Best of Worst Case: „Unsichtbar und extrem tödlich“ aka „Unseen Evil“ aka „The Unbelievable“ (Filmkritik)

dr. Peter Jensen (Richard Hatch, aus der alten(!) Battlestar Galactica Serie, und „Die Straßen von San Francisco“) heuert Kate (Cindi Braun) und Mike (Frank Ruotolo) an, um mit ihm gemeinsam in einen Wildpark zu fahren und dort eine alte Ausgrabungsstätte der Maya zu finden. Und tatsächlich stoßen sie auf einen Goldschatz. Was Kate nicht wusste: Dr. Jensen hat nicht vor, den Fund zu melden, sondern sich mit dem Geld abzusetzen.

Alles schön und gut, allerdings wird der Schatz von einem Fluch bewacht, der sich als unsichtbares Wächter-Alien entpuppt und die Schatzräuber einen nach dem anderen erledigt. Gefangen in allein in der Wildnis beginnt ein Kampf um die Macht innerhalb der Gruppe, während da draußen – unsichtbar – das Alien nur darauf wartet, dass sie einen Fehler machen …

The Unbelievable Film

Liest sich gut, oder? So oder so ungefähr müssen die Macher ihren Film verkauft haben. Was sie dabei vergessen haben zu sagen ist: „Wir nutzen einen C64 für die Effekte!“, versaufen das ganze Budget und drehen einfach mal drauf los. Alles was wir brauchen ist eine Höhle und ein Auto. Den Rest kriegen wir schon hin. Und irgendwann müssen sie folgenden Gedanken gehabt haben: „Das Monster ist ja unsichtbar! Wisst ihr was? Wir zeigen es den ganzen Film lang NICHT! Und wenn es sichtbar ist, dann so kurz so unvorteilhaft im Bild, dass es sowieso niemand erkennt!“.
Und dann muss es irgendjemanden gegeben haben, der gesagt hat: Super! Macht das.

Spannend. Ich glaube, dass die Entstehungsgeschichte von „Unseen Evil“ bzw. „The Unbelievable“ bzw. „Unsichtbar und extrem tödlich“ weitaus spannender wäre, als der Film selbst. Was an sich nicht schwer ist. Der Film ist jenseits von gut und böse. ABER nachdem ich ja erst vor nicht allzu langer Zeit „Earthkiller“ gesehen habe, bin ich ja einiges gewohnt und kann nur sagen: Immerhin ist er witzig.

Was auch hier wieder zutrifft (wie bei „Night Of The Werewolf“ und „Blood Cave“), ist, dass es den Film „Unseen Evil“ bereits seit 2001 gibt und er mit neuem Cover und neuem Titel (eben „Unsichtbar und extrem tödlich“) in den Handel gekommen ist. Um es gleich zu verraten: Die Qualität des Ursprungsmaterials ist schlecht und der deutschensprachigen DVD ist nicht mal eine englische Tonspur gegönnt worden. Das ärgert doppelt. Vielleicht ist der Film in Originalsprache ja sogar ganz gut (war ein Witz), aber die deutsche Synchro macht ihn … nun, ich sage es mal so: WENN ihr euch einen Rosamunde Pichler-Film anseht (obwohl ich keinen Grund wüsste, warum man das tun sollte – achja, genau: die schönen Landschaften *seufz*) und ihr hört definitiv DEUTSCHE Schauspieler sich mit Namen wie „John“ oder „Jason“ ansprechen, dann wirkt das im Vergleich zu dieser Synchro seriös. Im Ernst.

Aber das hat auch sein gutes – immerhin ist man keine Sekunde lange geneigt den Film ernst zu nehmen (was nicht gut ausgehen könnte!) und so zaubert die Übersetzung und vor allem die Betonung der Sprecher – dem geneigten Seher immer wieder ein breites Grinsen ins Gesicht. So schlimme Dialoge hab ich schon lange nicht mehr gehört.

Die Schauspieler sind okay, vor allem Parkranger Tim Thomerson (Sprecher von Cryus aus „Saints Row The Third“) ist super, wird aber verschenkt. Auf das Drehbuch gehe ich einfach nicht ein, das ist ein Witz sondergleichen. Das positivste an dem Film ist, dass er einfach so schlecht ist, dass die meiste Zeit ein breit grinsendes, ungläubiges Kopfschütteln gut dazu passt. Das Ende des Films war dann doch überraschend unterhaltsam und witzig (ich meine die letzten zwei Minuten).

Alles in allem eine Frechheit von einem Film, der einen gewissen Unterhaltungswert für Freunde von wirklich schlechten Filmen, besitzt. Und unglaublicherweise gibt es einen direkten zweiten Teil namens „Alien 3000“ mit – was sonst? – Lorenzo Lamas. Das muss man sich mal vorstellen.

„Unsichtbar und extrem tödlich“ bekommt von mir 3 von 10 nur zur Schadenfreude anschaubare Punkte.

Best of Worst Case-Urteil (Trashfaktor: 8):
So schlecht, dass es schon wieder gut ist. Ehrlich. Oder weh tut. Hängt von eurem Tageszustand ab. Unterhaltsam aufgrund der schlechten Synchro, die teilweise wirklich witzig ist.

Fazit: Grottenschlechter Film. Aber unterhaltsam.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.