Unforgettable: Tödliche Liebe (Filmkritik)

Tessa (Katherine Heigl) steht nach ihrer Scheidung vor einem Scherbenhaufen. Ganz im Gegensatz dazu scheint ihr Ex-Mann David (Geoff Stults) das perfekte Leben zu führen. Er ist frisch verliebt in Julia (Rosario Dawson). Julia ist eine liebevolle Stiefmutter für Tessas und Davids Tochter Lilly (Isabella Rice) – was Tessa ein Dorn im Auge ist. Nun hat sie ein Ziel, nämlich der neuen Frau ihres Ex das Leben zur sprichwörtlichen Hölle zu machen…

„Unforgettable“ hat mit seinem Titel absolut Recht. Man möchte gerne vergessen, dass man 1 Stunde und 40 Minuten damit verbracht hat, sich absoluten Mist anzusehen, kann es aber nicht. Eigentlich könnte ich schon an dieser Stelle mit meiner Review aufhören, denn dass sie nicht positiv ausfallen wird, könnt ihr euch nach diesem Intro wohl denken.

In diesem „Meisterwerk“ geht es um eine eifersüchtige Ex-Frau, die der neuen Frau ihres Ex-Mannes die Hölle heiß macht. Sie schreckt nicht davor zurück, ihr eigenes Kind in diesen Krieg hinein zu ziehen, was die von Katherine Heigl gespielte Tessa wohl noch weniger sympathisch erscheinen lassen soll.

Der einzige Weg, Tessa noch plakativ böser zu machen, wäre ihr Teufelshörner und eine gesunde rote Farbe zu verpassen. Tessa ist eine schlechte Mutter, eine unzulängliche Tochter für ihr eigene Mutter (soll wohl erklären woher ihre guten „People Skills“ herkommen) und allgemein ein schlechter Verlierer, mit leisen Hang zum Stalking. Heigl ist ja grundsätzlich nicht untalentiert, doch sie vermag es kein bisschen Tessa zu einem realen Charakter werden zu lassen.

Heigl hat ja nun schon seit längeren Schwierigkeiten nach einem vielversprechenden Karrierestart in Hollywood Fuß zu fassen. Warum? Die dumme Gans hielt es für eine kluge Idee einen Film in dem sie mitspielte (Knocked Up) sowie dessen Regisseur schlecht zu reden. Kein Wunder also, dass keines der hohen Tiere mit ihr arbeiten will.

Rosario Dawson, die man derzeit in eigentlich allen Marvel-Netflix-Serien (zB Daredevil) als Krankenschwester Claire sieht, spielt Julia, die Neue. Wie Dawson in diesem Film gelandet ist, fände ich wirklich interessant, denn für solchen Trash ist sie viel zu talentiert. Man muss ihr absolut zu Gute halten, dass sie das Beste aus ihrer Rolle macht. Man nimmt ihr ihre Panik, Verwirrung, Wut ebenso ab wie ihre Liebe ihrer Stieftochter und ihrem Mann gegenüber.

Als Mann im Mittelpunkt des Dramas ist Geoff Stults zu sehen. Selbst die Sessel in meiner Küche haben einen besseren Charakter als David. Stults (J. Edgar) hat nicht viel zu tun und fungiert hier eher als männliches Eye-Candy für die (wahrscheinlich) vorwiegend weibliche Zielgruppe, wobei ich mich fragen muss, wie verzweifelt man sein muss, um sich deswegen diesen Film anzusehen.

Fazit: Kann man sehen, sollte man aber wirklich nicht. Wer seine Zeit angenehm verbringen will sollte lieber „Wonder Woman“ zum dritten Mal sehen (oder zum 18. Mal ein „Der Herr der Ringe“ Tripplefeature starten).

Dieser Film bekommt von mir 3/10 leider unvergessliche Punkte.


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