Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück – The Empire Strikes Back (Filmkritik)

Der Todesstern ist zerstört und nun planen die siegreichen Rebellen vom Eisplaneten Hoth aus, neue Schläge gegen das Imperium. Doch sie werden durch einen Suchdroiden enttarnt und müssen nun mit dem vollen Zorn des Imperators und seines Handlangers Darth Vader rechnen. Bei dem darauf folgenden Kampf müssen die Rebellen den Stützpunkt aufgeben. Doch Han Solo (Harrison Ford) kann mit Prinzessin Leia Organa (Carrie Fisher) entkommen, gemeinsam mit Chewbacca und C-3PO in dessen Millennium Falken, während Luke sich mit dem Droiden R2-D2 in Richtung Dagoba-System begibt, wo er einen gewissen Meister Yoda aufsuchenen will, um endlich als Jedi-Ritter ausgebildet zu werden…

swv

Nach dem überraschenden Erfolg von „Star Wars“, investierte George Lucas (American Graffiti) sein eigenes Geld in „The Empire Strikes Back“, in der Hoffnung diesen Film unabhängig von den großen Filmstudios drehen zu können. Da sich Lucas die Rechte für jedwedes Star Wars Merchandise vorbehielt, konnte er hier Profite einstreichen, die er wiederum in Teil V steckte. Überraschend entschied sich George Lucas bei „The Empire Strikes Back“ nicht Regie zu führen, da er anscheinend viele andere Pflichten hatte. Er war als Produzent tätig und leitete nebenbei seine Special-Effects-Firma „Industrial Lights & Magic“, die er gründete, als „Star Wars“ gerade am Entstehen war.

Regie führte stattdessen Irving Kershner. Was genau Lucas dazu bewog, sein Baby in die Hände dieses Regisseurs zu geben, wäre interessant zu wissen, denn Kershner hatte zur damaligen Zeit keinerlei Erfahrung mit großen Produktionen. Das sieht man dem fertigen Produkt aber keineswegs an. Da die Protagonisten schon bekannt sind, verschwendet er keine Zeit damit, sie groß vorzustellen.

Stattdessen landet man direkt im Geschehen und kann beobachten, wie die Rebellen ihren Stützpunkt, den Eisplaneten Hoth gegen das Imperium verteidigen, dass ihnen nach der Zerstörung des Todessterns auf den Fersen ist. Die Kämpfe die hier stattfinden, sind spektakulär anzusehen, gut gemacht und nicht zuletzt spannend. Kein Wunder, dass George Lucas für die von seiner Firma ILM gemachten Special-Effects, einen Oscar gewann. Optisch ist auch die Wolkenstadt Bespin ein Wahnsinn.

Der Grundton des Filmes ist um einiges düsterer als der seines Vorgängers. Während Teil 4 noch mehr wie ein Märchen anmutete, finden sich in „The Empire Strikes Back“ deutlich ernstere Themen wieder. So wird aus Luke ein Mann, soll heißen er lässt den naiven Burschen vom Land hinter sich und beginnt eine Ausbildung als Jedi-Ritter. Die Inszenierung des Lichterschwert-Duells macht den Kampf zwischen Luke Skywalker und Darth Vader zu einem der wohl besten Duelle aller Zeiten.

Da die Hauptdarsteller die Gleichen geblieben sind, kann man an dieser Front nicht viel Neues erzählen. Mark Hamill (Kingsman), Harrison Ford (The Age of Adaline) und Carrie Fisher (Family Guy) machen ihre Sache exzellent und man merkt, dass sie sich in ihren Rollen wohl fühlen.

Zwar kein Schauspieler aber trotzdem wichtig ist natürlich Meister Yoda, der als Lukes Ausbildner so einige spezielle Lehrmethoden auf Lager hat. Seine verdrehten Sätze gehören ebenso zu ihm wie sein Stock und seine grüne Haut. Ihm lieh der Schauspieler Frank Oz seine Stimme und George Lucas kämpfte darum, ihn für seine Arbeit an diesem Film für einen Oscar nominieren zu lassen, doch er scheiterte schlussendlich.

Darth Vader, der von David Prowse gespielt, aber von James Earl Jones (Der König der Löwen) synchronisiert wurde, ist nach wie vor einer der beeindruckendsten Bösewichte aller Zeiten.

Die Special-Effects waren für die damalige Zeit sehr gut (so wurde für die AT-AT’s die Stop/Motion Technik eingesetzt) und teilweise kann man das noch heute sehen, zumindest in den Szenen, in denen George Lucas nicht „nachgebessert“ hat. Wie auch bei „Star Wars“ wurde „The Empire Strikes Back“ optisch unsanft in die Gegenwart geholt und mit Colourgrading und CGI auf den neuesten Stand gebracht. Wenngleich es hier nicht so extrem auffällt wie beim Vorteil. Ich habe in meiner Sammlung ja die allererste Fassung der ersten Trilogie, da muss ich wohl mal vergleichen.

Interessanterweise kassierte „The Empire Strikes Back“ von Film-Kritikern sehr gemischte Bewertungen, hat sich aber im Laufe der Zeit als der beste Teil der Weltraumsaga etabliert und spielte beachtliche 538 Millionen Dollar ein. Mit einem Budget von circa 22 Millionen Dollar ist dieser Film der teuerste der Original-Trilogie.

Fazit: „The Empire Strikes Back“ ist eindeutig einer der besten Mittelteile einer Trilogie und besser als „Star Wars“. Wenn „The Force Awakens“ ähnlich gut ist, werde ich das Kino mit einem zufriedenen Grinsen verlassen.

Dieser Film bekommt von mir 8,5/10 intergalaktischen Punkten.


Ein Gedanke zu „Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück – The Empire Strikes Back (Filmkritik)

  1. Ebenfalls wieder gesehen – immer noch toll. Auch das wirklich großartige Finale (Duell) ist super umgesetzt – so muss ein zweiter Teil aussehen. Außerdem wird Meister Yoda eingeführt … was will man mehr 😉

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