Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen – Sea of Monsters (Filmkritik)

Vor langer Zeit gab Thalia ihr Leben um ihre Kameraden im Halbgottcamp zu retten. Ihr Vater Zeus ließ zu ihren Ehren einen Baum wachsen, der ab diesem Zeitpunkt alle Halbgötter mittels einer magischen Barriere beschützen sollte.

Als das Camp eines Tages angegriffen wird stellt sich heraus, dass der Baum von Luke (Jake Abel), Sohn des Hermes, vergiftet wurde. Um alle Halbgötter zu schützen wird Clarisse (Leven Rambin), Tochter des Ares, auserwählt um das goldene Vlies zu finden. Angeregt durch eine Prophezeiung macht sich Percy Jackson (Logan Lerman) mit seinen Freunden ebenfalls auf die Suche nach dem Vlies und versucht dabei ganz nebenbei Lukes finstere Pläne zu vereiteln. Die bedeuten nicht nur das Ende für den Olymp, sondern auch das Ende für alles sterbliche Leben.

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Bereits 2010 wurde das erste von insgesamt fünf Percy Jackson Abenteuern, die bereits in Buch Form erhältlich sind, verfilmt. Irgendwie hatte man vermutlich gehofft hier ein neues Franchise zu erschaffen, da jedoch der erhoffte finanzielle Erfolg ausblieb (auch wenn der Film prinzipiell finanziell erfolgreich war), war es lange Zeit unsicher ob ein weiteres von Percys Abenteuer seinen Weg auf die große Leinwand finden würde.

Irgendwann hat man sich dann anscheinend doch durchgerungen es noch einmal zu versuchen und das zweite große Abenteuer des sympathischen Halbgottes findet jetzt, immerhin drei Jahre später, seinen Weg auf die große Leinwand. Die Besetzung ist im Wesentlichen gleich geblieben, dennoch hat sich etwas geändert – und diese Änderung dürfte in erster Linie hinter der Kamera zu finden sein.

Regie bei „Im Bann des Zyklopen“ führte der bis jetzt eher unbekannte Thor Freudenthal (nicht zu verwechseln mit einem Marvel-Helden der bereits des Öfteren in diversen Filmen zu sehen war). Die Art wie hier kompromisslos auf eine actionreiche Inszenierung gesetzt wird, erinnert entfernt an die letzten James Bond Filme und versucht dabei darüber hinweg zu täuschen, dass es sich hierbei um die Verfilmung eines Kinderbuches handelt.

Während sich „Diebe im Olymp“ genug Zeit ließ, um eine Geschichte zu erzählen und diese wirken zu lassen, geht die Fortsetzung hier konsequent einen anderen Weg. Leider kann der neue Stil in Punkto Erzählweise nicht über den Ursprung der Geschichte (Kinderbuch…) hinwegtäuschen. Obwohl es regelmäßig eng für Percy und seine Begleiter wird ist es dennoch nie hundertprozentig spannend, da man guten Gewissens davon ausgehen kann, dass hier niemand zu Schaden kommt.

Ein weiterer Grund warum man sich mit der Geschichte vielleicht etwas mehr Zeit hätte nehmen sollen, ist der Humor. Die lustigen Momente können unter diesem Zeitdruck einfach nicht wirken, da man in dem Moment in dem man das Bedürfnis hat zu lachen, schon wieder die nächste Szene vorgesetzt bekommt.

Von Seiten der Schauspieler war es schön wieder Logan Lerman (als Percy Jackson), Alexandra Daddario (als erblondete Annabeth) und Brandon T. Jackson (als Rover) wieder vereint zu sehen. Jake Abel gibt einen ausgezeichneten Bösewicht und hinterlässt als Luke einen bleibenden Eindruck. Bei den Neulingen hatte vor allem Leven Rambin (Die Tribute von Panem) als Tochter des Ares eine der lustigeren Rollen, während Douglas Smith als Tyson es eher schafft, den Zuschauer zu nerven als ihn zu unterhalten.

Ein Blick in den Olymp bleibt dem Zuschauer dieses Mal verwehrt, dafür darf man Hermes (göttlich gespielt wie immer durch Nathan Fillion) kurz bei der Arbeit besuchen. Optisch möchte ich in aller Kürze festhalten, dass man hier versucht hat deutliche mehr Elemente, die entweder der griechischen Mythologie oder der Fantasie des Schriftstellers entstammen, einzubauen. Dies ist den Verantwortlichen auch gelungen, dennoch kann man sich unabhängig davon die 3D Version des Films gerne sparen.

Abschließend möchte ich festhalten, dass der Film „Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen“ aller Kritik zum Trotz eine gelungene, wenn auch nicht perfekte, Fortsetzung ist. Das Ende lässt Spielraum für einen dritten Teil offen, wobei dieser aus jetziger Sicht eher unwahrscheinlich erscheint.

Der Film bekommt von mir 7,5/10 alle (Un)sterblichen rettende Empfehlungspunkte.


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