Serenity (Filmkritik)

Da die Allianz – eine intergalaktische und totalitäre Regierung – sie verfolgt, muss die Crew der Serenity jede Art von Job annehmen – legal oder nicht, um unter dem Radar zu bleiben. Denn nachdem Malcom Reynolds (Nathan Filion) Simon (Sean Maher) und seine telepatisch begabte Schwester River (Summer Glau) Tam an Bord aufnimmt, sind sie mehr oder weniger auf der Flucht. Als River während eines Baraufenhaltes austickt, ist das letzte was sie sagt, bevor sie das Bewusstsein verliert, ist der Name „Miranda“. Nach und nach kommt die Crew auf die Spur des Rätsels, bei dem die Regierung so viel tat, um es geheim zu halten. Doch sie müssen sich vorsehen, hat ihnen die Allianz doch einen gefährlichen Killer auf den Hals gehetzt, der alles tun würde um die Geschwister (doch wohl vor allem River) Tam gefangen zu nehmen. Doch welche Rolle spielen hierbei die Reaver – Kannibalen und vollkommen Irre?

Serenity

Also vorweg. Ich mochte schon die Serie, daher konnte ich mit diesem Film sicher mehr anfangen als die meisten. Vielen „Anfängern“ kommt die Story etwas komisch daher und als ich den Film mit meinen Freunden sah, musste ich schon hier und da etwas erklären, damit man es auch wirklich verstand. Leider, leider wurde Firefly noch während der ersten Staffel eingestellt, meiner Meinung nach ein Jammer. Die Charaktere sind durchwegs liebenswert (außer den Bösen natürlich).

Malcom als Schlitzohr mit Herz, der gerne den Helden spielt, aber auch damit umgehen kann, wenn er mal eins auf die Fresse bekommt. Zoe als rechte Hand, die einerseits die starke Frau spielt, aber zusammen mit ihrem Mann Walsh zu einem echten Softie wird. Dann gibt es noch Walsh, der die Serenity mehr oder weniger sicher durch da Weltall fliegt. Weiß nicht warum aber der Kerl ist mir einfach sympatisch!! Kaileigh als Mechanikerin, die wirklich all ihr Herzblut in die Maschinen investiert und mit dem Schiff richtiggehend mitfühlt, wenn mal etwas kaputt geht.

Jayne der Waffennarr, ist manchmal einfach nur wörtlich zum „schießen“, und überrascht einen ab und zu schon mal, wenn er Mitgefühl zeigt. Dann gibt es da noch Simon, der alles aufgegeben hat, um seine Schwester zu beschützen. River ist bei weitem der Charakter, der am schwersten einzuschätzen ist. Mal wirkt sie ganz normal, nur um im nächsten Moment zu Killermaschine zu mutieren. Dann gibt es da noch Inara, die eine Schwäche für den Captain hat, dies aber nie freiwillig zugeben würde. Dass sie als Companion (im Gewerbe der käuflichen Liebe) arbeitet sorgt für einige amüsante Seitenhiebe von Malcom.

Nathan Fillion ist ein sehr vielfältiger Schauspieler, der auch schon mal sehr überzeugend einen extrem fiesen Priester in „Buffy, the vampire slayer“ spielen kann. Derzeit kennt und liebt man den guten in der Rolle von Richard Castle in der Erfolgsserie „Castle“. Morena Baccarin hat sich inzwischen für ihre Rolle als Alienanführerin in der Serie „V“ von ihren langen Haaren getrennt. Weiters kennt man sie wohl auch als Adria aus „Stargate SG-1“.

Gina Torres hat nach einigen Kurzauftritten in Serien wie „The Vampire Diaries“ nun einen fixen Platz in der Anwaltsserie „Suits“ gefunden und machte davor mit Auftritten in „Eli Stone“ und „Pushing Daisies“ von sich reden. Alan Tudyk spielt die Rolle des Quatschkopfes Wash der aller Unterschiedlichkeiten zu trotz mit Zoe verheiratet ist. Spätestens seit „A Knights Tale“ mag ich diesen Schauspieler sehr gerne.

Summer Glau ist auch heute noch fleißig in der Serienwelt unterwegs und hatte Rollen in „The Cape“, „The Sarah Connor Chronicles“. Natürlich sind auch die anderen Schauspieler toll und ich glaube man kann hier sehen, dass es viele verschiedene Charaktere gibt, die alle interessant und liebenswert sind und für viel Abwechslung sorgen.

Regisseur Joss Whedon, dem es ein persönliches Anliegen war, den Fans noch ein letztes Wiedersehen mit ihren Serienlieblingen aus „Firefly“ zu gönnen, schaffte es nahtlos an den Charme der Serie anzuknüpfen, wofür natürlich essentiell war, dass wieder alle Schauspieler aus der Serie mit am Start waren. Wobei erwähnt werden muss, dass Universal den Film erst wegen exzellenten DVD-Verkäufen von „Firefly“ ihr go für diesen Film gaben. Ein hoch auf die treuen Fans. Very well done. Was schon die Serie so einzigartig machte, war der Western-Einfluss, der auch seinen Weg in den Film gefunden hat und einen ganz eigenen Flair schafft.

Noch ein Zitat, dass man einfach niemals von seinem Captain hören will: Hier spricht der Captain, wir haben ein kleines Problem mit unserer Eintritsssequenz. Eventuell könnten wir einige, leichte Turbulenzen kriegen und äh…explodieren.

Von mir bekommt der Film 8,5/10 Empfehlungspunkte.


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