The Lost Future (Filmkritik)

Die Zukunft in einigen Jahren. In dieser postapocalyptischen Welt hausen die wenigen Überlebenden in kleinen Siedlungen in Wäldern, oder in den Ruinen der Gebäude aus früheren Zeiten. Neben den widrigen Naturbedingungen bedroht vor allem eine genetische Seuche, die Menschen in wildgewordene Mutanten verwandelt, den langsamen Wiederaufbau der menschlichen Rasse. Als der Stamm von Außenseiter Caleb überfallen wird und einge Leute in der Falle sitzen, macht er sich mit zwei Gefährten auf, um Hilfe zu suchen.

Bald rettet ihnen auf ihrer Reise ein Unbekannter namens Amal (Sean Bean) das Leben und erzählt ihnen eine unglaubliche Geschichte. Es gibt ein gelbes Puder, das als Heilmittel gegen die Mutationen auslösende Seuche eingesetzt werden kann. Es wurde jedoch gestohlen, da es aber von Caleb´s verstorbenem Vater entwickelt wurde, soll er Sohn nun die für die gesamte Menschheit überlebenswichtige Aufgabe übernehmen, das Puder zurückzuholen und danach zu reproduzieren.

The Lost Future Film Sean Bean

Oja, der gute SYFY- Channel und seine „Original-Movies“, die machen doch immer wieder Spaß. Dieser eben für das amerikanische Fernsehen produzierte Film kann sich neben einer Schar von talentierten bisher kaum bekannten Darstellern, auf einen echt tollen, etablierten Kinoschauspieler verlassen. Sean Bean spielt aus mir unbegreiflichen aber daher um so erfreulicheren Gründen sogar gleich eine der Hauptrollen.

Spätestens seit seiner Performance als Boromir in der ersten Herr der Ringe- Verfilmung, verbindet man sein charismatisch bärtiges Gesicht immer wieder gerne mit dem archaischen Kampf Mann gegen Mann. Zieht dem Kerl eine Rüstung an, gebt ihm ein Schwert in die Hand und fertig ist der geborene Ritter. Ob als Odysseus in „Troja“ oder Zeus in „Percy Jackson„, als Kämpfer aus antiken Zeiten oder wie in diesem Fall einer verwüsteten Version der heutigen Erde ist Bean immer ein idealer Kandidat.

Handlungsmäßig läuft dann aber alles auf sehr gewohnten Bahnen ab. Der Held ist ein Einzelgänger der gegen die ältesten im Stamm rebelliert. Natürlich hat er damit recht aber anfänglich glaubt dies keiner. Er ist heimlich verliebt in die Dorfschönheit, die jedoch mit dem zukünftigen neuen Häuptling liiert ist. Natürlich ist er am Ende der Retter des Stammes und wohl bald auch von allen menschlichen Lebewesen, das Mädchen bekommt er dabei fast schon überraschenderweise aber doch nicht (naja, dann eben in Teil 2). Mister Bean fungiert hierbei als väterlicher Mentor, Führer und Beschützer.

Die Effekte – wohl auch weil deutlich weniger als in anderen Produktionen vorhanden sind – sind für SYFY Channel Verhältnisse erstaunlich gut, die Masken der Mutanten schwanken zwischen furchteinflössend und lächerlich und die Kulissen wirken größtenteils ziemlich authentisch. Die ganze Geschichte nimmt sich ziemlich ernst und schafft es dabei immer wieder knapp an der Grenze zur unfreiwilligen Komik vorbeizuschrammen.

Insgesamt ist „The Lost Future“ aber natürlich wie die meisten fürs Fernsehen produzierten Filme ziemlich zahm fast schon naiv geraten, ohne neue Impulse oder Spannungselemente, dafür aber auch ohne den deutlich vorhandenen Unterhaltungswert durch allzu grobe Fehler einzubüßen. Hat Spass gemacht dies zu sehen, hab schon einige Kinofilme gesehen, die mit eindeutig weniger Herz am rechten Fleck produziert wurden. Für Sean Bean Fans ist dieses Erlebnis ja sowieso Pflicht.

The Lost Future bekommt von mir 6/10 Sean Bean gesteigerte Empfehlungspunkte.


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