Weirdsville (Filmkritik)

Dexter (Scott Speedman) und sein bester Freund Royce (Wes Bentley) sind dauerkiffende und auch sämtlichen anderen Drogen nicht abgeneigte Loser.
Als Matilda (Taryn Manning), die Freundin von Royce, anscheinend an einer Überdosis verstirbt, wollen die beiden sie heimlich in einem verlassenen Autokino vergraben.
Blöd nur, dass gerade dort eine kleine Gruppe von Satanisten eine Zeremonie abhalten möchte. Matilda wacht plötzlich wieder auf da sie gar nicht tot war, und die Satanisten glauben sie sei durch das Blut des Teufels wiedererweckt worden und wollen sie umbedingt für ein weiteres Ritual mitnehmen.

Dexter, Royce und Matilda können jedoch flüchten und eine wilde Odyssee durch die Nacht beginnt auf der die drei Freunde auf ausgeflippte Ritterkampfzwerge, brutale Drogendealer denen sie noch Geld schulden, und einige andere schräge Charaktere treffen. Da die drei auf der Flucht auch noch einen Einbruch planen um ihre Schulden bezahlen zu können bleibt eigentlich nur mehr eine Frage offen: kann man aus dieser Situation noch heil herauskommen? Hmm, lasst uns erst mal einen Joint rauchen und über die ganze Sache ruhig und gesammelt nachdenken…

Weirdsville ist ein liebevoll inszenierter Film der Wert auf seine Charaktere legt, die sich erfreulicherweise größtenteils außerhalb der Norm bewegen. Die kleine Satanistentruppe sorgt dabei für die meisten Lacher, da deren Anführer im Grunde ein richtiges Weichei ist, die Regeln seiner Religion aber penibel durchsetzen will. Wer das Wort Gott in den Mund nimmt, dem will er gleich den Mund mit Seife auswaschen, ein Spruch wie „Geh mit Satan mein Sohn“ ist jedoch ein häufig und gern verwendeter Spruch, der auch dankbar angenommen werden sollte.

Die Kleinwüchsigen, die in voller Rittermontur auf Rachefeldzug gehen, sind auch eine eigene Klasse für sich. Man schwankt durch den Film wie durch einen seltsamen Drogenrausch, man weiß aber irgendwie, dass das schlimmste was passieren kann ist, dass einige blaue Flecken zurückbleiben werden. Man hat durch die ausgeflippte Ausgangssituation eigentlich nie wirklich Angst um die beiden Hauptcharaktere, doch auch ohne echte Spannungsmomente konnte mich Weirdsville durchgehend gut bzw. schräg unterhalten.

Nicht zuletzt wegen Speedman (Underworld) und Bentley (Ghostrider), die ich beide in solch einer Rolle noch nie gesehen habe. Sie bleiben den ganzen Film hindurch trotz all ihrer Fehler und Dummheiten sympathisch und sind auch das Herz des Films.
Insgesamt also ein netter Film für einen unterhaltsamen, entspannten Fernsehabend.
Am Ende noch ein kleines Zitat für die Satanisten unter uns:
„One little Satanic ritual. Is that too much to ask? “

Weirdsville bekommt von mir 6,5/10 zugedröhnte Empfehlungspunkte.


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