Nächte der Erinnerung – Bringing out the dead (Filmkritik)

Wenn man einem Menschen das Leben gerettet hast – so heißt es zumindest – fühlt man sich als würde man schweben. Frank Pierce (Nicolas Cage), seines Zeichens Rettungssanitäter in New York, kennt dieses Gefühl. Nur leider macht er gerade eine schwierige Phase durch. Es ist fast so als sei er mit einem Fluch belebt, denn alle Patienten sterben ihm in letzter Zeit unter den Fingern weg.

Jede Nacht aufs neue wird er mit dem Tod konfrontiert und droht schön langsam daran zu zerbrechen. Besonders zu schaffen macht ihm die Tatsache das er vor kurzem eine junge Frau verloren hat,deren Geist ihn seit dem zu verfolgen scheint. Nichts desto trotz müssen er und seine Kollegen jede Nacht aufs neue auf die Straße um sein Bestes zu versuchen und Leben zu retten.

Bringing-out-the-dead

Der Film begleitet Nicolas Cage durch ein eindrucksvoll düster insziniertes New York der 90er in der in jeder Ecke der Tod zu lauern scheint. Dabei hinterlässt der Film, bei dem übrigens Martin Scorsese Regie geführt hat, gerade wegen seiner dunklen Momentaufnahmen einen guten Eindruck.

Die Story selbst ist zwar einfach gestrickt, funktioniert aber wegen der flotten Inszenierung und vor allem der guten Schauspieler. Überrascht hat auf jeden Fall Nicolas Cage, der mit seiner Körperhaltung als auch wie er die Rolle gespielt hat nicht nur überzeugt hat, sondern auch wieder einmal bewiesen hat das er ein erstklassiger Schauspieler ist.

Abschließend noch ein paar Worte zu Franks Kollegen die dem Film gekonnt das gewisse Etwas verleihen. John Goodman alias Larry schafft es ohne große Mühe auf anhieb sympatisch zu wirken. Ving Rames alias Marcus unterhält mit Gospelgesang und zu guter Letzt wäre da noch Tom Sizemore der mit seiner schrägen Darstellung des blutrünstigen Sanitäters Tom für Unterhaltung sorgt.

Von mir bekommt der Film 8/10 Empfehlungspunkte!


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