Nite Tales: The Movie (Filmkritik)

KARMA: Dice (Ex Rapper Sticky Fingaz) und seine vier Jungs starke Truppe sind Profibankräuber ohne Skrupel, bei ihren Überfällen sind schon einige Leute erschossen worden. Dieses mal wurde jedoch der Neuling im Team ebenfalls von einer Kugel erwischt. Auf ihrer Flucht stirbt zu allem Überfluss auch noch ihr Auto ab irgendwo im Nirgendwo.
Dice schlägt darauf vor, sich das Auto eines nahegelegenen Häuschens zu schnappen, doch die Verbrecher haben nicht mit den wahnsinnigen Bewohneren des kleinen Häuschens gerechnet.

STORM:
Am anderen Ende der Stadt feiert Cindy mit ihren Freunden die Abwesenheit ihrer Eltern. Sie trinken und rauchen Gras, während draußen ein wilder Sturm tobt. Nachdem Cindy die anderen überredet hat das alte Gruselspiel rund um den Geist Bloody Mary zu spielen, geschehen plötzlich seltsame Dinge. Durch einen merkwürdigen Clown der an der Türe steht und nur mal kurz telefonieren möchte wird die ganze Situation noch angespannter. Kann der Cop, der nur kurz bei den Jugendlichen nachschauen wollte ob alles in Ordnung ist die ganze Geschichte aufklären, oder gibt er selbst vor jemand zu sein, der er gar nicht ist?

Nite-Tales

Nite Tales erinnert von seinem Stil her an die gute alte „Geschichten aus der Gruft“ Serie. Es werden hier zwei Kurzgeschichten erzählt, die von der Handlung her zwar nicht zusammenhängen, jedoch durch eine in beiden Storys vorkommenmden Person eine Verbindung haben.
Wirklich unnötig, nervig und so pseudocool, dass es schon wieder lustig ist. Das ist Selbstdarsteller und MTV Star Flavor Flav. Er spricht am Anfang ein paar Worte um die Filme einzuleiten, und gibt auch am Ende seine „geistreichen“ Statements ab. Zum Glück kann man diese Passagen diskret ignorieren bzw. die DVD vorspielen.

Karma: Die erste Story beschert uns ein Wiedersehen mit Sticky Fingaz, dem Blade aus der kurzlebigen Blade TV Serie (was die weibliche Hauptdarstellerin dieser Serie nun so dreht werde ich auf diesem Blog in Bälde berichten). Außerdem darf Terrence Evans nach den beiden Texas Chainsaw Massacre Remakes (er war der im Rollstuhl ohne Beine) wieder den Oberpsycho spielen. Die Handlung ist hier klassisch, angefangen vom missglückten Bankraub bis hin zur Ankunft im leider nicht verlassenen Horrorhaus.

Die Bewohner dieses Häuschens entpuppen sich als Kannibalen, außerdem haben sie mit den Bankräubern noch eine persönliche Rechnung offen. Hier liegen dann auch die Stärken von der Episode Karma, die Stimmung wird zunehmend düsterer und spannender.
Die Irren tragen ihre Kutten tief ins verdeckte Gesicht, agieren völlig entmenschlicht, und fast könnten einem die Gangster leid tun, wenn sie nicht so unsympatisch wären. Richtig blutig gestaltet sich dann auch erwartungsgemäß das Finale dieser Story.

Storm: Hier wird die Geschichte der Bloody Mary aufgegriffen.
Sagst du sechs mal ihen Namen im Dunkeln vor dem Spiegel, dann wird sie kommen und dich töten, oder dir ewige Jugend schenken.
Diese bekannte Geisterthematik wäre nicht sonderlich innovativ, doch gepaart mit zwei weiteren schrägen Figuren macht die Sache schon um einiges mehr Spass. Genrelegende Tony Todd (Hauptdarsteller der Candyman Reihe), wirkt herrlich irritierend und einschüchternd.
Durch das Clownkostüm und seine eigenwillige Spielweise ist er ein unbequemer Zeitgenosse, den man lieber nicht aus den Augen lassen sollte.

Der Cop wiederrum hat zuerst eine Sicherheit ausstrahlende Wirkung auf die Gruppe von Jugendlichen, doch verliert er diese schnell durch sein irrationales Verhalten und seine nicht dem Protokoll folgende Vorgehensweise. Diese beiden potentiellen Bösewichte und der Geist der Bloody Mary sorgen hier für gute Unterhaltung. Die Episode ist also die bessere von den beiden, jedoch wäre auch hier noch mehr drinnen gewesen.

Insgesamt also ein gruselig netter Episodenfilm, der bei mir ein angenehmes Nostalgiefeeling ausgelöst hat. Angeblich sollen ja auch die Nite Tales in Serie gehen, mal sehen ob sie den Geschichten aus der Gruft in Zukunft das Wasser reichen können.

Am Ende noch ein kleines Zitat über die Wichtigkeit der Selbsterkenntnis:
Mr. Hinkley: „You boys probably think I´m crazy. Well, I am!“

Nite Tales bekommt von mir 6/10 episodenartige Empfehlungspunkte.


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