Best Of Worst Case: Plane Dead (Filmkritik)

Dummen Flug erwischt. Da überstellt der FBI-Agent Truman (David Chisum) den Verbrecher Frank (Kevin J. O’Connor), während im Frachtraum des Flugzeugs der Wissenschaftler Bennett (Erick Avari) die Frau eines Kollegen im Tierfschlaf durch die halbe Welt transportiert. Warum? Weil die tot ist. Oder war. Oder sowas in der Art. Also, im Grunde war sie tot, aber durch eine paar Experimente (natürlich geht es um chemische Waffen), hat die Gute wieder sowas wie Lebensgeister.

Die erwachen auch blöderweise als das Flugzeug in Turbulenzen gerät und – ups – es kommt zu einem Zombieausbruch. An Bord des Flugzeugs. Noch dazu nutzt Frank die Chance zur Flucht, was Truman mehr als nur ein Problem einhandelt …

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Die Ausgangslage von „Plane Dead“ bzw. „Flight Of The Living Dead“ ist so einfach, dass man sich unweigerlich fragt, warum da niemand vorher drauf gekommen ist? Zombies im Flugzeug. Simpel, effektiv und im Grunde genommen das gleiche wie „Snakes On A Plane“ nur nicht ganz so doof und ohne Samuel L. „Motherfucking“ Jackson. Was ich zur Abwechslung auch mal gut finde, weil mir die letzten Jahre vorkam als wäre der Typ ohnehin bei jedem verdammten neuen Film dabei.

Aber zurück zu „Plane Dead“ (endlich mal eine coole deutsche Übersetzung … halt, Moment … das ist doch gar nicht übersetzt 😉 ), denn der Film bietet eigentlich für Fans des Genres durchaus sehenswerte Momente, die zwar durch die Bank berechenbar sind, aber – und das ist ja immer noch das Wichtigste – super gemacht sind und wirklich Spaß machen beim Ansehen. Die Schauspieler sind zwar durch die Bank „nur“ B- oder C-Film-Darsteller, haben aber Spaß an ihren Rollen, bringen genug ernst rein, dass man ihnen ihre Emotionen glaubt und sind dennoch nicht dumm genug, um zu glauben, dass es hier um einen Film geht, der doch tatsächlich „seriös“ sein soll.

David Chisum ist mir aus keinem anderen Film bekannt, spielt seine Rolle aber absolut okay, während Kevin J. O’Connor doch in sehr, sehr vielen Filmen dabei ist/war, so zum Beispiel „There Will Be Blood„, „Van Helsing„, „The Master“. Sein Charakter Frank ist – nachdem er anfangs eher nervt – später doch mehr im Mittelpunkt und eines der Highlights des Films, wird er doch zu Beginn ein wenig aufgebaut, als wäre er der nächste „Riddick„, während in Wahrheit … naja. Erick Avari sieht man immer wieder gern, vor allem wenn er dann irgendwann mal durchdrehen darf – was hier doch gut zutrifft.

Auch toll fand ich die unerwarteten Wendungen der „klassischen“ Personen – so gibt es zum Beispiel einen eher „creepy“ Typen im Flugzeug, der sich als „Air Marshall“ heraustellt. Aber dann doch nicht lange überlebt (obwohl er doch sooo cool ist). Dazu kommen noch ein paar andere Nebenfiguren, die mal mehr mal weniger eine Rolle spielen, aber doch für den einen oder anderen Lacher sorgen.

Scott Thomas hat Regie bei „Plane Dead“ geführt und macht das sehr routiniert – er nutzt das Potential, dass ein einger Raum wie das Flugzeug bietet sehr gut aus. Spannend fand ich auch, dass er Supervising Producer für die X-Men-Serie war, die 92 bis 96 lief. Seit „Plane Dead“ ist er eigentlich nur noch Produzent, allerdings war kein Film dabei, den ich irgendwie auf dem Radar hatte oder habe.

Für einen netten Abend mit Splatter, Gore, Spaß und gut aufgelegeten Darstellern und Darstellerinnen ist „Plane Dead“ bzw. „Flight Of The Living Dead: Outbreak On A Plane“ allemal gut und wer sich keine bahnbrechenden Neuerungen erwartet wird hier absolut solide und gut unterhalten.

„Plane Dead“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, den engen Raum mit coolem MakeUp und netten Nebengeschichten nutzende, Punkte.

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