Der Knochenjäger – The Bone Collector (Filmkritik)

Lincoln Rhyme (Denzel Washington) war der führende Experte für Spurensuche im Morddezernat der Polizei New York. Seid er jedoch bei einem Einsatz schwer verletzt wurde überlebt er zwar ist aber bis auf den Kopf und den Zeigefinger der rechten Hand gelähmt und liegt in einem mit modernsten Geräten ausgestatteten Apartment, wo ihn die Krankenschwester Thelma (Queen Latifah) und ihre Kollegen rund im die Uhr betreuen.

In letzter Zeit wird Rhyme immer öfter von Anfällen heimgesucht und hat seinen Lebenswillen verloren. Etwa zur gleichen Zeit wird die Streifenpolizistin Amelia Donaghy (Angelina Jolie) zu einem einsamen Gelände einer alten Eisenbahnlinie gerufen an der ein Junge eine menschliche Hand entdeckt hat. Geistesgegenwärtig hält sie nicht nur einen Zug an um mögliche Spuren zu sichern, sie findet neben der Leiche weitere Indizien. Als man Rhyme um Hilfe bittet übernimmt dieser den Fall und Donaghy unter seine Fittiche, da er ihr Talent die Spurensicherung betreffend erkennt.

The Bone Collector Film Angelina Jolie

Der 1999 erschienene Film, basiert auf einem gleichnamigen Roman. Dabei scheint sich der Regisseur Phillip Noyce optisch an Filmen wie „das Schweigen der Lämmer“ und „Sieben“ orientiert zu haben. Das Entschlüsseln der vom Serienmörder bewusst gelegten Spuren und die Optik, die mit der Fantasie des Zuschauers spielt sorgen für eine tolle Atmosphäre und einen konstant hohen Spannungsbogen.

Denzel Washington ist ein toller Schauspieler und das stellt er auch in diesen Film unter Beweis. Er schafft es seine Figur mit einer gewissen Niedergeschlagenheit zu spielen verlieren dabei aber nie seinen ganz eigenen Charme. Besonders gut fand ich den einen oder anderen Dialog, beispielsweise wenn er seine Krankenschwester bittet ihn gehen zu lassen und im nächsten Satz mit einem leichten grinsen sagt „Sie sollten wissen ich habe sich in meinem Testament bedacht“.

Besonders überrascht hat Angelina Jolie. Die Frau, die man sonst hauptsächlich wegen ihrer Adoptionswut oder als männlicher Zuseher, aus Filmen wie Tomb Raider kennt, beweist in diesem Film, dass sie auch eine gute Schauspielerin ist. Immer etwas kühl wirkend, hat sie das Verständnis und das Mitgefühl der Zuschauer, wenn sie von Rhyme an die Grenzen des ihr möglichen getrieben wird. Sonst noch mit von der Partie sind Schauspieler wie Ed O’Neil (eine schrecklich nette Familie), Queen Latifah (Hairspray) und Michael Rooker (div. Nebenrollen) die für ein erstklassige Staraufgebot sorgen.

Von mir bekommt der Film 8,5/10 düstere und spannende Empfehlungspunkte!


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