Battle of the Damned (Filmkritik)

In der nahen Zukunft sind Biotech-Firmen nach Südostasien ausgewandert, um Regulierungen zu vermeiden. Es kommt wie es kommen muss und ein hoch ansteckender Krankheitserreger wird frei gesetzt und infiziert die umliegende Bevölkerung. Die Infektion breitet sich schnell aus und verwandelt die Menschen in eine Art Zombie. Die betreffende Stadt wird unter Quarantäne gestellt und das Militär stellt sicher, dass niemand die Stadt verlässt oder sie betritt.

Eine Gruppe Söldner rund um Major Max Gatling (Dolph Lundgren) wird von einem reichen Industriellen engagiert um dessen Tochter, Jude (Melanie Zanetti), aus der Quarantänezone zu holen. Nachdem die meisten von Gatlings Männern bei dem Einsatz ihr Leben gelassen haben, ist der auf sich alleine gestellt. Doch schließlich findet er Jude und muss sie und ihre neuen Freunde (eine Gruppe Nicht-Infizierter) aus der Quarantänezone bringen. Unerwartete Hilfe bekommt er dabei ausgerechnet von ein paar Killer-Robotern.

Battle of the Damned

Dolph Lundgren ist, wie die meisten seiner Kollegen die bei „The Expendables“ mitgespielt haben und die in den 80er Jahren als Actionstars bekannt waren, bekannter Weise inzwischen dazu übergegangen, seine Fans (und von denen gibt es anscheinend genug) regelmäßig mit trashigen B-Movies zu beglücken. An dieser Stelle feiert er jedoch eine Art Prämiere, hat er es hier doch zum ersten Mal mit Zombies zu tun.

Die Grundidee von „Battle of the Damned“ weißt eine gewisse Ähnlichkeit mit „Resident Evil: Apocalypse“ vor, wobei es sich dann doch um zwei sehr verschiedenen Filme handelt. Die Handlung dieses Films lässt sich dann in aller Kürze wie folgt beschreiben: Es gibt eine kurze schriftliche Einführung in die Grundidee des Films.

Gatling (übrigens, geiler Name für einen Hauptcharakter) bekommt den Auftrag Jude zu retten. In der nächsten Szene befindet der sich auch schon am Ort des Geschehens. Sein Team wird, wie meist in einem Zombiefilm, stückchenweise reduziert und schließlich schickt Gatling seinen letzten Kameraden mit dem Hubschrauber nach Hause, um alleine weiter nach Jude zu suchen.

Er findet sie und er erfährt, dass sie die letzte Zeit mit einer Gruppe Nicht-Infizierter verbracht hat, deren Plan es ist sich in einem Anwesen einzuschließen und darauf zu warten, bis sich das Zombie-Problem von selbst gelöst hat. Das wäre auch ein guter Plan, würde die Regierung nicht ihrerseits planen, die gesamte Stadt einzuäschern.

Gatling, Jude und ihre Freunde versuchen also gemeinsam aus der Stadt zu entkommen und bekommen dabei ausgerechnet Hilfe von Killer-Robotern. Am Ende wird dann auch fast alle gut, immerhin muss sich der eine oder andere noch von einem Zombie fressen lassen. Alles in allem ist die Geschichte vor allem lustig und ziemlich irre.

Dabei wirkt es durchgehend so, als ob Regisseur und Drehbuchautor Christopher Hatton bei der Entwicklung und Umsetzung dieser Idee eine Menge Spaß hatte. Spätestens wenn dann die bereits mehrfach erwähnten Roboter auftauchen, stellt man sich möglicherweise als Zuschauer schmunzelnd die echt-jetzt-Frage.

Dolph Lundgren macht hier als Major Gatling routiniert sein Ding. Zwar fällt er nicht unbedingt durch seinen Körpereinsatz oder seine schauspielerische Leistung auf, wirkt aber dennoch mehr als cool genug für diese Rolle und hat auch den einen oder anderen flotten Spruch auf Lager. Melanie Zanetti als Jude wirkt sowohl leicht zickig als auch etwas zu jung für diese Rolle.

Ihrer Rolle eine Schwangerschaft anzuhängen ist in diesem Zusammenhang komisch (sie sieht aus wie eine Sechzehnjährige), relativiert sich aber ein wenig wenn man weiß, das die Gute 2007 ein Bachelor-Studium abgeschlossen hat (dieser Film kam 2013 raus). Die restlichen Schauspieler sind kaum der Rede wert, funktionieren aber im Kontext des Films.

Optisch setzt der Film mit ein paar Unterbrechungen auf eine sehr wackelige Perspektive. Die Zombies sind sehr schnell unterwegs, wobei man in der einen oder anderen Szene schon das Gefühl hat, es würde sich um Statisten mit Make-Up und schmutzigen Klamotten handeln.

Alles in allem ist „Battle of the Damned“ ein lustiger und trashiger Film, der als B-Movie funktionieren will und das auch tut. Lundgren macht hier im Kampf gegen Zombies wie so oft sein Ding und bekommt dabei noch Hilfe von ein paar Killer-Robotern.

Der Film „Battle of the Damned“ bekommt 6/10 die Stadt gerade noch rechtzeitig verlassende Empfehlungspunkte.

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