Salvation (Serienkritik)

Ein Student (Charlie Rowe) findet heraus, dass ein riesiger Meteorit die Erde treffen wird. Sein Professor, dem er von seiner Entdeckung erzählt, verschwindet daraufhin spurlos….

Waaaaas? Ein Asteroid wird die Erde treffen? In 181 Tagen? Soll ich schon mal Bruce Willis und seine Crew (Armageddon) anrufen um Löcher hinein zu bohren, damit sie ihn dann in die Luft sprengen können?

So oder ähnlich lauteten meine Gedanken als ich die Prämisse von „Salvation“ las. Dennoch war ich interessiert genug, um der ersten Folge eine Chance zu geben. Bereuen per se tue ich das nicht, doch wirklich begeistert von dieser Serie bin ich nach den ersten beiden Folgen nicht.

In der Pilotfolge teilt sich die Handlung in drei verschiedene Settings auf. Der erste Handlungsstrang beschäftigt sich mit der Entdeckung des Asteroiden. Der zweite spielt im Pentagon. Man folgt Deputy Secretary of Defense Harris Edwards und Grace Barrows, die ihres Zeichens Pentagon Presse Sprecherin ist. Schnell erkennt man, dass die beiden mehr als Kollegen sind. Der dritte Handlungsstrang kombiniert die ersten beiden. MIT Student Liam Cole und Milliardär/Genie Darius Tanz konfrontieren Edwards und gezwungenermaßen muss die Regierung nun mit Tanz zusammen arbeiten, da ansonsten der Weltuntergang droht.

Soweit so gut. Grundsätzlich erscheint es mir durchaus realistisch, dass die amerikanische Regierung der Bevölkerung eine solche Information vorenthalten würde. Immerhin könnte diese Info zur weltweiten (ja so dermaßen groß ist der Asteroid) Massenpanik führen. Anscheinend waren die Amerikaner auch die einzigen, die das angeblich extrem riesige Teil entdeckt haben.

Doch wie die Regierung ansonsten dargestellt wird, ist nicht gerade schmeichelhaft, geschweige denn realistisch. Da schafft es eine Pressesprecherin (!) mit geklauten Codes Atommüll zu klauen und niemandem fällt auf, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht? Im echten Leben hätte man sie schon verhaftet bevor sie ihre Haustür zugesperrt hat. Dann wird jemand aus dem Pentagon Nachtdienst erschossen, weil er gemeinsam mit Grace belastendes Video-Material gesichtet hat. Kommt da keiner auf die Idee zu checken, ob er vielleicht noch einen anderen Zuseher hat? Immerhin gibt es doch schon so moderne Dinge wie Überwachungskameras!

Was die Serie zumindest trotz der Logiklöcher zu unterhaltsamen 45 Minuten Freizeitvergnügen macht, sind die zum Großteil guten Schauspieler, die für ihre jeweiligen Rollen ziemlich gut gecastet sind. Ian Anthony Dale (Hawaii Five-0) als Harris Edwards war eine gute Wahl, denn man glaubt ihm, dass er mit seinen Entscheidungen und den Informationen, die mit seinem Job einhergehen, nicht immer glücklich ist. Grace Barrows wird von Jennifer Finnigan (Tyrant) gespielt, die versucht, aus ihrer Rolle das Beste zu machen. Ich finde sie als liebende Mutter glaubwürdiger als als Pentagon-Angestellte, aber vielleicht ändert sich das noch.

Sehr genial in seiner Rolle als Darius Tanz finde ich Santiago Cabrera (Big Little Lies). Tanz ist einer der klügsten Köpfe der Erde und das transportiert Cabrera äußerst glaubwürdig. Der Student Liam Cole wird von Charlie Rowe (Red Band Society) gespielt. Liam stolpert von einer prekären Situation in die nächste und Rowe muss eigentlich nur mit großen Augen durch die Gegend laufen und ganz viel Staunen. Hoffentlich wird seine Rolle noch ein wenig ausgebaut.

Fazit: Ich bin wirklich gespannt wie diese Serie weitergeht. Anscheinend hat diese Staffel 12 Folgen, also werden wir bald wissen, ob die Erde oder der Asteroid das Match gewinnt.

Dieser Pilot bekommt von mir 6,5/10 potentiell die Erde vernichtende Punkte.


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