Takers (Filmkritik)

Die Crew um Gordon Jennings (Idris Elba) ist spezialisiert auf Überfälle, die gelinde gesagt schwierig sind und hält damit die Polizei von Los Angeles in Atem. Gerade als sie die Früchte ihres letzten Bruchs genießen wollen, taucht der frisch aus den Gefängnis entlassene Ghost (Tip Harris) auf, um seine ehemaligen Freunde zu einem einmaligen Coup zu überreden. Er hat nämlich die Route eines Geldtransporters zu einem ganz bestimmten Tag beschafft. Nur dass dieser besagte Tag in fünf Tagen ist und der Cop Jack Welles (Matt Dillon) und sein Partner ihnen bereits auf den Fersen sind.

Takers Film

Der Film bei dem John Luessenhop zum zweiten Mal Regie geführt hat war bereits 2008 soweit fertig, schaffte es aber auf Grund diverser Schwierigkeiten erst im Vorjahr ins amerikanische Kino. Bei uns kommt Takers Anfang April direkt auf die runde Scheibe. Dies ist aber (wieder einmal) kein Grund dem Film nicht doch eine Chance zu geben.

Während man bei der Story keine großen Neuheiten erwarten darf, funktioniert der Film vor allem durch die bunte Zusammenstellung von Charakteren, bei denen einfach die Chemie stimmt. Für das richtige Feeling gibt es noch den einen oder anderen Panorama-Money-Hochglanz-Shot und die passende musikalische Untermalung – was will ein Genrefreund da noch mehr.

Idris Elba hat die wahrscheinlich sympathischste Rolle im Film und zwar einfach deshalb, weil man über seinen Charakter am meisten erfährt – Familienprobleme inklusive. Paul Walker, der mehrfach bewiesen hat wie cool er ist, zeigt auch im Anzug was er kann.

Positiv überrascht war ich von Hayden „sie nannten ihn Skywalker“ Christensen. Der hat zwar auch schon im Film Jumper bewiesen, dass etwas in ihm steckt, in diesem Film aber kann er in Punkto Coolness locker mit seinen Kollegen mithalten. Außerdem, soviel sei hier verraten, stirbt er den coolsten Tod der Filmgeschichte seit langem.

Matt Dillon liefert mit eine der besten Performances im Film ab. Als Cop, der sich derart in seinen Beruf hineinsteigert, dass er fast daran zu Grund geht, wirkt er einerseits authentisch und andererseits schon fast ein wenig irre.

Der Rest der Truppe fällt, weder positiv noch negativ, besonders auf. Nur Mr. Tip T.I. Harris zieht dem Zuschauer stellenweise ein wenig den Nerv. Ob das an seinen eher dürftigen schauspielerischen Leistungen liegt, oder einfach sein Charakter derart angelegt ist, sei an dieser Stelle dahingestellt.

Takers ist kein Film der jemals für den Oskar nominiert sein wird, aber ein solider und ein Tip für Filmfreunde, denen das Genre prinzipiell zusagt.

Ohne große Schwächen bekommt der Film von mir 8/10 Empfehlungspunkte.


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