Die Legende von Aang – The Last Airbender (Filmkritik)

In einer Welt, in der die Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft von den Menschen der vier entsprechenden Nationen kontrolliert werden können, beginnt die Feuernation den Krieg und überrennt die anderen Nationen. Der Einzige, der den Krieg beenden könnte – der sogenannte Avatar – ist verschwunden. 100 Jahre später, stoßen die junge Wasserbändigerin Katara (Nicola Peltz) und ihr Bruder Sokka (Jackson Rathbone) auf eine Eissphäre, in der sich ein junger Luftbändiger namens Aang befindet. Der Feuernation bleibt das natürlich nicht unbemerkt und fängt an Jagd auf Aang zu machen, da sie ihn für den Avatar halten.

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Als der Regisseur M. Night Shyamalan im Jahre 1999 den Film „The Sixth Sense“ fertig stellte, wurde dies sein großer Durchbruch. In den darauf folgenden Jahren hatte er jedoch kein allzu gutes Händchen, was Filme betraf. Sein aktueller Film, der im deutschen einfach „Die Legende von Aang“ heißt, ist der Versuch Shyamalan’s eine Zeichentrickserie auf die große Leinwand zu bringen.

Ich schreibe über diesen Film, ohne jemals die Serie gesehen zu haben. Daher werde ich auch keinen entsprechenden Bezug dazu herstellen können oder wollen.

Wenn man M. Night Shyamalan etwas zugesteht, dann, dass er seinen Projekten immer seinen Stempel aufdrückt und man immer seine Handschrift erkennen kann. Mit einer markanten Art, Geschichten naiv und mit imposanten Bildern zu erzählen, ist auch der aktuelle Streifen etwas besonderes, um nicht zu sagen anders.

Zwar ist anders zu sein, nicht automatisch schlecht (siehe Megablockbuster „Inception„), aber allem Anschein nach, gibt es für Shyamalan’s Filme quasi keine Zielgruppe – zumindest liegt die Vermutung nahe, wenn man sich die Kritiken und Einspielergebnisse so ansieht.

Besonders bitter wäre ein ausbleibender Erfolg für die Leute die „Die Legende von Aang“ mochten, da die Geschichte als Trilogie ausgelegt ist. Inwieweit es möglich ist, sich hier mit der Serie zu trösten, weiß ich nicht, da es Unterschiede zu geben scheint.

Der Film selber erzählt seine Geschichte sehr kurzweilig. Die Action ist sehr „handzahm“, vermutlich um genug Spielraum in den Fortsetzungen zu haben.

Die Optik ist wirklich eine Wucht. Die Effektkünstler von Industrial Light and Magic haben wirklich ganze Arbeit geleistet. Egal ob es um die unterschiedlichen Landschaften geht, oder die Kämpfe, bei dem die einzelnen Elemente eingesetzt werden – es sieht immer großartig aus. Einziger Wermutstropfen ist der 3D Effekt. Zwar ist er nicht wirklich störend, aber auf keinen Fall den Aufpreis wert.

Schauspielerisch haben „die Guten“ vor allem mit einem Problem zu kämpfen: einer kaum vorhandenen Ausstrahlung. Während Nicola Peltz als Katara, auf Grund ihrer Rolle angenehm wirkt und Noah Ringer als Aang irgendwie cool, hat Jackson Rathbone als Sokka so wirklich gar nichts was für ihn spricht.

Da hat die Feuernation weniger Probleme. Dev Patel hat schon in Slumdog Millionaire bewiesen, dass er schauspielern kann. Die Rolle des verstoßenen Prinzen Zuko spielt er sehr gut – man kann ihn beinahe leiden sehen. Trotz allem, glaubt man seiner Rolle aber, dass er eigentlich ein netter Mensch ist, was er allem Anschein nach, ja in den (sollten sie kommen) nächsten Filmen beweisen darf.

Shaun Toub der im Film Zukos Onkel spielt (man hat ihn schon hier und da gesehen, unter anderem hat er eine kleine Rolle im ersten Ironman Film) nimmt die Rolle des Mentors ein. Immer ruhig, und immer wissend was zu tun ist, ist er der Ruhepol des Films.

Dann hätten wir da noch Aasif Mandvi, der als Kommander Zhao schön irre sein darf und Cliff Curtis, der als Feuerlord Ozai eine kleine, aber doch eindrucksvolle Rolle hat.

Da ich beim Nachlesen auf Wikipedia gesehen habe, dass dem Regisseur auf Grund der Besetzung (die Angehörigen der Feuernation werden von Arabern, Süd- und Ostasiaten gespielt, die Hauptcharaktere aber von Weißen) Rassismus vorgeworfen wurde, tue ich hiermit meine Meinung dazu kund: Meine Vermutung diesbezüglich lautet, dass hier mal wieder irgendjemanden langweilig war. Für mich funktioniert die Besetzung wie sie ist. Durch die gleiche Herkunft der jeweiligen Protagonisten, glaubt man dass hier wirklich Nationen gegeneinander kämpfen. Des weiteren reicht ein Blick auf Shyamalan’s Herkunft und das Thema hat sich meiner Meinung nach erübrigt.

„Die Legende von Aang“ ist leichte und vor allem unterschätzte Unterhaltung. Ich persönlich drücke allen Beteiligten die Daumen und hoffe dass die für 2012 geplante Fortsetzung zustande kommt.

Der Film bekommt daher von mir 7/10 Elemente verbiegende Empfehlungspunkte.


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