The Marine 3: Homefront (Filmkritik)

Sgt. Jake Carter (Mike ‚The Miz‘ Mizanin) ist ein lediger Marine, der seine Freizeit am Liebsten dazu nutzt, seine beiden Schwestern in seiner Heimatstadt zu besuchen. Dabei kommt es immer wieder zu Streitigkeiten, weil Nesthäkchen Lily (Ashley Bell) nie einen Job länger behält und es ihr konstant an Motivation mangelt, ihre Zukunft bzw. Karriere zu planen. Dass ihr neuer Freund Darren natürlich auch nicht gut genug ist in Jake´s Augen, ist dabei eine klare Sache.

Als Lily und Jake jedoch zum alten Schrottplatz fahren, um dort etwas Privatsphäre zu bekommen, beobachten sie zufällig einen Mord. Der wiederum wurde begangen von Jonah Pope (Neal McDonough), der eine radikale Miliz anführt, die einen Terroranschlag plant. Schnell sind die beiden Jugendlichen eingefangen und landen als Geiseln in der Hand der Bösewichte. Für Jake ist sofort klar, dass kein FBI oder die Polizei dieses Problem lösen kann, nur er selbst wird seine Schwester retten können.

The Marine 3 Homefront

Nach John Cena und Ted DiBiase Jr., ist Mike ‚The Miz‘ Mizanin bereits der dritte Wrestling Star, der für die WWE Studios zum Marine und somit Film-Actionheld mutiert und der erste, der seinen Job so gut gemacht hat, dass er ihn in „Moving Target“ wiederholen darf. Regie führte diesmal Scott Wiper (Die Todeskandidaten), der auch gemeinsam mit Declan O’Brien (Joy Ride 3) das Drehbuch verfasst hat. Die von den Vorteilen etablierte „Ehefrau in der Hand der Schurken“ Dynamik, wurde nun leicht abgeändert, indem die Frau einfach durch die Schwester ersetzt wurde.

Ansonsten ist alles beim Alten bis auf die Tatsache, dass hier das bisher beste Schauspiel-Ensamble des Franchise auf den mimisch talentiertesten Wrestler der Reihe trifft. Da das Übertreiben bei den Action-Sequenzen seit dem Original stetig etwas abgenommen hat, fallen daher nun sogar die unfreiwillig komischen Dialog-Szenen weg. Außerdem ist die Grundatmosphäre irgendwie privater und familiärer, da es ja im Grunde doch darum geht, wie sich drei Geschwister zusammenraufen. Sogar auf einen unnötigen Love-Interest für den Helden wurde verzichtet, was fast schon eine erfrischende Sache ist.

Unfähigkeit darf dieses mal (nach Polizei und Militär in den vorigen Parts) das FBI beweisen und mit den reichen Megakonzernen, die den normalen Bürgern das Leben kosten, hat der Bösewicht ein Feinbild gewählt, zu dem man ihm fast gratulieren möchte, würde er bei seinen Taten nicht genau wie seine Ziele, völlig auf die unschuldigen Opfer vergessen. Um ihn und seine Gefolgschaft aufzuhalten, sind dann auch wieder zahlreiche Schusswechsel, ein oder zwei Explosionen und ein paar übersichtlich gefilmte Kampfszenen nötig. Ist alles nicht schlecht gemacht, wirkt aber teilweise etwas zu sehr nach Routine.

Dafür mimt Neal McDonough (Falcon Rising) gekonnt das manisch-bedrohliche seiner Figur und den Schmerz, der ihn zu seinen Taten treibt, ohne dass er dabei völlig seine Menschlichkeit unterdrücken kann. Als einer seiner Handlanger ist der immer starke Michael Eklund (Hunt to Kill) dabei, der das meiste aus seiner Rolle herausholt und mit seiner aneckenden Art, im Gedächtnis bleibt. Beide Herren sind übrigens (wie auch er Regisseur) Wiederholungstäter, was die Arbeit für die WWE Studios betrifft – McDonough in „Walking Tall“ und Eklund in „The Call„, „See No Evil 2“ und „The Day„, in dem auch Ashley Bell mit dabei war.

Bell (Sparks) spielt die rebellische Lily wirklich lebendig, sie hat eben diesen Wunsch, einfach mehr vom Leben zu wollen und sich nicht in gesellschaftliche Normen pressen lassen zu müssen. Zusätzlich dazu, hat sie ihr Herz am, rechten Fleck. Was mich zum Hero selbst führt. Dass Mike Mizanin bei der Action überzeugt, war ja zu erwarten, aber er ist auch sonst sympathisch und wirkt nicht wie eine Killermaschine. Der blutet auch und es kann doch ehrlich passieren, dass er mal einen Fehler macht und auch von Anderen gerettet werden muss. Gerade diese Tatsache macht ihn eben dann auch zum bisher besten Marine.

Insgesamt geht daher der Trend für mich weiter und diese Reihe wird mit jedem Teil etwas besser und somit auch auf eine direkte Art unterhaltsamer. Rein schwarz sind hier höchstens der größte Teil der Gefolgschaft der Bösen, die Action ist zwar ohne Höhepunkte aber schön anzusehen, der Held ist relativ kugelsicher aber trotzdem erstaunlich menschlich und der familiäre Touch weiß zu gefallen. Dass die WWE-Studios kein schlechter Arbeitgeber sein können, beweist ja der wiederholte Einsatz einiger Beteiligter und so etwas ist immer ein feine Sache und ist auch beim Engagement der Darsteller zu sehen.

„The Marine 3: Homefront“ bekommt von mir 6/10 für das Leben der Schwester, sämtlich Hindernisse endgültig wegräumende Empfehlungspunkte.

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