Der unglaubliche Burt Wonderstone – The Incredible Burt Wonderstone (Filmkritik)

Burt Wonderstone (Steve Carell) und Anton Marvelton (Steve Buscemi) sind seit ihrer Kindheit die besten Freunde und talentierte Magier. Vor einigen Jahren hatten sie eine der heißesten Shows in Las Vegas, doch ihre Fangemeinde schwindet und die Konkurrenz, vor allem in Form des Straßenmagiers Steve Gray (Jim Carrey), macht ihnen das Leben schwer. Als sie sich nach einer verpatzten Nummer trennen und ihre Show gestrichen wird, muss sich vor allem Burt fragen, was in seinem Leben wirklich wichtig ist.

The Incredible Burt Wonderston Film Cast

Regisseur Don Scardino konnte schon viel Erfahrung sammeln, stand aber bisher hauptsächlich bei diversen Folgen diverser Serien (unter anderem „Criminal Intent“, „Royal Pains“ oder „2 Broke Girls“ und viele mehr) hinter der Kamera. Etwas dass ab der ersten Minute ins Auge sticht, ist Scardinos erstklassiges Talent für eine optisch einwandfreie Inszenierung. Hier ist die Kamera immer ganz genau da, wo sie sein muss und fängt die Geschichte mit elegant weichen Bildern ein, ohne sich auch nur einen Aussetzer zu erlauben.

Die eigentliche Geschichte zeigt einen Selbstfindungstrip, der gespickt ist mit vielen elegant eingebauten humoristischen Elementen. Zu Beginn erfährt man wie Burt und später Anton ihre Liebe zur Magie entdecken (schließlich liebt jeder einen Magier) und später in Vegas landen, wo sie äußerst erfolgreich mit ihrer eigenen Show sind. Gute zehn Jahre später stellen sie dann gezwungenermaßen fest, dass ihr Konzept nach all der Zeit an Schwung verloren hat und verlieren sogar ihre Show.

Ab diesem Zeitpunkt hängt die Geschichte in erster Linie an Burt, der es verabsäumt hat, sich in seinen fetten Jahren etwas auf die Seite zu legen. Vor dem nichts stehend tritt er schließlich in einem Altenheim auf und lernt dort den Mann kennen, der ursprünglich seine Liebe für das magische geweckt hat. Damit dieses Konzept funktionieren kann, bedarf es des richtigen Schauspielers für die Rolle des Burt und den hat man mit Steve Carell (Ich Einfach Unverbesserlich) gefunden.

In die Rolle des Burt Wonderstone passt er hervorragend. Er vermittelt das arrogante Gehabe zu Beginn und das gesamte emotionale Spektrum, das später folgt, hervorragend ohne auch nur zu einem Zeitpunkt zu ernst zu werden. Carell ist quasi in den Komödien zu Hause und stellt hier wieder einmal unter Beweis, dass das auch seinen guten Grund hat.

Steve Buscemi (zu hören in Igor) als Anton Marvelton ist die gute Seele des Films, leider aber auch nicht die hellste Birne im Leuchter. Als er ein armes Dorf dem es an Nahrung und Wasser fehlt Magie bringt (schließlich ist er ja Magier), muss man kurz den Kopf schüttelnd an seinem Verstand zweifeln – aber immerhin können die dortigen Bewohner etwas mit den mitgebrachten (und eigentlich für diverse Tricks gedachten) Tieren anfangen.

Als Antagonist der beiden ist Jim Carrey (Bruce Allmächtig) als Steve Gray großartig, der so wirkt als wäre er mit der dunklen Seite der Macht im Bunde. Gray ist arrogant, gemein und was seine Tricks betrifft auch ein gewaltiges Stück irre. In weiteren Rollen zu sehen sind Olivia Wilde (Cowboys & Aliens), die leider nicht besonders viel zu tun hat und Alan Arkin (Get Smart), der als Rance Holloway vor allem in Burt die Liebe zu seiner Arbeit wieder entflammen lässt.

Alles in allem ist “ Der unglaubliche Burt Wonderstone“ ein überraschend gelungener Film, der es schafft dem Zuschauer im Zuge seiner Geschichte ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern.

Der Film bekommt von mir 7,5/10 auf dem Weg zur Selbstfindung das magische wiederentdeckende Empfehlungspunkte.


Ein Gedanke zu „Der unglaubliche Burt Wonderstone – The Incredible Burt Wonderstone (Filmkritik)

  1. Äh Mist jetzt ärgere ich mich erneut, dass ich ihn im Kino verpasst habe. Der lief bei uns irgendwie nur eine Woche und war dann verschwunden. Muss ich unbedingt nachholen.

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