Bridget Jones: Am Rande des Wahnsinns – Bridget Jones: The Edge of Reason (Filmkritik)

Bridget Jones (Renée Zellweger) und der Anwalt Mark Darcy (Colin Firth) sind nun tatsächlich ein Paar, aber es läuft nicht ganz so rund wie Bridget sich das vorgestellt hat…

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Über 10 Jahre ist es her, seit dieser Film in den heimischen Kinos war. Der Film basiert auf einem gleichnamigen Roman der Autorin Helen Fielding. Ich kann mich noch ziemlich genau erinnern, wie begeistert ich war, dass „Bridget Jones Diary“ eine Fortsetzung bekommen sollte. Da kann man fast nur enttäuscht werden und tatsächlich war ich, als ich das Kino verließ, nicht gar so begeistert.

Woran das lag? Ich fand und finde die Story einfach so an den Haaren herbei gezogen und auch wenn die Hauptfigur dieselbe ist, kann sich der Film nicht nahtlos an den ersten anfügen. Der Film beginnt damit, dass Bridget und Mark ein glückliches Pärchen sind und Bridget einen Job vor der Kamera hat.

Doch da man daraus keinen Film machen kann, wird Bridget grundlos eifersüchtig, da Mark Zeit mit einer Arbeitskollegin verbringt. Nach einem vollkommen sinnlosen Streit trennen sie sich und Bridget trifft bei einem Job ihren ehemaligen Freund Daniel (Hugh Grant) an. Danach landet Bridget wegen Drogenschmuggels im Knast und dort tauscht sie ihren BH gegen Zigaretten und bringt den anderen Häftlingen „Like a Virgin“ von Madonna bei. Ein hirnrissiges Missgeschick reiht sich an das nächste und das alles nur, um sie möglichst lange von ihrer wahren Liebe fern zuhalten.

Hugh Grants (Cloud Atlas) Charakter ist nach wie vor ein Arschloch und kann es nicht lassen, jede Frau anzubraten, die bei 3 nicht auf den Bäumen ist. Die Logik würde gebieten, sich so einem Mann keine 10 Schritte zu nähern, doch Bridget fällt erneut auf seinen (schleimigen) Charme herein, ein Stück weit wohl auch um sich an Mark zu rächen.

Rene Zellweger, die kurz zuvor ihren Oscar für „Cold Mountain“ gewann, ist als Bridget nach wie vor so sympathisch, so dass es fast schmerzt, wenn man sieht, wie sie von einem Fettnäpfchen ins andere stolpert. Nein, sie stolpert nicht nur hinein, sie springt viel eher mit Anlauf kopfüber hinein. So schwungvoll, dass man sich selbst als Zuseher fremdschämt und sich stellenweise fragt, ob sie vielleicht einfach nur dumm ist, oder ob das Schicksal etwas gegen sie hat und ihr das Leben absichtlich so schwer wie möglich macht.

Colin Firth (Kingsman) ist der viel zu nette, viel zu geduldige Mark Darcy, eine eigentlich eher undankbare Rolle, doch er macht das Beste daraus und beweist, dass er sich durchaus zu helfen weiß.

Fazit: Hier scheiterte es nicht an den Schauspielern, sondern schlicht und einfach an einem unausgeglichenen Drehbuch (bei dem Helen Fielding mitschrieb), sodass nicht nur die Schauspieler, sondern vor allem die Film-Charaktere in einem ungünstigen Licht dastehen.

Dieser Film bekommt von mir 5,5/10 beinahe wahnsinnige Punkte.


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