How to Plan an Orgy in a Small Town (Filmkritik)

Eigentlich sollte es für Cassie die Nacht werden in der sie ihre Jungfräulichkeit verliert. Statt einer Nacht voller Leidenschaft wird es eine, die sie aus anderen Gründen nie vergisst. Zwölf Jahre später hat Cassie (Jewel Staite) ihre kleine Heimatstadt hinter sich gelassen und schreibt eine Kolumne, die über das Thema Sex handelt. Als ihre Mutter verstirbt muss sie jedoch zurück. Einige Bewohner wollen der Kolumnistin beweisen, dass sie nicht prüde sind und so kommt Cassie dazu, mit ihnen eine Orgie zu planen.

How to Plan an Orgy in a Small Town

Für Regie und Drehbuch ist Jeremy LaLonde verantwortlich, der nach „Sex After Kids“ zum zweiten Mal Regie führt. Wie bei seinem ersten Film ist LaLonde auch hier für das Drehbuch verantwortlich. Neben dem doch recht provozierenden Titel, der mein Interesse geweckt hatte, habe ich mich dann irgendwie auf ein Wiedersehen mit Schauspielerin Jewel Staite gefreut, die man vermutlich aus dem Film „Serenity“ kennt.

Der Film beginnt in der Vergangenheit und zeigt Cassie beim beinahe ersten Mal. Bevor es allerdings wirklich dazu kommt, macht ihr Freund einen Rückzieher und sie wird in Unterwäsche vor die Tür gesetzt. Als sie dann auch noch von ihrer Mutter blöd angelassen wir, beschließt sie unbekleidet durch die Ortschaft zu laufen.

Jahre später ist Cassie eine Kolumnistin und Schriftstellerin. Als sie erfährt, dass ihre Mutter, die eine erfolgreiche Schriftstellerin war, verstorben ist, reist sie zurück in ihren Heimatort. Dort will Heather Mitchell im Gespräch beweisen, dass die Einwohner gar nicht so prüde sind. Cassie bringt das Thema Orgie auf und irgendwie führt eines zum Anderen.

Einerseits braucht Cassie dringend eine zündende Idee für ein Buch. Andererseits braucht Heather eine Samenspende um endlich schwanger werden zu können, da ihr Mann Adam leider unfruchtbar ist. Dann gibt es noch ein paar andere Personen, die aus unterschiedlichsten Gründen bei dieser Orgie mitwachen wollen.

Bei den Charakteren werden die verschiedensten Klischees ausgegraben. Da gibt es Heather und Adam, die unglücklich verheiratet sind. Er darf sie beim Sex nicht ansehen weil sie das Gesicht, dass er während dessen macht, nicht mag. Bruce und Alice waren verheiratet. Er kommt darüber nicht hinweg, während sie mit jedem schläft.

Dann gibt es Chester, der ein freundschaftliches Verhältnis zur um einiges jüngeren Polly hat und noch die eine oder andere Person. Ähnlich einfallslos wie die Charaktere ist dann die Geschichte, die daran scheitert mit dem Thema Sex offenbar provozieren zu wollen. Dabei geht es, obwohl das Thema einen zentralen Platz in der Geschichte einnimmt, vergleichsweise prüde zu.

Die schockierende Wendung, dass Cassie, die in ihrer Kolumne über Sex schreibt, selbst Jungfrau ist, ist dann irgendwie keine. Der Umstand, dass am Ende jeder den einen Sex-Partner findet, kommt ebenfalls nicht überraschend. Ebenfalls ein Stück weit enttäuschend sind die Schauspieler und hier allen voran Jewel Staite.

Während ich die anderen Schauspieler allesamt nicht kannte freute ich mich, wie zu Beginn bereits erwähnt, auf ein Wiedersehen mit Staite, die ich seit „Serenity“ mochte und später aus den Augen verloren hatte. Leider passt sie so gar nicht in die Rolle der Cassie. Dabei verspürt Staite weder den Charme noch die Energie, die diese Rolle dringend bräuchte.

Nachdem ich weiß, dass sie auch anders kann, nehme ich an, dass dieser Umstand auch ein Stück weit dem Regisseur geschuldet ist. Zudem bringt hier keiner ihrer Kollegen eine Performance, die nur annähernd erwähnenswert gewesen wäre.

Alle in allem ist „How to Plan an Orgy in a Small Town“ ein Film mit klischeehaften Charakteren und einer einfallslosen Geschichte, die dem Zuschauer nur in Einzelfällen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Der Film „How to Plan an Orgy in a Small Town“ bekommt 4/10 wegen Performanceproblemen scheiternde Empfehlungspunkte.


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