A Little Trip to Heaven (Filmkritik)

Wir schreiben das Jahr 1985. Abe Holt (gespielt von Forest Whitaker) arbeitet für die Versicherung Quality Life, die mit allen möglichen Tricks versucht ihre Kunden um ihre Prämien zu bringen. Als der gesuchte Verbrecher Kelvin Anderson bei einem Autounfall stirbt und seine Schwester Isold (gespielt von Julia Stiles) die Versicherungssumme in der Höhe von einer Million Dollar ausgezahlt bekommen soll, wird Abe Holt in die verschneite Kleinstadt Hastings geschickt. Da bei dem Unfall Kelvin´s Leiche bis zu Unkenntlichkeit verbrannt ist, muss Abe herausfinden, ob es sich nicht vielleicht um eine andere Leiche und somit einen geschickt inszenierten Betrug handelt.

A Little Trip to Heaven ist ein kleiner, schmutziger Thriller der eine sehr langsame, fast elegische Erzählweise hat. Die Farbtöne in denen der Film gehalten ist erzeugen eine ganz eigene Stimmung. Die Trostlosigkeit und Kälte die die Kleinstadt Hastings ausstrahlt sind von Anfang an zu spüren. Forest Whitaker taucht in diese Welt ein und man merkt, dass er sofort dazugehört. Aber auch Platz für Hoffnung gibt es in der Form von Julia Stiles, die mit ihrem Sohn aus dieser seltsamen emotionslosen Gegend und vor ihrem brutalen Ehemann flüchten will.

Einige Szenen und Schnitte erzeugen ein surreales Gefühl beim Betrachten, was diesem kleinen Trip in den Himmel zusätzlich etwas sehr Eigenes gibt. Insgesamt ein Film für einen verregneten Herbstnachmittag den man alleine vor dem Fernseher verbringt, das ist genau die Stimmung für diesen Film, den ich mir nie bei strahlenden Sonnenschein ansehen würde – wäre einfach zu viel Kontrast.

Am Ende noch ein Spruch aus dem Film sagen wir mal über das Leben.
Thor:“Warum ist Gott so weit weg im Himmel und der Teufel so nahe in der Erde?“
Isold:“Weil es viel leichter ist sich hinzulegen als zu fliegen.“

A Little Trip to Heaven bekommt von mir 6,5/10 einsame, versicherte Empfehlungspunkte


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