Undisputed 3: Redemption (Filmkritik)

Nach seiner Niederlage beim großen Finale der illegalen Gefängniskämpfe und der damit verbundenen Knieverletzung, ist der Russe Uri Boyka (Scott Adkins) in Vergessenheit geraten. Während er seine Strafe absitzt, verbringt er den Großteil des Tages damit, Toiletten zu putzen. Als jedoch ein neues, noch viel größeres, internationales Turnier starten soll, wird in Uri der Kampfgeist wieder geweckt und er möchte für sein Land antreten.

Nach einem eindrucksvollen Sieg gegen den lokalen Champion, wird er kurz darauf in eine Einrichtung in Kolumbien verlegt, wo er auf die sieben besten Männer aus verschiedensten Ländern trifft. Anfänglich stehen Uris Chancen auf einen möglichen Sieg nicht schlecht, doch die Leiter der ganzen Veranstaltung haben nur ihr Geld im Sinn und spielen daher nicht nach den Regeln. Zusätzlich macht Uri die große Belastung auf sein verwundetes Knie zunehmend zu schaffen. Kann er seinen Traum dennoch erfüllen und mit dem Sieg im Finale seine Freiheit gewinnen?

Undisputed 3 Redemption Film Scott Adkins

2002 erschuf Actionveteran Walter Hill den Gefängnisboxfilm Undisputed, bei dem Ving Rhames gegen Wesley Snipes antreten durfte. 2006 entstand die Fortsetzung Undisputed 2: Last Man Standing, die storymäßig nichts mit dem Original zu tun hatte, bis auf die Kampfthematik hinter Gittern natürlich. Diesmal gerieten Michael Jai White (als Held) und Scott Adkins aneinander, Regie führte der im DVD Bereich schon recht erfahrende Actionregisseur Isaac Florentine.

2010 ist nun Adkins alias Uri Boyka zurück und diesmal darf er sogar der sein, der die Sympathien der Zuseher auf seine Seite ziehen soll. Auch Florentine ist wieder dabei, nach „Undisputed 2“, „The Sheperd“ und „Ninja“ bereits die vierte Zusammenarbeit mit Adkins und meiner Meinung nach auch die mit Abstand beste. Nun muss ich gleich mal eines klarstellen. Undisputed 3 wird keine Menschen für Kampfsportfilme begeistern, die nicht schon vorher gefallen an diesem Genre hatten.

Was der Film bzw. sein Regisseur aber sehr gut machen, ist die Darstellung der Actionszenen. Die Schauspieler setzen hier die Limits und bestimmen so was möglich ist. Die Kamera bleibt so lange wie eben möglich am Geschehen, hier gibt es keine zu schnellen Schnitte, unrealistische Sprünge durch das Anwenden von Seilen, oder den Einsatz von Computereffekten. So muss ein amerikanischer Actionfilm aussehen, der sich nicht vor den übergroßen asiatischen Vorbildern zu verstecken braucht.

Nach diesen Worten ist es nun beinahe ironisch zu erwähnen, dass die meisten im Film auftretenden Fighter nicht aus Amerika stammen. Der Bösewicht des Filmes Marko Zaror ist Chilene, in seiner Heimat längst ein Star und als Kämpfer ziemlich beeinruckend. Lateef Crowder ist (wie im Film selbst) Brasilianer, er ist ein vielbeschäftigter Stuntman unter anderen bei Filmen wie „Avatar„, „The Book of Eli“ oder „The Expendables„.

Vor allen ist dieser Film aber wieder ein Beweis dafür, dass es so schnell niemand mit Scott Adkins aufnehmen kann. Er ist Engländer, kämpft als gäbe es keine Schwerkraft und kann dabei sogar auch noch schauspielen. Natürlich wird er nie einen Oscar bekommen, seine Gesichtsausdrücke verraten jedoch im Vergleich zu einigen seiner Kollegen ziemlich genau was er fühlt, was ihn eindeutig sympathisch macht. Hoffe er kann auch weiterhin Filme drehen, in denen sein Talent nicht nur in schlagender Form gefördert wird.

Wer also einen Kampfsportfilm mit minimaler Handlung, Over the Top Charakteren und großartig durchgeführten und gefilmten Martial Arts Szenen sehen möchte, der ist hier genau richtig. Pluspunkte gibt es zusätzlich für Uri Boyka, denn wann bitteschön durfte das letzte Mal in einem amerikanischen Film ein Russe der Held sein?

Undisputed 3: Redemption bekommt von mir 7/10 Gefängnismauern sprengende Empfehlungspunkte.


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