Underworld: Aufstand der Lycaner – Rise of the Lycans (Filmkritik)

Der junge Lycaner Lucian (Michael Sheen) und Vampirin Sonja (Rhona Mitra) haben eine geheime, höchst gefährliche Beziehung. Eine Vermischung der Blutlinien ist streng verboten. Victor (Bill Nighy), Sonjas Vater, wird zunehmend misstrauisch und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis das Paar auffliegt. Doch dann gelingt Lucian die Flucht und er bittet Sonja ihm zu folgen…

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„Underworld: Rise of the Lycans“ ist das Pre- bzw Sequel von „Underworld“ und „Underworld: Evolution“. Die ersten beiden Teile sind eher wenig anspruchsvolle Vampir-Action-Filme und in diesem Teil wird die Geschichte des von Michael Sheen gespielten Lycaners Lucian erzählt.

Regie führte diesmal nicht Len Wiseman (Total Recall), sondern er übergab an Special-Effects-Spezialist Patrick Tatopoulos (er war für die Effekte der ersten beiden Filme verantwortlich), der damit sein Debut ablieferte. Dieser nahm die Elemente, die diese Serie so erfolgreich machten, wie die blaustichigen Bilder und die Goth-Optik, was „Rise of the Lycans“ zu einer stimmigen Ergänzung der Film-Reihe macht. Bei den Action-Szenen zeigen sich aber die Defizite von Tatopoulus, denn diese sind sehr unübersichtlich geraten und es ist kaum möglich diesen zu folgen.

Die Handlung wird über 1000 Jahre in die Vergangenheit verlegt. Gezeigt wird unter anderem die Geschichte der Versklavung der Lycaner. Diese werden von den Vampiren als Beschützer während des Tages benutzt. Doch die Lycaner beginnen sich zu wehren und es entsteht der Krieg zwischen Vampiren und den Werwölfen, von dem Fans der ersten beiden Filme schon gehört haben. Freilich nimmt das die Möglichkeit, den Zuseher wirklich zu überraschen, denn man weiß über den Ausgang des Krieges und dessen Auslöser Bescheid.

Michael Sheen (Masters of Sex) als Lucian war einer der besten Teile von „Underworld“ und ich freute mich sehr, dass dieser Charakter einen eigenen Film bekam. Lucian ist der erste Werwolf, der auch menschliche Gestalt annehmen kann und damit der erste seiner Art der Lycaner genannt wird. Anfangs findet er sich mit seinem Status ab, doch als der sich in die schöne Sonja verliebt, beginnt er seine Situation zu hinterfragen und erkennt, dass er kein Sklave sein will.

Rhona Mitra (Highwaymen) übernimmt von Kate Beckinsale die weibliche Hauptrolle und spielt Sonja, die Tochter des Vampir-Ältesten Victor. Mitra ist meiner Meinung nach nicht die beste Schauspielerin, doch hier konnte sie durchaus überzeugen, wenngleich die Rolle natürlich auch nicht sonderlich anspruchsvoll ist. Gerade neben Bill Nighy oder Michael Sheen wirkt sie aber eher hölzern. Sie verliebt sich in Lucian und beginnt eine heimliche Beziehung mit ihm, was ein absolutes No-Go für einen Vampir ist.

Bill Nighy (About Time) spielt wieder die Rolle des Victor. Nighy spielt die Rolle mit so viel Engagement, dass er stellenweise schon ins Overacting abgleitet. Man sieht wie verachtenswert er eigentlich ist. Steven Mackintosh (Kick-Ass 2) spielt wieder den Vampir-Historiker Andreas Tanis. Diesen Charakter mochte ich schon vorher gerne.

Fazit: „Underworld: Rise of the Lycans“ fügt sich gut in die Film-Reihe ein, bietet daher aber auch keinerlei Neuheiten. Es wird eine bereits vorab bekannte Geschichte erzählt, was handlungstechnisch nur wenig Spielraum ließ und den Film vorhersehbar macht.

Dieser Film bekommt von mir 6/10 nicht mehr versklavten Punkten.


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