Star Trek (Filmkritik)

Als der zeitreisende Romulaner Nero (Eric Bana) die U.S.S. Kelvin zerstört, bei der auch Captain Kirks Vater ums Leben kommt, erschafft er dadurch auch eine alternative Zeitlinie die schwerwiegende Folgen hat. In dieser Version wächst Kirk (Chris Pine) bei seinem Onkel auf und hat Probleme damit seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Schließlich gelingt es Captain Pike (Bruce Greenwood) dem jungen Kirk ins Gewissen zu reden und ihn für eine Karriere bei der Sternenflotte zu begeistern. Dort lernt er seinen Freund „Pille“ McCoy (Karl Urban) und Spock (Zachary Quinto) kennen, wobei er mit letzterem so seine Probleme hat. Nachdem man einen Notruf vom Planeten Vulkan erhalten hat ist es an der Zeit über sich hinaus zu wachsen und sich einem übermächtigen Gegner zu stellen…

Star Trek Film Cast

Der Weltraum – unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Als Mitte der 60er ein Mann namens Gene Roddenberry Star Trek und damit die Abenteuer der Enterprise und ihrer Crew ins Fernsehen brachte hätte sich warscheinlich niemand träumen lassen welche Formen das Ganze eines Tages annehmen sollte.

Einige Serien und Filme später schien es beinahe so als hätte Roddenberrys Vision seine besten Zeiten hinter sich. Die Abenteuer von Captain Archer wurden bereits nach vier Staffeln abgesetzt und auch der letzte Film war finanziell nur wenig erfolgreich. Inspiriert durch mehrere erfolgreiche „Reboots“ entschied man, dass es wohl das Beste sei sich auf seine Stärken zu konzentrieren und noch einmal ganz von vorne zu beginnen.

Man beauftragte also Mr. Bad Robot aka. J.J. Abrams mit einer Neuauflage und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Abrams hat es geschafft den Film einerseits für Nicht-Trekkies interessant zu machen andererseits werden dabei auch die Fans der ersten Stunde nicht vor den Kopf zu gestoßen. Aber nun zum Wesentlichen: dem Film.

Der Film beginnt ganz am Anfang. In den ersten Szene sieht man eindrucksvoll unter welchen Umständen James T. Kirk zur Welt kommt, man sieht Szenen aus seiner und Spocks Kindheit und baut so von Anfang an eine gewisse Bindung zu den Protagonisten auf. Dabei kommt die Action nie zu kurz und an Stellen wo weniger los ist kaschiert man erstklassig mit gelungenen Dialogen und einer funktionierenden Situationskomik.

Man weiß ja dass J.J. Abrams neben ausgefallenen Charakteren ein Talent für die optische Aufbereitung hat und so war spätestens nach den letzten Trailern klar, dass der Film einfach nur geil aussehen wird. Um es einmal vorsichtig zu formulieren: Man weiß nach dem Schauen des Films wohin ein großer Teil des mit 150 Millionen Dollar angesetzten Budgets hingeflossen ist. ILM hat die Enterprise und alles was dazu gehört einer ordentlichen Verjüngungskur unterzogen und schrammt mit manchen Designs nur knapp am Kitsch vorbei. In Verbindung mit dem Soundtrack, ich sage nur Beastie Boys – Sabotage, bekommt das Ganze eine Runde Form.

Als langjähriger Fan (um nicht zu sagen ein Fan der ersten Stunde) ist man im Falle eines Reboots immer skeptisch ob die neue Crew es schafft der Alten gerecht zu werden. Bei Star Trek hat man es tatsächlich geschafft die Mannschaft so neu zu besetzten dass man innerhalb kürzester Zeit im Film die wiederfindet, die man früher schon immer gemocht hat.

Chris Pine verkörpert die Rolle des aufmüpfigen Rebellen, der seine Probleme mit Autorität hat und schließlich in einer Situation wo es um Alles oder Nichts geht über sich hinaus wächst erstklassig. Das Selbe gilt für Zachary Quinto. Zwar hat er in irgendeinem Interview angegeben sich in seiner Rolle nicht an Leonard Nimoy zu orientieren aber in ihm erkennt man ab dem ersten Moment den Charakter vergangener Tage.

Mr. Nimoy, der ja in seiner Rolle als „alter“ Spock zu sehen ist, vermittelt trotz seiner langen Leinwand-Abstinenz das Gefühl als würde er schon immer auf die große Leinwand gehören. Karl Urban überzeugte in seiner Rolle als Doc mit Flugangst der ganz nebenbei immer einen flotten Spruch auf Lager hat und ist trotz seiner fähigen Kollegen – und es machen wirklich alle ihre Sache sehr gut – sicher der herausstechenste Charakter im Film.

Der Einzige der bedingt durch die Tatsache dass man es mit der Einführung der Protagonisten sehr genau nimmt etwas zu kurz kommt ist Eric Bana. Trotz der Tatsache dass er mal eben aus Rache einen ganzen Planeten in die Luft pustet fehlt im doch irgendwie das bedrohliche bzw. funktioniert seine Figur aus diesem Grund gerade mal so.

Am Ende noch ein kleines Zitat vom „alten“ Spock über wahre Freundschaft.
„Jim, you were and always will be my friend“!

Von mir bekommt der Film Warpfaktor 9,5/10 „beam me up Scotty“ Empfehlungspunkten.


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