …
Im gleichen Jahr wie „Black Water“ erschienen, geht „Rogue“ das Thema aber völlig anders an. Hier gibt es eine größere Gruppe und vor allem ist der Film mit viel mehr „Production Value“ ins Rennen gegangen – die Aufnahmen der Flussumgebung, die Farbgebung, die vielen Personen, die Detailaufnahmen. Der Film ist in Summe absolut super inszeniert und die Bilder sind wahrlich wundervoll eingefangen.
Das wundert allerdings nicht, wenn man weiß, dass Greg McLean hinter Drehbuch und Regie steckt – richtig: Der Mann, der auch den sehr unangenehmen „Wolf Creek“ gemacht hat (und „Wolf Creek 2“). Das dieser Kerl ein Auge für gute Bilder hat und auch ein Händchen für unangenehme Szenen ist ja wohl bekannt.
Positiv fällt auch die Auswahl der DarstellerInnen auf. Es ist immer eine Freude Radha Mitchell („Evidence„, „The Crazies„)zu sehen, genauso wie einen Auftritt von Mr. Sam „Avatar“ Worthington bevor er einen blauen, großen digitalen Anzug verpasst bekam (Hat Worthington eigentlich außer den beiden fast schmerzhaften „Titan„-Filmen eigentlich in letzter Zeit irgendwas Gutes gemacht? – Achja, im neuen „Schwarzenegger“ namens Sabotage darf er mitspielen.). Hier spielt er einen Kerl, der von einem eher nicht netten Zeitgenossen, hin zu einem doch netten Kerl verwandelt wird. Kurzer Auftritt, bleibt aber im Kopf. Der „Held“ ist aber Michael Vartan (bekannt aus „Alias“). Alle machen ihre Sache gut und auch die Nebenfiguren werden gut dargestellt und eingeführt. Sie werden zwar nicht tief erforscht, das wäre bei dieser Menge an Personen aber ohnehin ein bisschen viel.
Erwähnenswert finde ich auf jeden Fall noch die Anwesenheit von Mia Wasikowsa („Alice in Wonderland„, „Stoker„), die bereits in jungen Jahren zeigt, dass sie gut ist – auch wenn sie klarerweise nur einen minimalen Nebencharakterauftritt hat. Ich finde es halt immer nett, zu sehen, wie Leute in Filmen gespielt haben, bevor sie „berühmt“ geworden sind.
Auch super finde ich, dass hier sogar – entgegen de aktuellen Trend – Leute überleben. Mehr sogar als man glaubt, wenn auch vielleicht andere als man hofft. Später im Film geht es dann in die „Höhle des Löwen“ – auch sehr spannend gemacht, der Weg dahin ist mir dann aber doch ein bisschen zu „konstruiert“. Der Dschungel ist ja nun nicht unbedingt klein und das jemand gerade … naja. Okay. Ich lass das jetzt mal.
Denn trotz ein paar Drehbuchschwächen war „Rogue“ trotzdem durch die Bank spannend – die Art und Weise, wie das Biest dann erlegt wird war zwar ein bisschen peinlich (immerhin stellt sich das Tier vorher nicht so dumm an), aber immerhin in Summe kurzweilig.
„Rogue – Im falschen Revier“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, ins falsche Revier eingedrungene, Punkte.
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