Criminal Minds: Suspect Behavior (Neue Serie)

Innerhalb der Verhaltensanalyse-Einsatzteams des FBI, gibt es besonders schnell operierende Truppen, sogenannte Red Cells. Diese nicht auf traditionelle Art und Weise arbeitenden Einheiten funktionieren außerhalb der üblichen Bürokratie und schicken ihre Berichte ausschließlich direkt an den Direktor des FBI. Sam Cooper (Forest Whitaker) leitet eine dieser Gruppen mit vier ihm unterstellten Spezialagenten, die zwar nicht immer den üblichen Weg gehen, dafür aber um so effizienter agieren, wenn es darum geht psychisch kranke Täter aufzuspüren.

Criminal-Minds-Suspect-Behavior

Der amerikanische Sender CBS hat es schon wieder getan. Eine weitere erfolgreiche Serie bekommt nun ein SpinOff. Nachdem der Serie JAG die NCIS Ermittler folgten und daraus wiederum NCIS: Los Angeles enstand und nachdem weltweiten Phänomen CSI und seinen Ablegern CSI: Miami und CSI: New York, bekommen nun die Fans von Criminal Minds neues Futter in Form eines zweiten Team mit dem Namen Criminal Minds: Suspect Behavior.

Eingeführt wurden die neuen Agenten in der 18ten Folge der fünften Criminal Minds Staffel mit einem sogenannten „Hintertürpilotfilm“. Wie Bei CSI oder NCIS zuvor werden so neue Gesichter dem Publikum in einer Crossover-Folge präsentiert, nach dem nötigen Feedback wird dann enstchieden, ob diese Schauspieler auch das Zeug haben, eine eigene Serie mit sehr ähnlichem bis gleichen Inhalt zu tragen.

In diesem Fall führt Oscar Preisträger Forest Whitaker als Sam Cooper das neue Team an und reiht sich so nach Namen wie Mark Harmon, David Caruso, Gary Sinise oder Joe Mantegna nahtlos in die Reihe der Kinoschauspieler ein, die durch CBS Serien (wo sonst?) zusätzlich oder auch hauptsächlich ihr Geld verdienen. Whitakers sehr individuelle Spielweise kommt dabei sehr seinem Charakter zu gute, da sich dieser oft direkt vor Ort in die Täter hineinversetzt und auch dementsprechend agiert. Er spielt also eine sehr interessante Figur hier, die äußerlich ruhig wirkt, doch auch den Mut hat Gefühle zu zeigen und innerlich sowieso mit einigen Zweifeln und den damit verbundenen Abgründen zu kämpfen hat.

Ihm zur Seite steht Janeane Garofalo (Mysterie Men, Dogma) alias Beth Griffith, die ich bisher vor allem aus lustigen Rollen kenne, die hier aber beinahe den ernsthaftesten Charakter der Truppe zu besitzen scheint. Sie hat ein bißchen etwas von einer Einzelkämpferin, doch wie sie genau tickt wird man wohl in späteren Folgen noch erfahren. Der Engländer Matt Ryan ist als Exscharfschütze und Kriegsveteran Mick Rawson dabei, der ein großes Ego, viele lockere Sprüche und ein Händchen für ständig neue Dates zu haben scheint. Einiges davon ist aber nur Show, ihm hängen Schatten aus seiner Vergangenheit nach, seine Loyalität Cooper gegenüber geht aber ohne Zweifel bis in den Tod.

Beau Garrett, die zuletzt in Tron Legacy als Michael Sheens Gehilfin Gem einfach nur perfekt aussah und auch die nötige Ausstrahlung dazu hatte, spielt Gina LaSalle, eine sehr natürlich wirkende junge Agentin, die Cooper für sehr talentiert hält und darum in seinem Team haben wollte. Sie bildet so einen schönen Gegenpol zu den schon erfahreneren Leuten, wobei sie in Punkto Selbstsicherheit sich nicht vor ihnen zu verstecken braucht. Michael Kelly schließlich ist Jonathan „Prophet“ Simms, der seinen Spitznamen einem Gefängnisaufenthalt verdankt zu dem er verdonnert wurde, nachdem er einen unbewaffneten Kinderschänder erschossen hatte. Er hat hier bei Cooper seine zweite Chance bekommen und die gedenkt er auch zu nutzen.

Von den Darstellern aus der Originalserie mit dabei ist nur die schrille Computerexpertin Penelope Garcia (Kirsten Vangsness), storytechnisch ist aber alles beim Alten geblieben. Die Geschichte mit den Red Cells sorgt eigentlich nur dafür, dass es schneller geht und man als Zuseher so rascher in die Folgen hineingeworfen wird. Handwerklich ist dabei nichts auszusetzen, der Eindruck dieses Team wäre besser als Andere ist hier meiner Meinung nach ein unbeabsichtigter, Coopers Truppe ist einfach nur untypisch, das ist alles.

Wie bei Criminal Minds wird somit jede Woche ein neuer Minithriller geboten, der oder die Mörder ausgeforscht und hin und wieder wird dabei auch die Hintergrundgeschichte einer der Hauptpersonen behandelt, um sie menschlicher erscheinen zu lassen um so noch besser mitfiebern zu können. Einmal ansehen und von den sehr guten Schauspielern und den spannenden Storys unterhalten werden. Genau das kann man erwarten und es wird auch geboten, der CBS-Spinoff-Siegeszug geht somit in die nächste Runde. Ob Original oder neues Team bleibt somit eigentlich reine Geschmackssache.

Criminal Minds: Suspect Behavior bekommt von mir 7/10 die Abgründe des menschlichen Geistes und das somit ausgelöste Verhalten erforschende Empfehlungspunkte.


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