Socom: Special Forces (Game Review)

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Kaum erst haben wir „Killzone 3“ in allen Schwierigkeitsstufen durchgespielt, legt Sony schon den nächsten Exklusiv-Shooter für die PS3 vor. Wieder handelt es sich um den jüngsten Ableger einer Serie; alte Hasen unter den Gamern kennen „Socom“ bereits aus PS2-Zeiten. Das erste Mal erschien ein „Socom“-Titel anno 2002.

An die Gesamtqualität von „Killzone 3“ kommt das neue „Socom: Special Forces“ nicht heran. Zwar spielt „Socom“ in Sachen Plot einige Trumpfkarten aus und überflügelt damit das storymäßig schwache „Killzone“. Was aber Optik, Musik, Gameplay und Steuerung angeht, befindet sich „Killzone“ schlicht in einer anderen, höheren Klasse.

„Socom: Special Forces“ versucht, nicht nur die Aufgabenstellungen einer Elite-Einheit realitätsnah wiederzuspiegeln, sondern auch den Zusammenhalt unter den Soldaten ins Spiel einzubinden. Man ist daher stets im Team unterwegs. Die Interaktion mit den Kameraden ist einer der Eckpfeiler des Titels und macht die Handlung persönlicher und unmittelbarer.

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Die Einheit ist in zwei Teams unterteilt, die auf die Befehle des Spielers angewiesen sind. Team Blau besteht aus zwei MG-Schützen, während Team Gold durch Scharfschützen gestellt wird, die für taktische Missionen das Um und Auf sind. So lässt sich Team Gold vorschicken, um die Feinde dann plötzlich mit dem Team Blau zu überraschen, das sich im Hintergrund in Position gebracht hat.

Die Steuerung überlässt dem Spieler die Wahl, ob er den klassischen Controller oder die Move-Technik nutzen möchte. Letztere macht im Großen und Ganzen einen guten, aber nicht perfekten Eindruck. Auch hier war „Killzone 3“ einen Schritt weiter. Denn schon in der Menüführung erweist sich die Belegung der Knöpfe als wenig intuitiv, was sich ins Gameplay hinein zieht.

Die Tasten „X“ und „O“ hätten (bei Verwendung der Move-Controller) weniger zentrale Funktionen erhalten sollen. Leichter hätten die Entwickler auch das Granatenwerfen gestalten können. Diese müssen nämlich ohne erkennbaren Wurfbogen geschleudert werden, was es schwierig macht, Treffer zu landen, ohne auf die Faktoren Zufall und Glück angewiesen zu sein.

Sehr gelungen sind die Koop-Modi von „Socom: Special Forces“ namens „Eliminierung“ und „Spionage“. Besonders toll: Das Verhalten der Gegner lässt sich dem eigenen Geschmack anpassen. Wer am liebsten ganze Scharen von Feinden niederstreckt, erhöht einfach ihre Anzahl; wer am liebsten außergewöhnlich kluge Kontrahenten hat, kann ihre künstliche Intelligenz hochschrauben.

Einen sehr ausgereiften Eindruck hinterlassen die vier Multiplayer-Modi. Bis zu 32 Spieler sind möglich, was zwar ein Rückschritt von früheren „Socom“-Inkarnationen ist (256 Spieler), aber in der Praxis völlig ausreicht. Das etwas hektische „Team Deathmatch“ trifft auf den „Bomb-Squad Mode“, der auf strategisches Vorgehen setzt und den Einsatz von Headsets fast zwingend voraussetzt. Die Modi „Uplink“ und „Last Defense“ komplettieren das Bild.

Allgemein ist „Socom: Special Forces“ ein Titel, der es erlaubt, mit Hirn gespielt zu werden. Shooter-Fans, denen eine durchdachte Handlung und Teamwork wichtig sind, sollten an ihm daher Gefallen finden – selbst wenn Grafik und Musik nichts wirklich Besonderes sind. Wir vermachen dem Spiel 7,5 von 10 (manche Granaten leider daneben werfende) Empfehlungspunkten.


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