Ninja – Ninja: Revenge Will Rise (Filmkritik)

Seit ihn seine Mutter verlassen hat und sein Vater verstorben ist, lebt das Waisenkind Casey (Scott Adkins) in Japan und wird in einer Kampfkunstschule in die geheimen Lehren des Ninjutsu eingeweiht. Als erwachsener Mann, fast am Ende seiner Ausbildung angelangt, wird Casey nun mit einer wichtigen und ehrenvollen Aufgabe von seinem Sensei betraut. Ein abtrünnig gewordener Ninja ist nämlich hinter dem größten Schatz der Schule her. Die Yorio Bitsu, ist eine Waffenlade des letzten Koga Ninja und für den Clan von unschätzbarem Wert, soll daher nach New York in ein Museum gebracht werden.

In Amerika angekommen dauert es nicht lange, bis die Probleme für Casey und Namiko (Mika Hijii) -die Tochter des Senseis- so richtig losgehen. Masazuka, der Verräter hat sich nämlich mit einer gefährlichen und mächtigen Verbrecherorganisation verbündet und bald scheint es so, als wäre jeder bewaffnete Gangster der Stadt hinter der Yorio Bitsu und ihren beiden Beschützern her. Casey wird sein gesamtes in der Ausbildung zum Ninja gesammeltes Wissen brauchen, um gegen die übermächtige Anzahl an Gegnern bestehen zu können.

Ninja-Revenge-Will-Rise

Wunderbar,die guten alten 80er Jahre sind wieder zurück. Ninja wirkt wie wenn man Elemente aus „American Fighter“ Teil 1 und 2 (aus den Jahren 1985 und 1987) mit Michael Dudikoff, dem Helden meiner Jugend, herausgenommen hätte, ihn mit aktueller Optik versehen und dann einen „neuen“ Film zusammengemixt hat.

Der Amerikaner, der natürlich ein besserer Ninja und tugendhafterer Mensch ist, als alle Japaner zusammen. Die ultimative Macht anstrebende Verbrecherorganisation, die nur darauf wartet, von einer „Ein Mann Armee“ gestoppt zu werden. Die hilflos hübsche Frau an der Seite, die den Helden zwar in Bedrängnis bringt ihm aber auch dabei hilft, über sich selbst hinauszuwachsen.

Alles schöne Elemente aus längst vergangenen Tagen, die anscheinend heutzutage noch immer hervorragend funktionieren. Grösster Unterschied zu den Filmen von damals ist wohl der Engländer Scott Adkins in der Hauptrolle. Der Kerl kann nämlich wirklich kämpfen, man merkt bei jeder Bewegung, dass er schon als Kind zum Trainieren begonnen hat und seitdem nicht mehr aufgehört hat.

Nachdem Adkins zu Beginn seiner Filmkarriere mit einigen bekannten, asiatischen Actionregisseuren arbeiten durfte, wurde er in seinem Heimatland England vor allem mit Fernsehserien bekannt. Spätestens seit seinen spektakulären Kämpfen gegen Michael Jai White in „Undisputed 2“, ist er nun endlich auch der breiten Actionfilmfangemeinde ein Begriff. Ninja Regisseur Isaac Florentine hat ihn seither auch in „The Sheperd“ gegen Jean Claude van Damme antreten lassen und dieses Jahr wird Adkins in „Undisputed 3“ zurückkehren.

Ninja ist im Grunde genommen ja ein wirklich lächerlicher Film, mit riesigen Logiklöchern (und einer echt miesen CGI Effekt Ninjaflugsequenz), einer minimalen Handlung und außer dem Hauptdarsteller und seiner hübschen Begleiterin nur wenig überzeugenden Darsteller.

Das klingt wie einer der ersten Schwarzenegger-, Stallone-, Lundgren-, Van Damme-, Seagal- usw. – Filme sagt ihr jetzt? Nun, genau das ist er auch. Hier schaut man einfach nur gerne zu, wie der Held möglichst cool und lässig die Bösen beseitigt und am Ende auch noch das Mädchen rettet.

Lustiges Detail am Rande finde ich übrigens, dass Regisseur Florentine über die Jahre einige Folgen verschiedener „Power Rangers“ Serien gemacht hat und teilweise fand ich auch einige Parallelen zur Kampfchoreographie der Serien. Bis auf das Blut natürlich, da der Film bei uns erst ab 18 Jahren freigegeben ist.

Für die Nostalgiker unter uns, die ihrem Hirn gerne eine Pause gönnen und die sich wieder mal wie in ihrer Jugend fühlen wollen, ist Ninja also eine echte Empfehlung. Adkins wünsche ich aber in Zukunft wirklich bessere Filme, denn in Verbindung mit seiner Kampfkunst und seiner Fähigkeit auch emotionale Szenen glaubhaft rüberzubringen, könnte doch irgendwann mal ein wirklich toller Actionfilm dabei herauskommen.

Ninja bekommt von mir 5,5/10 unfreiwillig komische, unbesiegbar kämpfende Empfehlungspunkte.


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