War, Inc. (Filmkritik)

Weil der Energieminister des Staates Turakistan eine Pipeline ohne die Zustimmung des allmächtigen amerikanischen US-Konzerns Tamberlane bauen will, entsendet dessen Vizepräsident (Dan Aykroyd) den Auftragskiller Hauser (John Cusack) um den Energieminister zu töten. Als Tarnung gibt er vor, die Hochzeit von Orient-Sternchen und Popsängering Yonica Babyyeah (Hillary Duff) zu organisieren. Zu allem Übel macht ihm auch noch eine Enthüllungsjournalistin (Marisa Tomei) schöne Augen, die versucht Tamberlanes Machenschaften aufzudecken.

War-Inc

War Inc. reiht sich in der Gruppe der Filme ein die es unverdienter Weise nicht ins Kino geschafft haben. Dabei weiß der mit einem Budget von gerade mal 5 Millionen Dollar produzierte Anti-Kriegsfilm durchaus zu überzeugen. So wird die real-düstere Atmosphäre mit einer gewaltigen Priese schwarzen Humors und jeder Menge Werbematerial vermischt (von Plakaten bis Aufklebern auf Panzern) und ergibt ein extrem schräges Ganzes. So wird zum Beispiel eine Präzisionsrakete die auf Grund einer Fehlfunktion das falsche Haus wegpustet nur mit einem Schulterzucken gewürdigt. Allerdings scheint sich das Konzept nicht für jeden zu erschließen, denn War Inc. war trotz der relativ geringen Produktionskosten ein finanzielles Desaster an den Kinokassen.

Dass John Cusack ein toller Schauspieler ist brauche ich wohl keinem erzählen der Ahnung hat. Dass gerade dieser Film ein finanzielles Desaster war (er hat in den Kinos nur eine halbe Million eingespielt) ist zwar bitter aber nicht seine Schuld. Er spielt die Rolle des Hausers mit einer gewissen Niedergeschlagenheit und hat von Anfang an die Sympathie des Zuschauers. Ich für meinen Teil wünsche mir öfters mal wieder etwas von ihm zu hören. Wenn er beispielsweise mit einem Korkenöffner zu Walzerklängen schwere Jungs fertig macht, ist das zudem gut inszeniert und hat beinahe etwas poetisches.

Marisa Tomei macht als Journalistin eine gute Figur. Am Anfang ist es zwar eher ihre Aufgabe hübsch auszusehen, doch sie entwickelt sich ganz ansehnlich. Hillary Duff als Britney Spears des Ostens habe ich nur erkannt weil ich gewusst habe dass sie mitspielt und liefert mit Joan Cusack eine wirklich schräge Vorstellung ab. Zu guter Letzt erwähnt sei Ben Kingsley, der zwar nicht wirklich viel Screentime hat, dafür aber eine Performance abliefert die wage an „Schindlers Liste“ erinnert.

Von mir bekommt der Film 7/10 düstervisionären Empfehlungspunkten.

Zitat: Ich stehe darauf Menschen zu töten wie jeder andere auch, aber ich habe mich verpflichtet nur die Bösen zu töten.


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