Thor: Tales of Asgard (Filmkritik)

Bevor Thor zu dem mächtigen Krieger mit dem legendären Hammer wurde, war er einfach nur Thor – der Sohn von Odin. Nachdem der Hunger nach Abenteuer immer größer wurde, macht er sich mit seinem Bruder Loki auf, um das legendäre Schwert Sutur zu finden. Auf der Reise ihres Lebens treffen sie nicht nur auf die unterschiedlichsten Kreaturen, sondern müssen schließlich sogar um ihr Überleben kämpfen.

Thor Tales of Asgard Film

Passend zum vor kurzem erschienenen Thor-Film erzählt der Film als kleiner Bonus die Vorgeschichte des beliebten Blondschopfes und seine Wandlung vom verwöhnten und behüteten Königssohn zum furchtlosen Krieger. Dabei wurde der Film, anders als man es vielleicht vermuten würde, direkt von den Marvel Animated Studios produziert und von Lionsgate Entertainment vertrieben. Es steht zwar nicht Disney drauf, der Einfluss der Zeichentrickschmiede ist nichts desto trotz deutlich vorhanden.

Ohne sich mit den Disney Klassikern messen zu wollen profitiert dieser Thor von deren Zeichenstil und dem Humor. Das Ergebnis ist zwar anders als die hochprofessionell gemacht wirkenden Filme der DC Konkurrenz, aber allem Anschein nach wollte man hier bewusst auf Bewährtes setzen. Auf alle Fälle ist „Thor – Tales of Asgard“ besser gemacht, als die Filme die man sonst von Marvel Animated kennt. Diese haben zwar immer Spaß gemacht, wirkten aber zeitweise etwas lieblos gezeichnet.

Was vielleicht für deinen einen oder anderen nicht funktionieren kann ist die Tatsache, dass man die Vorgeschichte eines Action-Blockbusters auf eine sehr harmlose Art und Weise erzählt. Die Zielgruppe scheint hier eine bei weitem jüngere zu sein – ist man sich aber dessen bewusst, kann man seine Erwartungshaltung entsprechend anpassen und den Film genießen. Die Geschichte selbst ist dann das was man erwartet. Thor wird als gut behüteter Königssohn vorgestellt, der (gegen den Willen seines Vaters) beschließt, die sichere Heimat zu verlassen um sein erstes Abenteuer zu bestehen.

Was mir sehr gut gefallen hat war, wie die mystische Welt rund um Asgard in Szene gesetzt wurde. Man begleitet Thor und seine Freunde durch die verschiedenen Welten, die alle sehr gut aussehen und die für die zum Moment passende Stimmung sorgen. Hier fällt vor allem die Liebe zum Detail auf, die es bei Filmen aus dem Hause Marvel nicht immer gab. Als Zuschauer freut man sich dann zusätzlich noch über die kleinen Details und Andeutungen, z.B. wie Thor seine Freunde kennen lernt. Selbst sein Hammer Mjolnir ist kurz zu sehen, auch wenn Thor damals anscheinend lieber mit Schwertern gekämpft hat.

Nachdem der Film vor der Realverfilmung spielt, hält sich die Angst um die Figuren eigentlich in Grenzen. Nichts desto trotz macht er Spaß und ist eine klare Empfehlung für alle Comicfans.

Von mir bekommt „Thor – Tales of Asgard“ 7,5/10 Empfehlungspunkten.


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