The Fighter (Filmkritik)

Micky Ward (Mark Wallberg) stammt aus der Arbeiterklasse und ist ein eher erfolgloser Boxer. Trainiert wird Micky von seinem Halbbruder Dicky Eklund (Christian Bale), der früher auch geboxt hat und in seiner Glanzzeit sogar die Boxlegende Sugar Ray umgehauen hat, jetzt aber nur mehr gegen seine Crack-Sucht ankämpft. Als ob das noch nicht genug wäre muss Micky sich auch noch gegenüber der restlichen Familie behaupten um erfolgreich zu sein.

The Fighter Film Mark Wallberg Christian Bale

Nachdem der Film bei den letzten Oskars nicht nur in zahlreichen Kategorien nominiert war, sondern auch zwei der begehrten Statuen mit nach Hause nehmen konnte, war auch mein Interesse geweckt – auch wenn ich zugeben muss, dass ein Boxfilm nicht dem entspricht, was ich mir normalerweise an Filmen anschaue.

Die Geschichte des Films basiert auf einer wahren Begebenheit – sie zu beschreiben, ohne ins Detail zu gehen ist eher schwierig. Ohne unnötig böse sein zu wollen oder zu übertreiben lässt er sich noch am ehesten mit der einen oder anderen „Gossen-Sendung“ vergleichen. Hier begleitet man Menschen, die zur untersten sozialen Schicht gehören – und dementsprechend „prollig“ wirkt der Film an manchen Stellen.

Die Rolle des Micky Ward spielt Mark Wahlberg sehr authentisch, was nicht zuletzt an einer entsprechenden Vorbereitung (angeblich hat er ein paar Jahre trainiert um die nötige Muskelmasse aufzubauen) liegen dürfte. Leider ist seine Rolle, wie vermutlich das Vorbild auch, sehr still und zurückhaltend ausgelegt – wodurch dem Film des öfteren die Luft
ausgeht.

Im Gegensatz dazu spielt Christian Bale einen schrägen, drogenabhängigen Vogel und wurde prompt dafür mit dem Oskar belohnt. Man kann von ihm ja halten was man will, das Method-acting beherrscht er aber ohne Zweifel wie kaum jemand sonst. Vor kurzem (und bald auch wieder) noch als „Dark Knight“ unterwegs, sieht er diesmal wieder einmal komplett anders aus und wirkt auch so. Von da her ist sein Preis klar verdient.

Der restliche Cast kommt vor, schafft es aber nicht großartig in Erinnerung zu bleiben – was auch möglicherweise daran liegen kann, dass ich während des Films kurz weggenickt bin. Das was ich gesehen habe hat mich weder überzeugt, noch hat es mir irgendwie gefallen – und nein das lag nicht an einer möglicherweise zu hohen Erwartungshaltung, aber vielleicht habe ich auch nur (Achtung Runnig-Gag) den Film nicht verstanden.

Von daher bekommt der Film auch nur 4,5/10 Empfehlungspunkte.


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