Pulse 2: Afterlife / Pulse 3: Invasion (Filmkritik)

Pulse2: Nachdem die Geister der Toten auf der ganzen Welt einen Großteil der Erdbevölkerung in den Selbstmord getrieben haben, versuchen sich die wenigen Überlebenden verzweifelt in Sicherheit zu bringen (was genau passiert ist, kann man im ersten Puls Film sehen). Alle elektronischen Geräte muss man dabei unbedingt meiden, da sie als Türen für sämtliche Geister fungieren. Nur die Farbe rot, deren Frequenz die Geister nicht durchdringen können, schützt vor deren Berührungen.
Mitten in diesem Chaos sucht Stephen (Jamie Bamber, der Apollo aus der Battlestar Galactica Serie) nach seiner Tochter Justine. Als er sie endlich gefunden hat beginnen die Probleme erst richtig, da seine (un)tote Exfrau Michelle -Justine´s Mutter – ihre kleine Tochter unbedingt wieder haben will. Auf ihrer Flucht begegnet Vater und Tochter ein ganz in rot gekleideter Mann der behauptet, bald eine Lösung für das Geisterproblem finden zu können. Werden Stephen und Justine es schaffen rechtzeitig in eines der von der Außenwelt isolierten Flüchtlingscamps zu kommen, bevor die Geister – allen voran Michelle – sie erwischen können?

Pulse-2-Afterlife

Pulse3: Justine (Brittany Finamore) lebt mittlerweile sieben Jahre bei einer Pflegefamilie in einem Flüchtlingscamp. Bei einem ihrer Trips außerhalb des Camps entdeckt sie zufällig einen Laptop, den sie schließlich nach anfänglichem zögern auch einschaltet. Ein junger Mann namens Adam (Rider Strong) beginnt einen Chat mit ihr und behauptet, mitten in der Stadt zu wohnen und sie solle doch auch zu ihm kommen. Von ihrem Wissensdurst angetrieben verlässt Justine kurz darauf das Camp um Adam zu treffen. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen und wird sie die gefährliche Reise durch das geisterverseuchte Gebiet überleben?

Pulse-3-Invasion

Am Anfang erst mal ein wenig Pulse Geschichte. Pulse aka. Kairo ist ein japanischer Geisterfilm aus dem Jahr 2001. 2006 folgte die ganz gute amerikanische Kinovariante von Pulse, mit Kristen Bell in der Hauptrolle. 2008 hat nun Joel Soisson das Drehbuch verfasst und Regie geführt (genau so hat er auch schon die Teile 4 und 5 von Prohecy gemacht), bei den beiden für den DVD Markt produzierten Fortsetzungen des amerikanischen Pulse Filmes.

Die Filme haben aber außer der Ausgangssituation nichts mit dem Original zu tun.
Im September und Dezember 2008 war es dann soweit und die Pulse Triologie war komplett. Da Pulse 2 und 3 von ihrer Machart gleich sind und wie bereits erwähnt auch Drehbuch und Regie, schreibe ich gleich über beide Filme auf einmal, eine Einzelwertung wäre angesichts der Endprodukte auch etwas übertrieben.

Im zweiten Teil geht es um das ganz persönliche Schicksal der Familie rund um das kleine Mädchen Justine, mit der Einführung eines eigenartigen rot gekleideten Mannes, der anscheinend mehr weiß als er sagt, wird jedoch ein deutlicher Hinweis auf eine größere, im Hintergrund laufende Story gegeben. Eines fällt sofort auf nämlich die Optik.
Besonders in Teil zwei wird man ständig mit Szenen förmlich bombadiert, die mehr als offensichtlich vor dem Greenscreen gedreht wurden

Das gibt dem Ganzen einen etwas unechten Look, was aber (wenn ich gnädig bin) irgendwie ganz gut zum Genre des Geisterfilms passt. Der Film schafft es zwar, eine eigene Stimmung aufzubauen, mit all den nicht real wirkenden Szenen und en Flimmergeistern, die aussehen, als wären sie direkt aus einem unscharfen Schwarzweißfernseher gekrochen.

Spannung kommt aber nur selten auf, schockierende Moment gibt es fast gar nicht. Jamie Bamber ist hier – abgesehen von den Darstellerinnen, die seine Exfrau und seine Tochter spielen – der einzige, der ein guter Schaupieler ist. Diesen drei Mitgliedern einer klarerweise weniger heilen Familie, kaufe ich ihre Performances ab.

Teil drei hat einen tollen Start, in dem sich während eines Lifechats eine junge Frau vor den Augen ihres Freundes in den Tod stürtzt. Ab diesem Zeitpunkt folgt die Handlung der mittlerweile 19 jährigen Justine, die von der bisher eher unbekannten, aber sehr überzeugend spielenden Brittany Finamore dargestellt wird. Sie ist sympathisch und man will dass sie überlebt, sie hilft eindeutig dabei mit, diesen Film besser zu machen als seinen Vorgänger.

Justine wird zu einer Schlüsselfigur im Kampf des rot bekleideten Mannes aus dem zweiten Teil gegen die Geisterwelt, da dieser Kerl ein Gerät entwicklet hat, damit er sich selbst im Falle seines Todes wieder aufwecken kann. Natürlich ist dieses Ding auch bei anderen Geistern anwendbar. Außerdem ist er an einem Projekt beteiligt bei dem Atomwaffen hoch am Himmel gezündet werden sollen, die auf die Frequenz der Farbe rot eingestellt sind, und somit sollen alle Geister vernichtet werden.

Die Geisterwelt beginnt daraufhin mit Justine Kontakt aufzunehmen und einige bitten sie um Hilfe. Für etwas mehr Spannung als in Teil zwei ist also gesorgt, die Greenscreenoptik wurde etwas weniger eingesetzt, wenn ich sie nicht als Stilmittel anerkennen würde, müsste ich die Filme sowieso völlig verreissen.

Wer also Pulse in eindeutig guter Erinnerung behalten will, der sollte beim japanischen bzw. amerikanischen Original bleiben. Wenn man nichts erwartet, wird man aber auch bei diesen beiden Teilen einmal ganz nett unterhalten, auch wenn man eine gewisse Toleranzgrenze haben sollte was optische Entgleisungen und fehlende Spannung betrifft.

Pulse 2 und Pulse 3 bekommen von mir zwischen 4 und 5 von 10, herumpulsierende Empfehlungspunkte.


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