No Man’s Land: The Rise of Reeker (Filmkritik)

Ein älterer Sheriff übergibt an seinem letzten Tag letzte Anweisungen an seinen Sohn der ihm bald als Sheriff folgen wird. Eine junge Frau versucht einen Neustart mit einem Job als Kellnerin mitten in der Wüste. Drei Bankräuber versuchen ihren angeschossenen Kumpel zu retten und Kontakt mit der Polizei zu vermeiden. Diese Menschen und einige mehr treffen alle aufeinander in einem kleinen abgelegenen Diner.

Nach einer wilden Schießerei und anschließender Autoexplosion erschüttert ein kleines Erdbeben die Gegend. Ab diesem Zeitpunkt ist nichts mehr wie es scheint, eine unsichtbare Wand trennt die kleine Menschengruppe von der Außenwelt, Telefone und Funkgeräte funktionieren plötzlich nicht mehr. Zu allem Überfluss treibt ein geisterhafter Killer sein Unwesen, der die Überlebenden immer weiter dezimiert. Nun heißt es entweder zusammenhalten oder sterben.

Dieses Halloween wird eindeutig von Sequels regiert so ist auch dieser Film die Fortsetzung vom Film The Reeker aus dem Jahre 2005. Die Geschichten der beiden Filme hängen nicht zusammen, der unheimliche Reeker ist jedoch wieder vertreten, und man erfährt in einer Rückblende einiges über sein Leben vor dem Tod und über die gesamte Reeker Mytologie an sich.

Reeker 2 lebt aber nicht nur von der morbiden Atmosphäre die perfekt in das Wüstenszenario passt. Die Grundfrage, ob ich vorher noch lebe und mich der Reeker tötet oder ob mich der Reeker tötet und ich dann endlich verstehe, dass ich schon längst tot bin (wer diesen oder den vorigen Teil kennt weiß was ich meine), bringt wieder einen netten neuen Twist in das übernatürliche Killerthrillergenre.

Die Schauspieler spielen zwischen überzeugend und ganz gut, der Regisseur weiß seit dem ersten Teil was er tut und erweitert seine Franchise um einiges an Geschichte und führt dabei nahezu unendlich viele Möglichkeiten für weitere Fortsetzungen vor.

Die Charaktere sind zum Glück keine Stereotypen sondern haben alle differenzierte Verhaltensmuster (jedenfalls innerhalb des Genres) und wachsen bzw. verändern sich im Laufe des Films, manchen wünscht man den Tod und andere will man gerne bald in Sicherheit sehen.

Ein gruseliger Filmabend ist auf jeden Fall garantiert mit diesem Film, der es als einer der wenigen Filme überhaupt schafft, besser als der erste Teil zu sein.

Am Ende noch ein kleines romantisches Zitat: „I swam threw shit for you!“

No Mans Land The Rise of Reeker bekommt von mir 6/10 scheintote Empfehlungspunkte.


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