Doom: Annihilation (Filmkritik)

Auf dem Marsmond Phobos werden Experimente gemacht. Dr. Malcolm Betruger (Dominic Mafham) forscht nach einem Weg um Teleportation zu ermöglichen. Und er schafft es auch. Dummerweise nur, führt der Teleporter nicht dorthin, wo er denkt, dass er hinführt.

Kurz darauf wird eine Gruppe UAC Marines geschickt, um auf Phobos nach dem Rechten zu sehen, denn (Überraschung!) alle Kommunikation zur Station ist abgebrochen. Die Gruppe Marines, die geschickt wird, hat allerdings ein Problem. Sie trauen ihrer Anführerin Joan Dark (Amy Manson) nicht, da diese beim letzten Einsatz ihren gesamten Trupp verloren hat.

Die besten Voraussetzungen also, um durch die Tore der Hölle zu treten …

Warum, nochmals, verfilmt man ein Videospiel im zweiten Anlauf und dann ändert man fast alles daran, was es zu ändern gibt? Der erste Verfilmungsversuch ist auf diese Art und Weise bereits in die Hose gegangen und der hatte immerhin Dwayne „The Rock“ Johnson und Karl Urban dabei. Warum man das mit einem zweiten Film, der genauso viel und sogar noch mehr vom Material abweicht, wiederholt – noch dazu ohne Starpower oder glaubwürdigen Requisiten (ernsthaft: Die Riesengewehre wirken als hätten sie ein halbes Kilo, das wirkt lächerlich).

Wo soll ich anfangen? Vielleicht bei der völlig unnötigen Vorstellung der völlig unnötigen Crew, die wirklich lange dauert (für diese Art Film) oder bei den dramatisch-bedrohlich-mystischen Dialogen, die eigentlich nirgendwo hinführen? Oder bei den mutierten Menschen mit blauen Gesichtern, die für die größte Laufzeit des Films die Bösewichter sind? Oder das jemand mit dem Namen „Betruger“ – richtig, ein Betrüger ist. Von „Joan Dark“ als Namen der Heldin will ich jetzt nicht mal groß anfangen.

Die Grafiken/Computeranimationen könnten glatt aus „Doom 3“ stammen. Und das ist immerhin 15 Jahre alt. So „gut“ sind die geworden. Die schauspielerischen Leistungen sind mal okay und mal peinlich. Meistens wechselt das sogar bei den jeweiligen Schauspieler*innen von Szene zu Szene. Ich schätze mal, daran erkannt man, welche Teile der Dialoge sie halbwegs okay fanden und welche sogar ihnen eher peinlich waren.

Amy Manson bemüht sich, das kann man nicht leugnen und auch Dominic Mafham investiert (so wie die meisten Mitwirkenden des Films) mehr Energie als der Film bzw. das Drehbuch verdient hätte.

Das ist Regisseur und Drehbuchautor Tony Giglios achter Film. Warum der Film dann so billig und mies ist, verstehe ich einfach nicht. Andererseits sind in dieser Filmografie auch „SWAT: Under Siege“ und „Timber Falls“ vertreten und bei seinen Drehbücher finden sich „Perlen“ wie „Death Race 2“ oder „Death Race: Beyond Anarchy„.

Wie dem auch sei: Dieser Film hier ist billig und hat mit der Game-Marke „Doom“ tatsächlich so gut wie nichts am Hut. Noch dazu werden so gut wie alle guten Sci-Fi-Filme kopiert, allerdings wird es in keiner einzigen Szene geschafft, sich über die bekannten Film zu erheben, es reicht noch nichtmal um diesen annähernd ebenbürtig zu sein.

Schade. Schade. Schade. Hatte ich mit dem ersten „Doom“ noch (aus den richtigen Gründen) meinen Spaß, so ist das hier im besten Fall als Persiflage unfreiwillig witzig.

„Doom: Annihilation“ bzw. „Doom: Die Vernichtung“ bekommt 4 von 10 möglichen, leider wegen Themenverfehlung missglückte, Punkte.


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