Oldies but Goldies: Dick Tracy (Filmkritik)

Big Boy Caprice (Al Pacino) versucht das gesamte organisierte Verbrechen der Stadt unter seine Kontrolle zu bringen. Doch hat er die Rechnung nicht mit dem Polizisten Dick Tracy (Warren Beatty) gemacht, der ihm auf der Spur ist. Doch Tracy hat es selbst nicht gerade leicht, denn die bösen Jungs haben ihrerseits ein Problem mit seinen Ermittlungen, die zu allem Überfluss zu der Sängerin Breathless Mahoney (Madonna) führen, die wiederum sofort gefallen an Tracy findet und für Schwierigkeiten in seiner Beziehung mit Tess Trueheart (Glanne Headly) führt.

Dick Tracy

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Was vermutlich die wenigsten wissen, ist dass „Dick Tracy“ auf einem Comicstrip basierte der im Oktober 1931 das erste Mal erschien. Tracy begann als Detektiv um nach einem Jahr zur Polizei zu wechseln. Auch wenn die Person selbst relativ bodenständig angesiedelt ist, bediente sich Tracy immer wieder technischer Hilfsmittel, etwa einem Funkgerät für das Handgelenk mit Videofunktion, die seiner Zeit um Jahrzehnte voraus waren – eben genau wie in den Comics heute auch.

Im Jahre 1975 hatte Warren Beatty, der zu diesem Zeitpunkt vermutlich am bekanntesten war für seine Darstellung der männlichen Hauptrolle in dem 1967 erschienen Kultfilm „Bonnie und Clyde“, die erste Idee zu einem Konzept. Bis zum fertigen Film sollte es noch einmal fünfzehn Jahre dauern und das Ergebnis sollte nicht weniger sein als die exakteste Darstellung eines Comic auf der großen Leinwand.

An dieser Stelle sollte man vielleicht noch erwähnen, dass Beatty den Film nicht nur produziert hat, sondern auch Regie geführt und sich die Hauptrolle zugesprochen hat. Um dem Film ein besonderes Aussehen zu verpassen entschied Beatty, dass die Farbpalette auf sieben Farben (vor allem rot, grün, blau und gelb) reduziert werden sollte, damit der Film auch optisch an die Vorlage erinnert.

Des Weiteren scheint es so als wären Teile des Sets (wegen mangelnder Computereffekte) tatsächlich gezeichnet worden. Mit zur Stimmung trägt bei, dass den Schauspielern, vor allem auf der Seite der Mafioso, ein umfangreiches Make-Over zu Teil wurde und man diese erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennt. Diese Kombination mit Beattys sehr gelungener Regie sorgen für die perfekte und vor allem einzigartige Inszenierung eines Comics auf der Leinwand.

Etwas, dass noch wesentlich zur Stimmung beiträgt ist der Soundtrack von Danny Elfman, wobei dieser stellenweise an die alten Batman-Filme erinnert. Aber auch Madonna, die ihre Rolle in diesem Film bösen Gerüchten zu Folge vor allem ihrer damaligen Beziehung mit Warren Beatty verdankt, kann hier zeigen, dass sie damals nicht nur gut ausgesehen hat, sondern auch singen kann.

Von Seiten der Schauspieler gibt es viele, die man garantiert schon einmal gesehen hat (wie z.B. Glanne Headly – „The Joneses“ oder Mandy Patinkin – „Homeland„) und auch einige die man garantiert kennt (wie z.B. Al Pacino – „The Son of No One“ oder Dustin Hoffman – unter anderem zu hören in „Kung Fu Panda„). Teilweise sind sie nur schwer zu erkennen und machen trotz der bereits erwähnten Masken durch die Bank einen tollen Job.

Zu guter Letzt möchte ich noch auf die Geschichte eingehen. Die Bösewichte sind durch die Bank so überzeichnet dargestellt, dass man scheinbar davon ausgehen kann, dass Tracy der einzig normale, bodenständige Typ ist. Etwas, dass dem Film aber doch zu schaffen macht, ist dass er seine Geschichte gerade zu Beginn eher dahinplätschern lässt. Hier ist zum Teil die Geduld des Zuschauers gefordert und vermutlich hätte es dem Film gut getan, in dem einen oder anderen Moment die Schere anzulegen.

Nichts desto trotz ist „Dick Tracy“ auf ganzer Linie einzigartig und man merkt dass man, und allen voran Warren Beatty, viel Liebe in das Projekt gesteckt hat. Alles in allem ist der Film vermutlich nicht eine der besten, aber auf alle Fälle eine der exaktesten Transformationen eines Comics auf die Leinwand. Sollte man den Film noch nicht gesehen haben, sollte man dies auf alle Fälle nachholen.

„Dick Tracy“ bekommt von mir 7,5/10 die Verbrecher zur Strecke bringende Empfehlungspunkte. Der Film ist in Kürze auch auf Blu-Ray erhältlich

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Die Blu-Ray enthält leider ausschließlich den Film. Die Bildqualität ist beeindruckend und hinterlässt selbst bei Standbildern einen scharfen Eindruck. Es sind sowohl die deutsche, als auch die englische Fassung in DTS-HD 5.1 vorhanden und beide überzeugen durch ein dynamisches, klares Klangbild.

Dick Tracy - BS

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