Bad Neighbors 2 – Neighbors 2: Sorority Rising (Filmkritik)

Mac (Seth Rogen) und Kelly Radner (Rose Byrne) bekommen in Kürze ihr zweites Kind und wollen sich ein größeres Haus kaufen. Für ihr altes Haus haben sie auch schon einen Käufer. Der hat jedoch die Möglichkeit innerhalb der nächsten dreißig Tage vom Kaufvertrag zurückzutreten, sollte er etwas zu beanstanden haben. Zum Pech der Radners zieht nebenan eine Schwesternschaft, geleitet von Shelby (Chloë Grace Moretz) ein und hat nur eins im Sinne: Party!

Bad Neighbors 2

Als „Bad Neighbors“ 2014 in die Kinos kam, schaffte man es die Zuschauer positiv zu überraschen. Auch wenn die Gags generell tief gezielt haben, in der Regel in die Region, die die Geschlechtsteile beheimatet, war er doch überraschend unterhaltsam und vor allem lustig. Auch wenn die Geschichte eigentlich abgeschlossen war, hat man kurze Zeit später beschlossen sie fortzusetzen.

Für die Regie ist wieder Nicholas Stoller (Nie wieder Sex mit der Ex) verantwortlich, der anscheinend dieses Mal, wie Seth Rogen (Das ist das Ende) und dessen Kumpel Evan Goldberg (Das Interview), am Drehbuch mitgearbeitet hat. Ebenfalls an der Geschichte beteiligt sind Andrew Jay Cohen und Brendan O’Brien, die sich die Story des Vorteils ausgedacht haben.

Leider ist es dann auch die Geschichte, mit der Teil zwei an dieser Stelle nicht überzeugen kann. Irgendwie waren hier insgesamt fünf vergleichsweise kreative Menschen beteiligt und scheinbar ist ihnen nichts wirklich Brauchbares eingefallen. Immerhin hat man das erklärte Ziel erreicht alle bereits bekannten Charaktere in den neuen Film einzubauen.

Der Film beginnt mit Mac und Kelly Radner, die ihre Zukunft planen. Sie erwarten ihr zweites Kind und aus diesem Grund muss ein größeres Haus her. Sie haben sich das neue Haus bereits gekauft und übersehen, dass der Käufer ihres alten Hauses innerhalb der ersten dreißig Tage ein Rücktrittsrecht vom Kaufvertrag hat. Aber was soll schon schief gehen?

In der Zwischenzeit träumt Shelby von einer Schwesternschaft, die auch Partys schmeißen will. Sie und ihre Freundinnen begegnen ausgerechnet Teddy Sanders, der mit den Radners noch eine offene Rechnung hat. Teddy, der selbst seinen Platz im Leben sucht, wird der Mentor von Shelbys Schwesternschaft, bis die beschließt, dass sie auch ohne ihn können.

Zugegeben der Film hat einige Momente die unterhaltsam sind. Leider hat er genau so viele Momente die es nicht sind und die Tatsache, dass gewisse Aspekte der Geschichte keinen Sinn ergeben (z.B. verkauft die Schwesternschaft die Möbel der Radners und die holen nicht die Polizei, weil sie vorher deren Gras gestohlen und verbrannt haben), hilft auch nicht unbedingt.

Was die Schauspieler betrifft, halten sich alle mehr oder weniger auf dem Niveau des Vorteiles. Seth Rogen und Rose Byrne (X-Men: First Class) wirken sympathisch wie immer, auch wenn sie mittlerweile scheinbar durch ihr Eltern-Dasein gekennzeichnet sind. Chloë Grace Moritz (Die 5. Welle) bringt als Neuzugang frischen Wind in das Assemble und zeigt sich überzeugend von ihrer blonden Seite.

Positiv überraschen kann dann erneut Zac Efron (Für Immer Single?), der an dieser Stelle sein Talent für lustige Rollen unter Beweis stellt. Sein Timing in komischen Szenen ist perfekt und sein Körpereinsatz (Bratensoße irgendjemand?) unübertroffen.

Alles in allem ist „Bad Neighbors 2“ eine Fortsetzung, die dem Vorteil leider nicht das Wasser reichen kann. Die Geschichte wirkt stellenweise nicht durchdacht und vergleichsweise viele Gags zünden nicht so wie sie es müssten. Schade eigentlich, da vor und hinter der Kamera dieselben Personen zugange waren.

Der Film „Bad Neighbors 2“ bekommt 5/10 die Schwesternschaft aufhaltende Empfehlungspunkte.

Bad Neighbors 2 [Blu-ray]


von Nicholas Stoller [Universal Pictures Germany GmbH]
Preis: EUR 12,46

Bad Neighbors 2


von Andrew Jay Cohen [Universal Pictures Germany GmbH]
Preis: EUR 11,99


Ein Gedanke zu „Bad Neighbors 2 – Neighbors 2: Sorority Rising (Filmkritik)

  1. Ich war von diesem Film leider ziemlich enttäuscht, denn den ersten Teil mochte ich eigentlich. Natürlich war er absolut eine seichte Komödie, aber dennoch richtig lustig – ein guilty pleasure also.

    Hier verabschiedete man sich komplett von jedem Realismus, ließ eine Gruppe von Studentinnen Pott verticken, da sie sich sonst die Miete nicht leisten können, die dann blutige Tampons auf das Haus ihrer Nachbarn werfen, weil diese sich über sie beschweren.

    Von dem Kleinkind, dass mit dem Vibrator ihrer Mutter spielt, gar nicht erst zu reden…

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