Tierisch Wild – The Wild (Filmkritik)

Löwe Samson und sein Sohn Ryan leben im New Yorker Central Park Zoo. Ryan wird allerdings durch einen unglücklichen Zufall nach Afrika verschifft. Daher machen sich Samson und seine Zoo-Kumpanen Nigel (Koala), Bridget (Giraffe) und Benny (Eichhörnchen) auf die Suche nach dem kleinen Löwenjungen…

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Tiere in einem Zoo, die ausbrechen um einen der ihren zu retten und schließlich in Afrika landen? All das scheint seltsam vertraut und wer bei dieser Inhaltsangabe als erstes an „Madagascar“ denkt, sei entschuldigt. Doch hier handelt es sich um einen Disney-Film mit dem zumindest ich persönlich nicht vertraut war. „Tierisch Wild“ kam ein Jahr nach „Madagascar“ in die Kinos und nahm bei einem Budget von 80 Millionen Dollar nur 102 Millionen Dollar ein.

Warum so kurz hintereinander so ähnliche Filme ins Kino kamen? Die Produktionszeiten vor allem bei animierten Filmen sind sehr lange und Disney konnte es sich einfach nicht leisten einen kompletten Film einzustampfen, nur weil ein anderer Film ähnliche/gleiche Thematik hatte. Auch inhaltliche Parallelen zu „Findet Nemo“ lassen sich nicht von der Hand weisen.

Optisch sehen sich die Filme eigentlich kein bisschen ähnlich. Man versuchte sich an Detail-getreuer Darstellung der Tier-Charaktere – sprich es wurde möglichst realitätsgetreu versucht zum Beispiel Fell zu animieren, während das Konkurrenz-Produkt „Madagascar“ es in dieser Hinsicht nicht ganz so genau nahm.

Was ich hier sagen muss ist, dass der Film nicht sehr gut gealtert ist, denn heute sehen Animationen meist um einiges besser aus. Für die Animation gingen insgesamt 1,5 Millionen Arbeitsstunden drauf. Der Löwe Samson bekam 6 Millionen animierte Haare und ein Pudel, der nur sehr kurz vorkommt, hat sogar 14 Millionen Haare.

„Tierisch Wild“ ist seines Zeichens der zweite Computer animierte Spielfilm aus dem Hause Disney. Damals brachte man die Filme noch ohne die Hilfe von Pixar in die Kinos. „Tierisch Wild“ ist Spaß für Jung und Alt, wenngleich die meisten Scherze eher für die Jüngsten unter uns gedacht sind, wodurch ich nicht die ideale Zielgruppe bin. Für mich waren viele der Schmähs zu seicht.

Nachdem so viel Aufwand rund um die Optik gemacht wurde, hätte man auch in ein wenig besseres Drehbuch investieren können, denn die Handlung ist stellenweise sehr vorhersehbar, wodurch es schwer fällt sich emotional in den Film hinein zu versetzen. Wirklich gut gelungen ist die Synchronisation in der OV.

Durch talentierte Synchronsprecher wie Kiefer Sutherland, Jim Belushi und William Shatner werden die Figuren erst so richtig zum Leben erweckt. Auch die zahlreichen Sidekicks sind toll und stehlen teilweise den Hauptfiguren die Show.

Fazit: „Tierisch Wild“ hat eindeutig Höhen und Tiefen und ist eher für die Jüngeren unter uns geeignet.

Dieser Film bekommt von mir 6,5/10 tierisch wilden Punkten und ist ab sofort als Nummer 46 der Disney Classics auf DVD und Blu Ray im Handel erhältlich.

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(Szenenbild: © Disney)

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Der Film enthält neben dem Film in gewohnt hochwertiger Bild- und Tonqualität noch einige Extras.

Der Koala Nigel (ungeschnitten) – hier kann Synchronsprecher Eddie Izzard brillieren und freche Sprüche klopfen.
Weiters gibt es 4 neue unveröffentlichte Szenen mit Kommentaren von Regisseur Steve Williams.
Ein schräger Dschungel-Nager und das Musikvideo: „Real Wild Child“ von Everlife runden die Extras ab.

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