Middle Men (Filmkritik)

Jack Harris (Luke Wilson) hat ein Talent als Problemlöser – er hilft Unternehmen in Schwierigkeiten. Dummerweise lernt er bei einer seiner Jobs den zwielichtigen Anwalt Jerry Hagerty (James Caan) kennen, der ihn bittet ein paar drogensüchtigen Verlierern (Giovanni Ribisi, Gabriel Macht), die mit einer simplen Idee eine Menge Geld verdient haben, unter die Arme zu greifen. Indem sie erotische Bilder ins Internet gestellt haben, haben sie aber nicht nur einen Haufen Schotter verdient, sondern auch die russische Mafia auf den Plan gerufen. Als dieses Problem endlich gelöst zu sein scheint, tritt auch noch das FBI auf den Plan…

Middle-Men

Die besten Geschichten schreibt ja bekanntlich das wahre Leben – Middle Men ist zumindest inspiriert davon. Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Cristopher Mallick, der hier auch als Produzent tätig war. Für Drehbuch und Regie ist George Gallo verantwortlich, der sich noch am ehesten damit rühmen kann, bei den „Bad Boys“ Filmen am Drehbuch mitgeschrieben zu haben. Dass sein aktueller Film trotz eines relativ geringen Budgets von grade mal 20 Millionen Dollar total floppte (er konnte bis dato nicht einmal 1 Million wieder einspielen), lässt zwar schlimmes befürchten, dies ist jedoch unbegründet.

Middle Men ist ein sehr kurzweiliges Erlebnis. Auch wenn der Film eher, nicht wie der Trailer vermuten ließe, im Bereich Drama und Thriller mit einer kleinen Portion dunklen Humors angesiedelt ist, macht er dennoch irgendwie Spaß. Die Charaktere wirken ausgefeilt und lebendig, während die Handlung in die Breite geht. Vieles passiert im Gegensatz zu vielen Hollywood Produktionen parallel – auf Grund dessen kann man sich als Zuschauer ein Stück weit vorstellen, dass das was man sieht wirklich einem Typen passiert sein kann.

Luke Wilson konnte in letzter Zeit nicht unbedingt durch seine Arbeit glänzen und wahrscheinlich wird er auch nie den Oscar gewinnen. Die Rolle als Jack Harris passt aber ziemlich gut zu ihm. Als normaler Typ erkennt er die großartige Idee der beiden Loser als das was sie ist und findet sich plötzlich in einer anderen Welt wieder, nur um zu spät zu merken, dass er nicht wieder raus kann. Außerdem strahlt er eine gewisse Ruhe aus und behält auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf, ohne dabei überzogen cool zu wirken.

So gut Luke Wilson auch ist, so stehlen Giovanni Ribisi und Gabriel Macht ihm doch dezent die Show. Der eine als Veterinär, der Operationen durchführt um an Schmerzpillen zu kommen, der andere, der die Verwendung von Cola im Windkanal der NASA testet – zusammen bilden sie das perfekte Dreamteam. Obwohl sie sich schon ewig kennen, raufen sie sich wie Kleinkinder oder bauen irgendwelchen Mist – und es ist eigentlich immer komisch. Auch wenn es im Film grundsätzlich um Jack Harris geht, sind diese beiden Spezialisten der Grund sich den Film anzuschauen.

Zu guter Letzt hätten wir da noch James Caan, der endlich wieder einmal das tun darf was er am Besten kann. Als schmieriger Anwalt ist er extrem gut und ein würdiger Antagonist, während die russische Mafia zwar zum fürchten ist, sich aber meist bedeckt hält.

Middle Men ist keine Geschichtsstunde, kann aber dem Zuschauer eine Idee davon geben, wie das XXX ins WWW gekommen ist.

Von mir bekommt der Film 7,5/10 Empfehlungspunke!


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