Black Site Delta (Filmkritik)

Jake (Cam Gigandet) hat einen ganz, ganz schlechten Tag. Eigentlich wollte er seiner Tochter einen Teddybären schenken, wird aber in einer Bar von ein paar Bikern angepöbelt und tötet einen von ihnen als er sich verteidigt. Jake wird festgenommen und landet, auf Grund seiner Vorgeschichte bei den Streitkräften, nicht in einem Gefängnis, sondern wird in einer Black Site festgehalten. Als die Einrichtung von Terroristen gestürmt wird, die es auf eine von dieser Einrichtung aus gesteuerten Langstrecken-Drohne abgesehen haben, beschließt Jake, gemeinsam mit seinen Mitgefangen, das schlimmste zu verhindern.

Regie führt an dieser Stelle Jesse Gustafson, der bisher an Kurzfilmen gearbeitet hat. Bei „Black Site Delta“ übernimmt er das erste Mal bei einem Spielfilm diese Funktion. Da das Budget hier scheinbar sehr knapp bemessen war, inszeniert Gustafson ihn gekonnt mit einer gehörigen Prise Trash. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und macht, die richtige Erwartungshaltung vorausgesetzt, Spaß.

Jake landet am Anfang nach einer Begebenheit, die vage an den Einstieg von „Con Air“ erinnert, hinter den schwedischen Gardinen einer Black Site. Dort lernt er den Rest des „Suicide Squad“ kennen. Diese Herrschaften decken jedes Klischee ab. Vom Soldaten der den Befehl verweigert hat Unschuldige zu töten bis hin zum Psychokiller ist hier alles dabei.

Ebenfalls lustig ist, dass der härteste Kerl im Team eine Frau ist. Die Black Site wird dann von Terroristen überfallen, die es auf eine Drohne mit einem nuklearen Sprengkopf abgesehen haben. Das „Squad“ beschließt das zu verhindern, da man auf eine anschließende Begnadigung hofft und so legt man sich mit einer scheinbar nie enden wollenden Gegnerschar an.

Abgesehen von gewissen unnötigen Szenen, hat das was im Anschluss kommt einen vergleichsweise hohen Unterhaltungswert. Jedes Teammitglied hat seine Momente, wobei sie zum Teil auch gut zusammenarbeiten. Der eigentliche Unterhaltungswert ergibt sich jedoch durch die unglaubliche, scheinbar endlose Dummheit der Terroristen.

Da rennt schon mal jemand einem der bösen Jungs in die Arme, der zum Überfluss auch noch mit einer Schrotflinte bewaffnet ist. Er provoziert ihn ein wenig und fordert ihn zu einem Kampf heraus. Der Böse steigt darauf ein, worauf hin sich sein Gegenüber die Waffe schnappt und ihn über den Haufen ballert. Solche Momente gibt es übrigens einige!

Erwähnenswert bei diesem Film ist dann noch die Cinematographie von Laurence Vannicelli. Die ist unglaublich gelungen und technisch beinahe perfekt. Framing und Tiefenschärfe werden in jedem Moment sehr gekonnt eingesetzt. Einziger Kritikpunkt an dieser Stelle ist die Beleuchtung, die hier und da etwas zu künstlich wirkt.

Alles in allem ist „Black Site Delta“ ein trashiger Film mit einem hohen Unterhaltungswert. Die Charaktere decken zwar jedes Klischee ab, sind aber toll und die Schauspieler leisten, den Umständen entsprechend, ausgezeichnete Arbeit.

Der Film „Black Site Delta“ bekommt 7/10 den Tag rettende Empfehlungspunkte.


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