Best Of Worst Case: The Hollow aka The Burning Curse (Filmkritik)

Es war einmal ein Geschwistergespann namens Sarah (Stephanie Hunt), Marley (Sarah Dugdale) und Emma (Alisha Newton). Die drei sind auf dem Weg auf eine Insel – zum Haus ihrer Tante (Deborah Kara Unger). Aber es zieht ein großer Sturm auf und sie werden vor der überquerung mit der Fähre davor gewarnt überzusetzen, denn „etwas ist mit dem Sturm gekommen“.

Natürlich schlägt man alle Warnungen in den Wind. Die Anspannung zwischen den Geschwistern wird größer, denn die jüngste hat Visionen und Albträume und die anderen beiden geben sich gegenseitig die Schuld an einer großen Familientragödie.

Als sie beim Haus der Tante ankommen finden sie etwas, dass sie nicht hatten finden wollen …

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Ach, Kreativität wo bist du hin? Versteckt und verflogen. Als ich gesehen habe, dass Rick Suvalle für das Drehbuch von „The Hollow“ verantwortlich zeichnet, ist mir wieder eingefallen, dass ich bereits zwei Filme gesehen haben, bei welchen er das Drehbuch geschrieben hat. Das wären zum einen der mich sehr begeisternde: „Roadkill“ (von manchen Logiklöchern abgesehen) und der absolut durchschnittliche „Scarecrow„. Beide natürlich Filme des SyFy-Channel. Wie auch dieser hier.

Regie hat bei „The Hollow“ (auch bekannt in unseren Gefilden als „The Burning Curse“) Sheldon Wilson geführt, der auch den oben erwähnten „Scarecrow“ inszeniert hat, sowie den bei mir einen positiven Eindruck hinterlassen habenden „Red: Werewolf Hunter“ (Gut, okay. Das mag auch an Felicia Day gelegen haben). Dazu auch noch bei ein paar anderen „klassischen“ Trashfilmen wie „Snowmagedon“ oder „Killer Mountain“ oder „Mega Cyclone“. Der letzte Film vor diesem hier war dann „The Unspoken“, der für das Kino konzipiert war, aber wohl ein wenig unterging.

Wie dem auch sei – „The Hollow“ beginnt schon mal vielversprechend und führt Deborah Kara Unger (das Charaktergesicht aus „Silent Hill“) als Tante ein, die aber nicht wirklich lange Teil der Handlung bleibt, da sie rasch das Zeitliche segnet. Insofern hält man sich schon mal sehr klar und gut an die Regeln solcher Filme. Das gilt im Grunde für den ganzen Film mit – soviel sei verraten – ein paar netten Twists. Zwar nicht im Sinne von unerwarteten Handlungsverläufen, aber doch immerhin der Tatsache, dass ein paar der Leute, von denen eigentilch klar sein sollte, dass sie den Film überleben das eben nicht tun.

Vom Gefühl her hat man immer den Eindruck, dass das alles nur schlecht enden kann und irgendwie kriegten es die Macher dann doch hin, dass man am Ende nicht völlig perpley da sitzt und sie alle verflucht. Denn der Film ist wirklich unterhaltsam. Okay, ein paar Teile sind sehr vorhersehbar, ein paar Figuren schreien ganz laut „Plot-Point!“ und wirklich mögen tut man auch nicht sehr viele, aber – und das ist das wichtige daran – so richtig langweilig wird es nie.

Die Effekte sind für eine Billigproduktion absolut okay und das Monster sieht dank seines Glühens und Funkenfluges doch auch ganz gut aus. Ein wenig wie ein „Ent“ aus „Herr der Ringe“, der die ganze Zeit über leicht brennend vor sich hinglüht. Das gegen Ende dann die Logik völlig über Bord geworfen wird – okay. Das kennen wir auch von anderen „großen“ Filmen und trotz allem waren die Beweggründe für einen bestimmten Charakter doch für mich nachvollziehbar. Schade, dass das Opfer umsonst war, weil der andere Charakter das halt nicht nutzt.

Von den Hauptpersonen sticht keine wirklich durch ihr Schauspiel hervor, aber es fällt auch niemand außerordentlich negativ auf. Stephanie Hunt und Sarah Dugdale haben bis jetzt keinen Film gemacht, den ich gesehen haben. Witzigerweise dürfte die Jüngste im Bunde, Alisha Newton, wohl im bekannteren Film (kurz) dabei gewesen sein, auch wenn sie vermutlich niemand erkennen würde (die junge Annabeth in „Percy Sledge: Sea Of Monsters“).

Alles in allem ist „The Hollow“ kein Juwel und wohl auch nicht gut genug in Story, Machart und Umsetzung, um als alles andere als eine „SyFy-Produktion“ durchzugehen. Wer diese aber kennt und zu schätzen weiß, der findet einen Film, der nicht so schlecht ist, dass er deshalb Spaß macht, aber auch nicht so gut, dass man ihn ohne Vorbehalte weiter empfehlen könnte. Wer mit der korrekten Erwartungshaltung herangeht, wird allerdings von einem kleinen, harmlosen, aber unterhaltsamen Monsterfilm gut unterhalten.

„The Hollow“ bekommt 6 von 10 möglichen, alle klassischen Elemente nutzenden und diese auch gut umsetzende, Punkte.

Best Of Worst Case – Urteil (Trashfaktor: Effekte, Story, Budget):
Kein Meilenstein, weil zu wenig unfreiwillig lustig und sicher kein guter Film. Meilenweit von den Totalausfällen einer Schmiede wie „The Asylum“ entfernt aber immer noch als netter Monsterfilm für Zwischendurch unterhaltsam, der am Ende durchaus auch mal überraschen kann.

Fazit: Wer keinen Meilenstein erwartet, wird zufrieden sein.


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