ExTerminators (Filmkritik)

Es ist nicht Alex’s (Heather Graham) Tag. Erst wird sie entlassen, dann findet sie ihren Freund mit einer andern Frau im gemeinsamen Bett und dann wird sie auch noch zur Aggressionsbewältigungstherapie verurteilt, weil sie um eine Bluse zu verteidigen einen Typen umgehauen hat. In der Therapie finden sich viele Frauen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gut auf ihre Männer zu sprechen sind. Als sie mit ihren Freundinnen Stella (Jennifer Coolidge) und Nikki (Amber Heard) angetrunken und aus Versehen den gewalttätigen Ex einer Therapiefreundin töten und dafür auch noch Geld bekommen, macht sich etwas selbstständig, vor dem alle „bösen“ Männer besser Angst haben sollten.

ExTerminators

Nachdem das filmtechnische große Sommerloch leider weder im Kino noch in der Videothek großartig nennenswerte Erscheinungen zu bieten hatte, habe ich es riskiert mir einen etwas unbekannteren Film anzusehen – und zwar den wahrscheinlich ersten Terminator Film, in dem Arnold Schwarzenegger nicht mitspielt.

Eins vor weg: Wenn man sich als Mann diesen besagten Film ansieht, fühlt man sich irgendwie deplatziert und diskriminiert. Einerseits sind bis auf den netten Polizisten alle Männer irgendwie schmierige Arschlöcher, andererseits sind die weiblichen Rollen nicht darauf ausgelegt mit Sex appeal beim männlichen Zuschauer zu punkten.

Wenn es dann den einen oder anderen finstern Typen erwischt, hat man zwar nicht das Gefühl als sei es um ihn schade – aber wie gesagt, man fühlt sich als Mann irgendwie deplatziert.

Der Film selbst setzt gerade am Anfang auf einen überzogenen, beinahe comichaften Stil (Heather Graham sieht mit ihrer Uhu-Brille beinahe komisch aus), um dann mit einem sehr dunklen Humor weiter zu machen.

Dass die Chemie zwischen den Schauspielerinnen nicht so ganz funktionieren will ist auf den zweiten Blick nicht so tragisch. Immerhin kann man sich im echten Leben auch nicht die Therapiefreundinnen aussuchen. Was mich sehr positiv überrascht hat waren die schauspielerischen Leistungen der Damen – hier ein paar kurze Highlights:

Heather Graham kennen wir sonst eher als eine aufgedrehte Person (z.B. in Scrubs) – in ExTerminators gibt sie überzeugend die schüchterne Buchhalterin mit besagter Brille.

Jennifer Coolidge (wir kennen sie als Stiflers Mom aus American Pie) gibt die frustrierte Schädlingsbekämpferin in der dritten Generation, die schon mal ihren Tätigkeitsbereich erweitert um anderen Frauen einen Gefallen zu tun.

Amber Heard (kennen wir als Mandy Lane = alle Männer lieben sie) als rauchende männerverachtende Emanze, die total darauf verzichtet mit ihren Reizen zu spielen und schon einmal aus Protest einen angetrunkenen Typen anzündet.

Sam Lloyd (kennen wir als Ted aus Scrubs) der als Steuerfahnder einerseits die Frage klärt warum man denn eigentlich besagten Beruf ergreift und andererseits noch zeigt, was ein Steuerfahnder denn so in seiner Freizeit treibt – alles immer so langsam wie irgend möglich.

ExTerminators ist ein unterhaltsamer Film für verregnete Sommertage, aber sicherlich kein Pflichtfilm.

Von mir gibt es daher 6,5/10 Empfehlungspunkte.


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