Anaconda 4: Trail of Blood (Filmkritik)

Mit Hilfe von speziell gezüchteten Orchideen und einer genmanipulierten Schlange, die er vor der Vernichtung durch eine Explosion retten konnte (so geschehen in Teil 3), schafft es ein für den schwerkranken Millionär Murdoch (John Rhys-Davies) arbeitender Arzt, ein Wunderserum zu entwickeln. Dieses Serum schafft es totes Gewebe wieder zum Leben zu erwecken. Blöd nur, dass die riesige, zur extremen Regeneration fähige Schlange ausbrechen kann und den Wissenschaftler einfach auffrisst. Murdoch schickt daraufhin ein Team von Söldnern zum Ort des Geschehens, um das Serum zu bergen.

Gleichzeitig versucht die Ärztin Amanda (Crystal Allen) für ihre Schuld zu bezahlen die sie durch die Mithilfe an dem tödlichen Projekt tragen muss, indem sie alle übrigen Forschungsergebnisse zerstört und auch mögliche überlebende Schlangen aus dem Weg räumt. Zu allem Überfluss befindet sich auch noch ein Team von Archäologen mitten im Jagdgebiet der Anaconda und die fünfköpfige Truppe hat keine Ahnung in welcher Gefahr sie schwebt.

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Zu Beginn etwas Anaconda Filmgeschichte. Bereits 1997 musste sich eine damals eher unbekannte Jennifer Lopez und ein ebenso wenig bekannter Owen Wilson gemeinsam mit Jon Voight, Ice Cube und einigen anderen bekannteren Darstellern durch den Sumpf kämpfen, nur um dort von einer riesigen Anaconda nach dem zehn kleine Negerlein Prinzip gejagdt zu werden. Der für´s Kino produzierte Film um eine Gruppe von Leuten die einen Naturfilm drehen wollten war wirklich schlecht, hat aber verdammt viel Spass gemacht.

2004 folgte der ebenfalls unterhaltsame Kinofilm Anacondas: The Hunt for the Blood Orchid. Bekannte B-Movie Gesichter schlugen sich hier durch eine dünne Handlung um die Suche nach einer geheimnisvoll mächtigen Orchidee, die Machart wirkte aber besser als beim ersten Teil, da auf unfreiwillige Komik verzichtet wurde (fragt sich nur ob man eigentlich auf was unfreiwilliges freiwillig verzichten kann?!?) Der Film war spannend und war für mich der „beste“ der Reihe.

2008 folgte der für´s Fernsehen produzierte dritte Teil, der vor allem durch seine extrem schlechten Effekte und einen schön schmierigen David Hasselhoff unterhalten konnte.
Hier kam zum ersten Mal die genetische Manipulation von Schlangen für die Wissenschaft als Thema vor. Bis auf einige nette Anacondaangriffe gab es hier nicht mehr wirklich etwas sehenwertes zu bestaunen.

2009 präsentiert uns nun Don E. FauntLeRoy, der Regisseur des dritten Teils, den vierten für den Science Fiction Channel gemachten Fernsehfilm. John Rhys-Davies und Crystal Allen wiederholen hier ihre Rollen aus Teil 3, sie bekommen dabei Unterstützung vom erfahrenen Actionmimen Linden Ashby (der Johnny Cage aus dem Mortal Combat Film), und einer grossen Schar von untalentierten Schauspielern, die aber größtenteils sowieso nur als Schlangenfutter dienen sollen.

Die Effekte sind ungefähr genauso schlecht wie beim dritten Teil, die Handlung ist dafür etwas dynamischer ausgefallen und fast immer wenn Langeweile aufkommen würde greift auch schon die Anaconda an, um für blutige Unterhaltung zu sorgen. Achja, bei blutig muss man wohl noch dazu sagen, dass abgetrennte Köpfe und in der Mitte auseinander gebissene Menschen durch den offensichtlichen CGI Einsatz ihren gesamten Schrecken verliern, aber ich glaube das wussten die Macher bereits.

Für Menschen mit dem Anspruch alle Teile dieser Filmreihe gesehen zu haben ist wohl auch dieser Teil empfehlenswert, einmal wird man auf dem Niveau von ebenso von SciFi Channel produzierten Serien wie z.b. Flash Gordon ganz nett und hirnlos unterhalten.
Hätte Teil 3 nicht den Hasselhoff Bonus, dann wäre dieser Teil auch wieder eine kleinere Steigerung, da das Zusammenwürfeln der unterschiedlichen Menschen mit ganz verschiedenen Interessen, die im Endeffekt aber alle das gleiche Ziel haben – nämlich überleben – ganz gut funktioniert. Außerdem wurde die Hintergrundgeschichte bereits in Teil 3 geklärt, darum kann es hier sofort zur Sache gehen.

Anaconda 4 bekommt von mir 4/10 schlängelnd regenerierende Empfehlungspunkte.


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