Special Correspondents (Filmkritik)

Frank Bonneville (Eric Bana) ist ein erfolgreicher Radio-Journalist, der bei seiner Arbeit gerne mit dem Gesetz in Konflikt kommt. Sein Boss schickt ihn nach Süd-Afrika und stellt ihm den Techniker Ian Finch (Ricky Gervais) zur Seite. Dumm nur, dass die beiden ihr Flugticket und den Pass verlieren. Aus einer gewissen Not heraus, beschließen die zwei aus dem Apartment zweier Freunde zu berichten.

Special Correspondents Netflix Film

Dieser Film ist das amerikanische Remake eines Films mit dem Titel „Envoyés très spéciaux“, was übersetzt „Special Correspondents“ bedeutet. Aufgegriffen wurde die Idee dann von Ricky Gervais (Muppets: Most Wanted), der nicht nur für Regie und Drehbuch verantwortlich war, sondern auch eine der beiden Hauptrollen übernommen hat. Interessant hier ist, dass Netflix die Vertriebsrechte erworben hatte.

Zu Beginn wird Frank Bonneville eingeführt, der alles dafür tut um der Erste zu sein, der über eine heiße Geschichte berichten kann. So gibt sich Bonneville schon mal als Polizist aus und auch wenn er mit seiner Masche Erfolg hat, ist er seinem Boss ein Dorn im Auge. Der schickt ihn, gemeinsam mit dem Techniker Ian Finch, nach Süd-Afrika um über den dortigen Konflikt zu berichten.

Ian ist kürzlich von seiner Frau verlassen worden. Nachdem ihm Frank gut zugeredet hat, wirft er allerdings nicht den Brief an seine Frau weg, sondern sämtliche Reisedokumente. Um der Blamage zu entgehen, quartieren sich die beiden bei Bekannten ein und berichten über die Situation in Süd-Afrika, obwohl sie eigentlich keine Ahnung haben.

Natürlich eskaliert die Situation, die ganze Welt glaubt die beiden wären entführt worden und irgendwann müssen die zwei wirklich nach Süd-Afrika, wo sie dann auch wirklich entführt werden. Man merkt, dass es Gervais Plan war einen Film zu inszenieren, der nicht nur amüsant ist, sondern zusätzlich dramatische und romantische Elemente aufweist.

Die Art der Erzählung funktioniert dann gut, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich unsere Protagonisten auf den Weg nach Süd-Afrika befinden. Die Überfahrt als kurze Montage zu inszenieren zeugt bereits davon, dass man nicht die finanziellen Mittel hatte, um das letzte Drittel glaubhaft zu inszenieren. Daher wirkt der kurze Aufenthalt mit echter Entführung später alles andere als authentisch.

Eric Bana (Star Trek) wirkt als Frank Bonneville überzeugend. Er ist redegewandt, sich seines Charmes bewusst und aus diesem Grund scheinbar ein Frauenversteher. Er stichelt gerne auf seinen Kollegen Ian Finch, wobei man hier und das Gefühl hat, er würde es verdienen. Ricky Gervais als Ian Finch wirkt dabei ein wenig deplatziert, obwohl er sich hier selbst inszeniert hat.

Ja, Ian wirkt sympathisch, scheint aber, wenn es um die lustigen Momente geht, doch ein großes Stück hinter den Möglichkeiten zu liegen. Gervais inszeniert seine Rolle als den Übernerd, der Comics und Comic-Figuren sammelt, Videospiele spielt und noch nichts von der Welt gesehen hat. Damit hat Gervais mehr Klischees in seiner Rolle vereint als gut für sie ist.

Da ist es auch kein Wunder, dass Ian von seiner Frau Eleanor (Vera Farmiga – Der Richter) verlassen wird, die sich mehr von der gemeinsamen Beziehung erwartet hätte. Aus diesem Grund nutzt die nach dem Verschwinden ihres Mannes die Gunst der Stunde, um berühmt zu werden.

Alles in allem ist „Special Correspondents“ eine interessante Komödie, die mit Drama und Romantik überzeugen will. Leider ist die Geschichte nicht so lustig wie sie sein könnte und hat mehr Klischees als nötig gewesen wäre.

Der Film „Special Correspondents“ bekommt dennoch 6,5/10 aus dem Wohnzimmer berichtende Empfehlungspunkte.


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