Percy Jackson – Diebe im Olymp (Filmkritik)

Percy Jackson (Logan Lerman) ist ein normaler Junge, der mit seiner Mutter und seinem Stiefvater ein relativ normales Leben führt. Was er nicht ahnt ist, dass er in Wirklichkeit ein Sohn Poseidons und damit ein Halbgott mit besonderen Fähigkeiten ist. Als eines Tages der Herrscherblitz des Zeus gestohlen wird, fällt der Verdacht auf Percy. Mit Müh und Not kann er sich in ein Camp für Halb-Götter retten – ihm bleibt aber nicht viel Zeit immerhin gilt es nicht nur die eigene Haut, sondern die ganze Menschheit zu retten. Gemeinsam mit seinem Freund Grover (Brandon T. Jackson), einem Satyr und Annabeth (Alexandra Daddario), einer Tochter der Athene versucht Percy den Herrscherblitz zu finden und ihm seinem Besitzer zurückzubringen.

Percy Jackson Film

Percy Jackson ist ursprünglich eine Romanfigur aus der Feder des amerikanischen Schriftstellers Rick Riordan. Insgesamt gibt es bereits fünf Bücher, wobei nur die ersten drei auf dem deutschen Markt erschienen sind. Und ja ich muss zugeben, ich war mehr als skeptisch als ich realisiert habe worum es in dem Film eigentlich geht.

Einen Hollywood-Streifen der in der griechischen Mythologie angesiedelt ist hat es meines Wissens schon länger nicht mehr gegeben. Deswegen war es durchaus interessant zu sehen wie der Film funktioniert – wobei ich gestehen muss ich habe die Bücher nicht gelesen. In manchen Kritiken die ich vorab gelesen habe, wurde Percy Jackson zudem mit Harry Potter verglichen, was ich absolut nicht nachvollziehen kann.

In Zeiten in denen man als Freund des guten Filmes beinahe jede Geschichte schon einmal in einer anderen Form gesehen hat, ist die Geschichte des Halbgottes Percy insofern gut gemacht weil es einmal etwas anderes ist. Zwar sind einige Wendungen im Film leicht zu erraten, aber aufgrund dessen, dass das Thema sehr exotisch anmutet, hat man nie das Gefühl genau zu wissen was gleich kommt.

Die Action war rasant inszeniert (ohne zu viel verraten zu wollen), vor allem der Kampf gegen die Hydra mit fliegenden Turnschuhen und der finale Showdown sind einfach „KickAss“. Die Effekte sind wirklich cool, fast immer gut gemacht und lassen den Zuschauer in Percys fantastische Welt eintauchen.

Was ich für einen Film mit einer Altersfreigabe ab 12 etwas zu krass fand, war Medusas abgetrennter Kopf. Gut er wurde nur rausgeholt wenn es wirklich wichtig war, aber ich finde diesen Anblick nicht gerade kinderfreundlich – und die sollen ja anscheinend die Zielgruppe sein.

Logan Lehrman alias Percy konnte mich nicht hundertprozentig überzeugen. Zwar spielte er technisch einwandfrei, aber für eine gute schauspielerische Leistung fehlt ihm das letzte Bisschen. Gerade die emotionalen und traurigen Momente will man ihm nicht so wirklich glauben.

Bei Alexandra Daddario alias Annabeth sieht es ähnlich aus. Da sie aber die Tochter der Athene (Göttin der Weisheit und der Kriegskunst) ist, funktioniert ihre kühl wirkende Art um einiges besser als bei ihrem männlichen Gegenpart. Derjenige der am längsten in Erinnerung bleiben wird ist wahrscheinlich Brandon T. Jackson der als ziegenbeiniger Freund Grover mit seinen flotten Sprüchen für Kurzweile sorgt.

Sean Bean, Pierce Brosnan und Uma Thurman sind allesamt gute Schauspieler, dennoch waren ihre Auftritte in diesem Film zu kurz um eine wirklich gute schauspielerische Leistung zu erbringen – wobei noch am ehersten Sean Bean als Zeus einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Kevin McKidd als Poseidon (der eine oder andere kennt ihn vielleicht aus Greys Anatomy) schafft es am Ende sogar trotz geringer Screentime die menschliche Seite eines Gottes zu zeigen.

Ich hoffe das es auch die anderen Teile auf die Leinwand schaffen. Mir hat der Film sehr gut gefallen – daher auch 8/10 Empfehlungspunkte!


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