The Tribe – The Forgotten Ones (Filmkritik)

Liz (Jewel Staite), ihr Freund Peter und dessen drei Freunde stechen mit einer ausgeborgten Yacht in See. Ziel ist eine angeblich fasntastische Ferieninsel wo sich die fünf Freunde entspannen wollen und eine riesen Party feiern. Die Stimmung am Boot ist ausgelassen und so achtet niemand wirklich auf das Navigationssystem. Sie kommen vom Kurs ab und rammen schließlich auch noch einen grossen Felsen, der das Boot zum Sinken bringt.

Die fünfköpfige Truppe kann sich an Land auf eine einsame Insel retten und nachdem ein Bekannter um Hilfe gebeten wurde, scheint der erste Schrecken vorüber zu sein.
Als Peter jedoch am nächsten Morgen bis auf eine Blutspur spurlos verschwunden ist, realisieren die übrigen Schiffbrüchigen, dass sie auf der Insel nicht alleine sind. Eine Rasse uralter Kreaturen lebt in den Höhlen in dieser Gegend, sie sind Raubtiere und schrecken auch vor Kannibalismus nicht zurück.

The Tribe Film Jewel Staite

Als grosser Fan der Serie Firefly und deren Schauspieler musste ich bei The Tribe einfach einen Blick riskieren, da hier mit Jewel Staite aka. der Schiffsingenieurin Kaylee eine der nettesten Damen (vom Charakter ihrer Rolle her) des gesamten SciFi Universums mit dabei ist. Nach Betrachten des Films muss ich nun sagen, dass sie auch wirklich der einzige Grund ist den Film zu sehen.

Da die Handlung nicht wirklich wichtig ist werd ich mal kurz was über die Regeln des Spiels erklären und vergesse dabei auch ganz frech die Spoilerwarnung. In einem Horrorfilm gibt es meistens eine junge Dame, die am Ende den Bösewicht zur Strecke bringt und somit überlebt. Man erkennt sie daran, dass sie lieb und höflich ist, nicht trinkt oder raucht oder schmutzige Sachen sagt und in Extremsituationen über sich hinauswächst. Rund um sie stellt man als Kanonenfutter mehr oder weniger unsympathische bzw. uninteressante Nebencharaktere, die – um die die Hauptheldin dort hinzubringen wo sie hin soll – einen mehr oder weniger grausamen Tod sterben.

Diese Regeln sind eins zu eins anwendbar bei The Tribe, wobei man hier nach circa einer Stunde „Filmgenuss“ die letzte halbe Stunde wirklich geniessen kann, in der Jewel Staite alleine gegen die Wesen dasteht und nach einer Fluchtmöglichkeit sucht. Dieses letzte Drittel vom Film und Jewel´s Darstellung bzw. unschuldige Präsenz haben den Film im Endeffekt für mich unterhaltsam gemacht. Achja, die Wesen sehen aus wie eine Mischung aus Orcs (aus Herr der Ringe), Affen und dem Fabelwesen Satyr. Sie wirken stellenweise cool und angsteinflössend, aber manchmal auch leicht lächerlich bzw. unfreiwillig komisch.

Insgesamt also ein eher schwächerer Beitrag aus dem Monsterfilmgenre, nicht wirklich spannend oder brutal (keine Ahnung wieso der Film bei uns freigegeben ab 18 Jahren ist), dafür herrlich klischeehaft in der Charakterzeichnung seiner oberflächlichen Figuren.

The Tribe bekommt von mir 5/10 (3 davon für Jewel Staite) monströse Empfehlungspunkte.


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