Dragonball Evolution (Filmkritik)

Vor über 2000 Jahren gelang es sieben Magiern den unheimlich bösen Lord Piccolo (James Marsters) zu besiegen und zu verbannen. Nun ist er auf unerklärliche Weise wieder frei und will mit Hilfe der über der ganzen Erde verteilten Dragonballs unsere Welt entgültig vernichten.

Von seiner frühesten Kindheit an wurde Goku (Justin Chatwin) von seinem Grossvater trainiert um für diesen Zeitpunkt bereit zu sein. Gemeinsam mit dem früheren Lehrer seines Opas, Master Roshi (Chow Yun-Fat), und seiner neuen Verbündeten Bulma (Emmy Rossum), bricht er auf, um bei der Suche nach den Dragonballs Lord Piccolo zuvorkommen zu können. Werden Goku uns seine Freunde gegen den übermächtigen Gegner bestehen können und unsere Welt vor dem Untergang bewahren?

Dragonball-Evolution

ACHTUNG! GURKE DES MONATS, WAS SCHLECHTERES HAB ICH NICHT GESEHEN IM MAI.

Dies ist eine eindringliche Warnung an alle Fans des Dragonball Universums in Anime bzw. Manga Form. Dieser Film wird euch so ärgern, dass ihr alle Beteiligten am Liebsten in den Boden stampfen wollt. Nicht ansehen, da sich sonst das eigene Herzinfarktrisiko vor Ärger mindestens 100fach steigern wird. Ich für meinen Teil habe noch nie eine ganze Folge Dragonball gesehen, darum bleibt diesem Film auch eine 0 Wertung erspart.

Dragonball Evolution kann man vom Gesamtniveau am Besten mit den Power Rangers Serien vergleichen. Sowohl die nichtexistente Handlung, als auch die Anschlussfehler, genauso wie die miesen Effekte und die lächerlich unglaubwürdigen Darsteller sind auf einer Ebene mit unser aller Lieblingskinderserie (gebt es doch zu, jeder liebt die Rangers).
Kinder in meinem Freundeskreis stehen auf jeden Fall auf die Power Rangers , die Zielgruppe des Films bewegt sich daher eindeutig im Volksschulbereich. Für Kids also ein möglicher Hit (unter dem Motto: „wenn ich erwachsen bin gebe ich sicher nicht zu so einen Blödsinn jemals gut gefunden zu haben“). Für Erwachsene, die ihre Gehirnleistung nicht fast in den Minusbereich dezimieren können, ist Dragonball ein sicherer „Augen nicht trau Kopfweh krieg“ Film.

Chatwin ist eigentlich nicht schlecht als Schauspieler doch als Goku so fehlbesetzt wie wenn man als Dalai Lama Arnold Schwarzenegger casten würde. Seine „Ich muss an mich glauben“ Sprüche sind derart plump und peinlich, dass man nicht einmal die unfreiwillige Komik daran richtig geniessen kann. Rossum als Bulma versucht so angestrengt cool zu sein, dass sie höchstens einen Preis fürs unnötige Overacten verdient hätte. Marsters war brilliant als Spike in den Buffy und Angel Serien, doch unter dieser Maske fällt sein mimischen Können völlig weg und auch seine Stimme ist bis zur Unkenntlichkeit verzerrt worden. Höchsetns seine kalten Augen wirken noch ein wenig.
Einzig Chow Yun-Fat wirkt so, als wäre er während den ganzen Dreharbeiten betrunken gewesen. Er hat Spass und das überträgt sich auch teilweise auf den Zuseher, trotzdem schade, dass er hier mitmachen musste (oder war es freiwillig?)
Alle anderen Darsteller kann man getrost vergessen.

Jeder Charakter wirkt wie am Reißbrett entwickelt und die meisten sind einem wegen fehlendem Grundwissen über ihre Beweggründe oder unsympathischen Eigenschaften derat egal, dass beim Filmschauen nicht dass kleinste Gefühl für die Hauptfiguren ensteht.
Wem was passiert ist eigentlich uninteressant, das angebliche Weltuntergangsszenario ist zu keinem Zeitpunkt spürbar. Plötzliche schlechte Schnitte und eine wirklich langsame, plump wirkende Choreographie runden dieses Totaldesaster ab.

Keine Ahnung warum Regisseur James Wong, nach unterhaltsamen und spannenden Filmen wie Final Destination 1 und 3 und dem Jet Li / Jason Statham Film The One, so einen Megaflop abgeliefert hat. Vielleicht ist die Zeit einfach noch nicht reif für eine angemessene Dragonball Verfilmung, oder der Stoff ist einfach unverfilmbar.

Zum ersten Mal freut mich in diesem Fall die strenge österreichische Kinopolitik, denn dieser Film wird bei uns nie das Licht der Kinowelt erblicken, das hat er auch wirklich nicht verdient. Meine bisher schlechteste Wertung hat er aber schon verdient, es gibt einen Punkt für Chow Yun-Fat, einen für den Trashcharme und einen, weil die Macher mutig genug waren, diesen Schrott wirklich herauszubringen als Dragonball Film und ihn nicht sofort aus lauter Schande eingestampft haben.

Dragonball Evolution bekommt von mir 3/10 lachhafte Empfehlungspunkte.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.