The Nine Lives of Chloe King (Serienkritik)

Chloe (Skyler Samuels) ist ein Mädchen wie jedes andere. So scheint es jedenfalls. Gemeinsam mit ihrer Mutter lebt sie in San Francisco und verdient sich in einem Second-Hand-Shop den einen oder anderen Dollar dazu. Als schließlich ihr sechzehnter Geburtstag naht, überschlagen sich die Ereignisse. Chloe bringt körperliche Meisterleistungen zustande, sie balanciert auf einer Banklehne, läuft den Nachhauseweg in Rekordzeit.

Doch all dies ist noch ziemlich harmlos, denn eine mehr als zwielichtige Gestalt ist hinter ihr her und entkommen ist schier unmöglich. Schließlich scheint der finstere Bösewicht abgehängt und sie sucht Zuflucht im Obergeschoss eines Aussichtsturms. Rückblickend nicht die klügste Wahl, denn ihr Verfolger zaudert nicht lang und stößt sie flugs mal vom Turm. Doch wider erwarten fällt Chloe zwar in den Tod, aber erwacht nach einem kurzen Ausflug ins Jenseits wieder zu neuem Leben. Schließlich stellt Chloe Nachforschungen an und findet heraus, dass sie ein Nachkomme der legendären Mai ist, eine Kriegerrasse mit überragenden körperlichen Fähigkeiten und nicht nur das, sie soll die Heilbringerin dieser mystischen Rasse sein, was für sie bedeutet, dass sie 9 Leben hat und mehr auf der Hut sein muss den je.

The Nine Lives of Chloe King

Die Serie basiert auf der gleichnamigen Buchreihe von Celia Thomson. Die erste Folge der Serie „The Nine Lives of Chloe King“ bestand erst einmal daraus, Chloe in ihrem normalen Leben zu zeigen und wirkte inhaltstechnisch ziemlich überladen. Chloe wie sie ihren Alltag verbringt, ihre 2 besten Freunde Amy und Paul, wie sie arbeitet und wie gut sie sich mit ihrer Mutter versteht und natürlich dürfen auch diverse Verfolgungsjagden nicht fehlen. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, gleich 2 Loverinterests lernt die Hautakteurin kennen (von denen stirbt aber einer schnell).

Chloe fängt an, an ihrem Körper Veränderungen wahrzunehmen, sie wird superschnell, hat die Wendigkeit und das Gleichgewicht einer Akrobatin. All diese, sagen wir „Neuerungen“, versucht Chloe tot zu reden, doch als sie wörtlich Krallen ausfährt, muss auch der Realität ins Auge sehen. Ihr Leben wie es einmal war, ist nun Geschichte. Schließlich lernt sie ihre „Schutzengel“ kennen, Alek und Jasmin, die schon seit längeren ein Auge auf sie hatten, und nur auf ein Zeichen warteten, dass sie die Auserwählte der Mai ist.

Für alle die die Bücher nicht kennen (so wie ich): Die Mai sind eine mystische Rasse, die in der Vergangenheit als die Beschützer der ägyptischen Pharaos auftraten. Sie stammen von der Katzengöttin Bastet ab und dienten unter den Pharaos bis sie unter der Herrschaft von Ramses vertrieben wurden. Die Tochter des Pharaohs verliebte sich in einen Mai, doch der Mai wurde auf Befehl des Königs getötet und so entstand eine Fehde, die die Mai zwang sich in Untergrund zu verstecken.

Inhaltstechnisch bedient sich die Serie bei VIEL größeren Vorbildern wie Buffy, Angel oder Dark Angel. Leider langweilt man sich als Mensch der Generation, die diese Serien gesehen hat (ja so alt bin ich wirklich schon) sehr schnell. Eine junge Frau, die eine mystische Bestimmung hat, dazu übermenschliche Fähigkeiten um besagte Bestimmung zu erfüllen und nicht besonders glücklich darüber ist? Klingt ja irgendwie bekannt.

Chloes beide besten Freunde, Amy (Grace Phipps) und Paul (Ki Hong Lee) erinnern doch sehr an Xander und Willow aka die Scooby-Gang aus Buffy. Dann gibt‘s da auch noch einen Schwarm namens Brian (Grey Damon) der zwar super nett und auch nicht schlecht anzusehen ist, aber wir erfahren schon an Ende der ersten Folge, dass Brian (unbewusst) für das böse Team spielt, denn sein Vater ist DER Böse, der hinter den 9 Leben von Chloe her ist

Die Schauspieler rund um Skyler Samuels wirken allesamt noch ein wenig hölzern und die Szenen in denen die speziellen Fähigkeiten der Mai gezeigt werden, scheinen allesamt sehr unbeholfen und doch sehr unglaubwürdig.

Summa Summarum: Ein sehr unrunder erster Eindruck, der noch einiges an Verbesserungspotential birgt, aber potentiell durchaus Spaß machen kann.

Die Serie bekommt 6/10 superstarke Empfehlungspunkte.


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