Zombieland (Filmkritik)

Seit eine Epidemie, die einen Großteil aller Menschen in hirntote Zombies verwandelt hat, die vereinigten Staaten von Amerika heimgesucht hat, steht es schlecht um die ehemalige Weltmacht. Die wenigen Überlebenden die ihre Heimat liebevoll als „Zombieland“ bezeichnen kämpfen um ihr überleben. Einer von ihnen ist Columbus (Jesse Eisenberg) der ein ziemlicher Hasenfuß ist. Gemeinsam mit seinem schrägen Begleiter Tallahassee (Woody Harrelson) schlagen sie sich gerade mal so durch bis sie von Wichita (Emma Stone) und ihrer Schwester Little Rock (Abigail Breslin) um ihr Auto gebracht werden…

Zombieland Film Jesse Eisenberg Woody Harrelson

Zombiefilme die versuchen lustig zu sein sind es eigentlich eher selten. Dabei kann diese Mischung durchaus unterhaltsam für den Zuschauer sein, wie z.B. „Shaun of the Dead“ bewiesen hat. Ein weiterer Pluspunkt ist das ein solcher Film möglicherweise auch Leute anspricht, die mit Zombiefilmen eigentlich nichts anfangen können.

Zombieland hat bei einem Budget von knapp 24 Millionen Dollar 85 Millionen wieder eingespielt was zwar nicht viel klingt, aber immerhin ist der Film der zweiterfolgreichste Zombiefilm aller Zeiten (bis jetzt). Die Geschichte ist wie bei beinahe jedem Zombie Film schnell erzählt daher werde mich in den folgenden Zeilen eher mit der Optik, den Schauspielern und ein klein wenig mit dem beschäftigen, was diesen Film besonders macht: dem schrägen Humor.

Humor zuerst: Auch wenn man bei dem Stichwort Zombiekomödie wahrscheinlich zuerst an den bereits oben erwähnten „Shaun of the Dead“ denkt, so setzt Zombieland hier auf eine andere Art des Humors. Während ersterer auf einen sehr britischen Humor setzt, ist und wirkt letzterer doch sehr amerikanisch. Zombieland-Humor funktioniert neben seinen doch sehr bunten und schrägen Hauptdarstellern auch über die Zombies, die schon mal in das eine oder andere Fettnäpfchen treten.

Schauspieler danach: Jeder der Roland Emmerichs 2012 gesehen hat wird sich von den Schauspielern wahrscheinlich einen gemerkt haben, der während der Dreharbeiten scheinbar besonders viel Spaß hatte: Woody Harrelson. Das Mr. Harrelson auch bei der Entstehung von Zombieland viel Spaß hatte, davon ist auszugehen. Seine Darstellung von Tallahassee ist so dermaßen schräg und auch irgendwie cool, dass man ihn dafür einfach gerne haben muss.

Jesse Eisenberg passt perfekt in die Rolle des Hasenfußes, wirkt aber auch dann als er über sich hinauswachsen muss glaubhaft. Die wieder einmal großartige Emma Stone hat die Paraderolle jeder Frau und wickelt mit ihrer hinterhältigen Art Columbus um den Finger. Abgerundet wird das Ganze von einem gut gelaunten Bill Murray der zwar nur kurz vorkommt, sich dafür aber selbst spielen darf.

Optik zuletzt: Wenn man bedenkt, dass der Film mit einem relativ kleinen Budget realisiert wurde, überrascht die Optik doch etwas – und zwar positiv. Die Kulissen sehen zu jedem Zeitpunkt glaubwürdig aus. Seien es verlassene Tankstellen oder verlassene Schnellstraßen, alles wirkt authentisch. Die im Film verwendeten Slow-Motion Effekte werten den Film optisch zusätzlich auf und verleihen ihm einen eigenen Stiel.

Mir hat die Kombination auf jeden Fall sehr gut gefallen! Von mir gibt es daher auch 8/10 Empfehlungspunkte!


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