Nachts im Museum – Night at the Museum (Filmkritik)

Larry Daley (Ben Stiller) hat von seiner Ex-Frau Erica (Kim Raver – manchen aus 24 bekannt) ein Ultimatum bekommen. Sollte er es nicht schaffen eine Job zu bekommen UND ihn zu behalten, sind die Besuche bei seinem Sohn Geschichte. Nicht willens sich unterkriegen zu lassen nimmt Larry einen Job als Nachtwächter im Nationalkunde-Museum an. Dort soll er Cecil (Dick Van Dyke), Gus (Mickey Rooney) und Reginald (Bill Cobbs) – ein rüstiges Rentnertrio – ersetzen.

Die 3 scheinen auch begeistert vom Ruhestand, drücken Larry zum Abschied noch ein Handbuch in die Hand und verschwinden. Larry – nicht wirklich begeistert von seinem Job – nutzt seine Zeit aber alles andere als sinnvoll (singt über den Lautsprecher, slidet durch die Flure) und liest natürlich nicht das Handbuch. Blöde Sache, stehen dort doch die Verhaltensregeln, die er braucht wenn das Inventar des Nächtens lebendig wird. Was also tun?

Das 100 Millionen-Dollar teure actionlastige CGI-Spektakel ist eine Verfilmung des Kinderbuchs „The Night At The Museum“ des kroatischen Autoren Milan Trenc. Benn Stiller gibt uns in üblicher Manier den liebenswürdigen Pechvogel Larry – kein Job, geschieden und die Beziehung zu seinem Sohn steht auf dem Spiel. Also beschließt er seinem Sohn zuliebe im Museum anzufangen.

Seinen Sohn lernt man leider nur sehr wenig kennen, was an und für sich schade ist, weil man den Grund für Larrys Entscheidungen wirklich gerne etwas näher kennen gelernt hätte. Schwupps sind wir auch schon an Ort des Geschehens – das Museum. Es wird uns anfangs als eingestaubtes und absolut ödes Reich dargestellt, das erst dadurch Reiz gewinnt, dass das Inventar zum Leben erweckt wird.

Da wird wirklich alles munter: Miniatur-Römer und Mini-Cowboys (die Anführer der beiden werden köstlich dargestellt von: Owen Wilson – Obercowboy und Steve Coogan – seines Zeichens Legionsführer der Römer), Theodore Rosevelt (Robin Williams) samt Pferd, das T-Rex Skelett, die Löwen im Afrika-Teil (sowie Dexter – ein nerv tötender Affe), die Statue von den Osterinseln und auch viele andere sonderbare Gestalten.

Wirklich toll ist das Komikertrio Van Dyke, Rooney und Cobbs, dass mich durch diverse Gewaltandrohungen gegen Larry schon mal zum Lachen brachte. Dass dabei die Logik teilweise auf der Strecke bleibt, hat mich persönlich nicht gestört, denn der Film wurde ja als Kinderfilm angelegt und soll so auch nicht unbedingt für uns alte Menschen her halten. Alles in allem – Spaß und nochmal Spaß.

Wundert euch aber nicht wenn euch beim nächsten Museumsbesuch die Statue von den Osterinseln euch mit folgenden Worten um einen Kaugummi anquatscht: „Hey, Dumm-Dumm! Gib mir Gumm-Gumm!“

Der Film bekommt von mir 6,5 von 10 fantastischen, und toll animierten Empfehlungspunkte.


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