The Flash – Staffel 3 (Serienkritik)

Sein Name ist Barry Allen (Grant Gustin) und er ist der schnellste lebende Mensch. Nach außen hin ist er ein forensischer Mitarbeiter der Polizei, doch insgeheim bekämpft er das Verbrechen und versucht andere Meta-Menschen wie ihn zu finden und das mit der Hilfe seiner Freunde von S.T.A.R. Labs. Nachdem er Zoom besiegt und das Multiverse gerettet hatte lief er in der Zeit zurück und erschuf so die alternative Zeitlinie „Flashpoint“. Er stellte die Zeitlinie wieder her, musste allerdings feststellen, dass einiges nicht so wie früher ist. Er brachte so auch neue Bedrohungen in diese Welt und er ist der einzige, der schnell genug ist um diese aufzuhalten – denn er ist der Flash.

An dieser Stelle gehen die Abenteuer von Barry Allen in die dritte Runde. Inspirieren ließ man sich dieses Mal von dem Comic „Flashpoint“ auf dem auch der Animationsfilm „Justice League: Flashpoint Paradox“ basiert. Allerdings verwendet man hier wirklich nur die grundsätzliche Idee, um daraus letztendlich etwas vollständig Eigenes zu machen.

Doch kommen wir zu der Person, dessen Namen diese Serie trägt. Barry Allen/The Flash behauptet immer noch von sich, der schnellste lebende Mensch zu sein. Allerdings hat Barry es hier zum Dritten mal mit einem Bösewicht zu tun, der ganz klar schneller ist als er. Das macht allerdings nichts, denn im Großen und Ganzen macht man an dieser Stelle alles richtig.

Nachdem Barry Allen also am Ende der zweiten Staffel in der Zeit zurück gereist ist, genießt er die Zeit mit seiner Familie. Allerdings ist auch in dieser neuen Gegenwart nicht alles perfekt. Nachdem er also die Zeitlinie wiederherstellt, oder es zumindest versucht, ist dennoch nicht alles beim Alten. Hinzu kommt, dass die Aktion einen neuen Bösewicht auf den Plan gerufen hat.

Der schickt zunächst seinen Vorboten um, wie sollte es auch anders sein, kurze Zeit später selbst auf den Plan zu treten. Er nennt sich Saviatar, der Gott der Geschwindigkeit, und hat es sich zur Aufgabe gemacht den Flash zu zerstören. Aus diesem Grund hat er es auf Barrys große Liebe Iris West abgesehen, deren dahinscheiden es zu verhindern gilt.

Barry Allen und Team Flash arbeiten daran das zu verhindern und die Zukunft zu verändern. Eine gewisse Dringlichkeit erhält das ganze dadurch, dass man durch einen Blick in die Zukunft weiß, wann und vor allem wie genau es passieren wird. Alle Maßnahmen und Ideen, egal wie vielversprechend sie auch zu sein scheinen, scheinen sinnlos zu sein.

Wenn es dann in der vorletzten Folge so weit ist und man als Zuschauer fassungslos den Atem anhält, wird man zweifelsohne feststellen, dass „The Flash“ in Staffel drei fast alles richtig gemacht hat. Zwar wäre es nett den heiteren Grundton der ersten Staffel zurückzubringen, doch leider scheinen diese Zeiten vorbei zu sein. Was den Cast betrifft hat sich, zum Teil bedingt durch „Flashpoint“, einiges getan.

Doktor Wells verlässt diese Dimension, sorgt aber vorher mit H.R. Wells (der ebenfalls von Tom Cavanagh gespielt wird) für Ersatz. H.R. ist allerdings anders als sein Doppelgänger, wie sich zeitnahe herausstellt, kein Genie, sondern für Inspiration und Motivation des Teams zuständig. Abgesehen davon hat er auch hier und da eine gute Idee.

Toll ist wie Cavanagh (400 Days) immer wieder überzeugend in unterschiedliche Rollen schlüpft. Ebenfalls von seiner Vielseitigkeit überzeugen muss hier Grant Gustin. Als Flash ist Gustin gewohnt gut und vor allem in heiteren Momenten sympathisch. In tragisch düsteren Momente kann er allerdings nur selten überzeugen, was zum Teil an der damit oft verbundenen Emo-Frisur liegt.

Wally West und Jesse West erhalten ebenfalls die Fähigkeit, sich mit übermenschlicher Geschwindigkeit zu bewegen. Gemeinsam mit dem bereits vorgestellten Jay Garrick gibt es also in diesem Multiversum mittlerweile vier Speedster. Caitlin Snow hat sich entwickelnde Eis-Kräfte und Angst davor der Bösewicht Killer Frost zu werden.

Gerade was Caitlin betrifft wird es spannend, wie es in der nächsten Staffel weitergeht. Mit Julian Albert hat Barry einen neuen CSI-Kollegen, den er zu Beginn allerdings erst für sich gewinnen muss. Der eigentliche Bösewicht Saviatar, dessen Identität an dieser Stelle nicht gespoilert wird, hat es in sich und ist auch, anders als Zoom, noch unheimlich wenn seine Identität enthüllt wird.

Generell sind die Charaktere durch die Bank toll und funktionieren vor allem gemeinsam erstklassig. Schön dass ein besonderes Augenmerk auf die Charakterarbeit gelegt wurde. Was die dritte Staffel als Ganzes betrifft, gibt es kaum einen Grund sich zu beschweren.

Die übergreifende Handlung ist durchgehend stimmig und selbst die Folgen, die nichts mit ihr zu tun haben, fühlen sich nie wie Lückenfüller an. Das einzige was hier stört ist, dass die Geschichte, mit all ihren Zeitreisen, ab einem gewissen Zeitpunkt keine in sich erkennbare Logik mehr hat. Allerdings ist das bereits Jammern auf sehr hohem Niveau.

Alles in allem ist die dritte Staffel von „The Flash“ eine deutliche Verbesserung und durchgehend stimmig. Einzig der Übergang in Staffel vier wäre in der Form nicht notwendig gewesen, denn natürlich sind wir wieder dabei wenn die Abenteuer von Flash und Co in die vierte Runde gehen.

Die dritte Staffel von „The Flash“ bekommt daher 8,5/10 immer schneller werdende Empfehlungspunkte.


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