Inception (Filmkritik)

In einer Nahen Zukunft ist es möglich, in die Träume von Menschen einzubrechen um so Zugriff auf ihre Geheimnisse zu nehmen. Dominic Cobb (Leonardo DiCaprio) ist der Beste in diesem, „Extraction“ genannten, Verfahren. Als er von dem Geschäftsmann Saito das Angebot bekommt für eine noch viel kompliziertere „Inception“, sprich das Einpflanzen eines Gedankens, seine Heimreise zu ermöglichen beginnt für Cobb und sein Team ein Auftrag den sie sich doch etwas leichter vorgestellt hatten.

Inception

Auch als man vom eigentlichen Film noch gar nichts wusste, ließ doch die Konstellation an Können und Talent einen außergewöhnlichen Film erwarten. Mit Christopher Nolan als Regisseur und Produzent, vor der Kamera erstklassige Schauspieler wie Leonardo DiCaprio, Ken Watanabe und Ellen Page (um an dieser Stelle nur ein paar zu nennen) und als akustischer Leckerbissen Hans Zimmer der sich wie immer für die Musik verantwortlich zeigt – da kann einfach nichts schief gehen – und ja der Film erfüllt sämtliche Erwartungen.

Spätestens mit „The Dark Knight“ hatte Christopher Nolan bewiesen, dass er in der Lage ist Filme zu drehen, die nicht nur optisch glänzen, sondern auch den intelligenten Zuschauer ansprechen. Nicht umsonst ist der Film nicht nur einer der finanziell erfolgreichsten Filme (Platz 6 laut IMDB), sondern auch der 12tbeste (wieder laut IMDB).

Wenn Mr. Nolan schon aus einer Figur die einem Comic entstammt etwas so großartiges machen kann, was entsteht dann erst wenn er sein eigenes Material verfilmt? Die Antwort ist ganz einfach: Etwas das man gesehen haben muss. Inception führt den Zuschauer durch eine Geschichte, die sehr vielschichtig, sehr komplex und dadurch dass sie bis ins letzte Detail durchdacht ist, trotzdem bis zum Schluss nachvollziehbar bleibt.

Dabei drückt Christopher Nolan dem Film wieder seinen Stempel auf. Wie beim vorhin erwähnten „The Dark Knight“ beweist er neben einem Talent für Geschichten auch ein Auge für die Optik hat. Trotz seines Budgets von immerhin 160 Millionen Dollar und zahlreicher Spezialeffekte wirkt der Film nie wie eine Sinnlose Effektschlacht – immer kommen die Handlung und die darin vorkommenden Protagonisten zuerst.

Auch bei der Auswahl der Schauspieler wurde sehr gute Arbeit geleistet. Leonardo DiCaprios Charakter erinnert ein wenig an seine letzte Rolle in „Shutter Island“ und trotzdem (oder genau deswegen) wirkt es als wäre sie für ihn geschrieben worden. Man merkt einfach, dass seit seiner Rolle auf einem sinkenden Schiff viel Zeit vergangen ist, in der immer wieder sein Talent unter Beweis gestellt hat.

Ellen Page als quasi weibliche Hauptrolle braucht ihr Talent auch nicht mehr zu beweise, das hat sie mit Filmen wie „Hard Candy“ und „Juno“ zur genüge getan. In Inception ist sie viel mehr als nur ein möglicher optischer Aufputz (dafür sieht sie trotz ihrem Alter von 23 Jahre meiner Meinung nach zu jung aus) sondern steht zu ihrer Meinung und gibt Leo so auch mal kontra wenn es sein muss.

Dann hätten wir noch Joseph Gordon-Levitt (G.I. Joe), Tom Hardy (Star Trek: Nemesis), Ken Watanabe (The Last Samurai) und Cillian Murphy (Batman Begins) die allesamt einen großartigen Job machen.

Inception wurde schon vor dem Erscheinen des Filmes, als der Film des Jahres gefeiert. Nach all der Euphorie habe ich den Film mit einer kleinen Verspätung nun auch gesehen und muss sagen, es stimmt und der Film ist das Beste, was ich seit langem auf der großen Leinwand gesehen habe.

Von da her bekommt der Film von mir 9/10 Empfehlungspunkte.


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